Exposed – Russian Oligarchs Report To Congress – Sanctions – Original Document

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What the Russian oligarchs think about the U.S. "Kremlin Report" — The Bell  — Eng
US Raises Stakes with Tough Sanctions on Russian Oligarchs | Voice of  America - English

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Legal Papers Leaked – United States vs. General David Howell Petraeus – Original Document

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The Petraeus scandal is a series of events that garnered strong media attention when an extramarital affair between retired four-star general David Petraeus, then Director of the Central Intelligence Agency (CIA), and Paula Broadwell became public information. Petraeus had chosen Broadwell to be his official biographer. She co-authored All In: The Education of General David Petraeus, his biography, when Petraeus was the International Security Assistance Force commander. On November 9, 2012, she was reported to have been involved in the extramarital affair with Petraeus that triggered his resignation as Director of the Central Intelligence Agency when it was discovered by the FBI.

General David Petraeus, then Director of the Central Intelligence Agency (CIA), and Paula Broadwell

David Howell Petraeus AO, MSC[3] (/pɪˈtreɪ.əs/; born November 7, 1952) is a retired United States Army general and public official. He served as Director of the Central Intelligence Agency from September 6, 2011, until his resignation on November 9, 2012. Prior to his assuming the directorship of the CIA, Petraeus served 37 years in the United States Army. His last assignments in the Army were as commander of the International Security Assistance Force (ISAF) and commander, U.S. Forces – Afghanistan (USFOR-A) from July 4, 2010, to July 18, 2011. His other four-star assignments include serving as the 10th commander, U.S. Central Command (USCENTCOM) from October 13, 2008, to June 30, 2010, and as commanding general, Multi-National Force – Iraq (MNF-I) from February 10, 2007, to September 16, 2008. As commander of MNF-I, Petraeus oversaw all coalition forces in Iraq.

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The Indictment Against The Gambino Mafia Family Revealed – Original Document

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Frank Cali's killing is a reminder the mob is alive. Just not as flashy -  CNN

Carlo Gambino

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Non-Prosecution Agreement Between The City Of Palm Beach Police Department & Jeffrey Epstein – Original Document

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Epstein: Neue Dokumente zeigen, wie seine Sex-Partys abliefen | STERN.de

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Court Papers About 30 Suspected Rape Cases Of Jeffrey Epstein In Florida – Original Document – Part 2

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Court Papers About 30 Suspected Rape Cases Of Jeffrey Epstein In Florida – Original Document

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"Es war ein Schneeballsystem, an dessen Anfang Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell standen."

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Indictment Letter Of Viennese Corruption Prosecutors To Chancellor Kurz – Brief der Wiener Korruptionsstaatsanwaltschaft an Kanzler Kurz – Original Document

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Leistungsstarke “Pädagogische Netzwerke” in Berlin – Professor Kentler & GoMoPa4Kids

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Kentler, Helmut | EMMA

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30 Jahre lang verwies das Berliner Jugendamt Kinder und Jugendliche an Pädophile. Beschwerden und sogar Todesfälle wurden ignoriert, die Behörden scheinen die Kinder absichtlich ausgeliefert zu haben. Alle Verfahren wurden 2019 eingestellt.
Im Verlauf einer Studie sollen nun die Netzwerke erforscht werden, die Verarbeitung ist jedoch langsam. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich pädophile Netzwerke auf die höchsten Ebenen der Gesellschaft erstrecken. Im Zentrum des Netzwerks steht der Universitätsprofessor Helmut Kentler, der sich durch die Förderung des Sex von Kindern im Rahmen der Erziehung einen Namen gemacht hat.

Der pädophile Professor Helmut Kentler war Pädagoge und Psychologe. Er veröffentlichte auch Leitfäden für Eltern, die über Sex mit Kindern beraten. Weil Kinder seiner Meinung nach etwas über Sexualität mit Erwachsenen „lernen“ sollten.
Kentler setzte sich dafür ein, dass Jugendliche aus problematischen Verhältnissen, die beispielsweise von Obdachlosigkeit bedroht sind, an pädophile Männer verwiesen werden.
Das allein zeigt, wo Kentler, der zeitlebens ein anerkannter Teil der Gesellschaft war, Pädophile einsetzte: in Hauptrollen. In Rollen, die so weit über jugendlichen Problemfällen liegen, dass es ihnen möglich ist, Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen wieder zu integrieren.

1981 erklärte Kentler, der auch Abteilungsleiter des Berliner Pädagogischen Zentrums war, den FDP-Mitgliedern des Bundestages, dass die Pädophilen „diese idiotischen Jungen nur ertragen haben, weil sie in sie verliebt, verknallt und verliebt waren“.
Es ist noch nicht vollständig geklärt, wie Kentler seinen Einfluss auf die Jugendämter ausübte, so dass das Projekt, das unter dem Namen „Kentler Experiment“ lief, tatsächlich in Berlin und darüber hinaus umgesetzt wurde. Hunderte von Kindern und Jugendlichen wurden so hilflos als Sexsklaven an Pädophile übergeben.

Eine Hildesheimer Forschungsgruppe konnte feststellen, dass die „Gefährdung des Kindeswohls in der öffentlichen Verantwortung“ mindestens bis 2003 stattgefunden hat. Das Netzwerk pädophiler Akteure wurde aufgrund des Kentler-Experiments „toleriert“, bestätigt Wolfgang Schröer von der Universität Hildesheim. Kentler hatte großen Einfluss auf die Berliner Landesregierung. Eine genaue Verarbeitung des Systems steht noch aus, da es schwierig ist, Dateien und Daten abzurufen. Beispielsweise würden die Behörden selbst die Offenlegung der Organisationsstrukturen der Büros während des relevanten Zeitraums verweigern. Eines ist sicher: Der Senat für Jugend, Familie und Bildung besteht seit den 1970er Jahren aus FDP, CDU und SPD.

Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass das Missbrauchssystem von Kentler vom Universitätssektor in einer Schlüsselrolle etabliert wurde. Das Pädagogische Zentrum Berlin, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sowie die Freie Universität und das Pädagogische Seminar Göttingen bildeten institutionelle Eckpfeiler für die wissenschaftliche Berichterstattung über Experimente “.
Verbindungen des Pedo-Professors können auch zum Pädagogischen Zentrum Berlin und zur Berliner Odenwald-Schule nachgewiesen werden, die 2015 nach Bekanntwerden des dortigen Missbrauchsskandals geschlossen werden mussten.

Das genaue Ausmaß des Skandals ist noch verborgen. Bisher konnte weder die Anzahl der Opfer noch die der Täter ermittelt werden. In der Zwischenzeit versprach der Berliner Senat den Opfern Entschädigungszahlungen in noch ungewisser Höhe. Einige Betroffene sprechen jedoch nur Lippenbekenntnisse aus, sie fühlen sich machtlos. In einer Erklärung beschweren sie sich: “Alle Worte von SenBJF sind wertlos, wenn die Anwälte weiterhin hinter den Kulissen gegen die Betroffenen arbeiten.”
Außer ihnen wird niemand für das büßen, was sie getan haben. Die Gesetze sind jetzt alle gesetzlich verjährt und Pedo-Professor Kentler starb im Jahr 2008.

„Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR hat einflussreiche Menschen in Westeuropa mit Kinderpornografie erpresst. Der ehemalige Verbindungsoffizier zwischen dem ehemaligen sowjetischen Geheimdienst KGB und der MfS, Wanja Götz, erklärt dies. „Zu den Erpressten zählen Politiker, Richter und Industrielle, von denen einige immer noch Einfluss auf westliche Demokratien ausüben. Nach dem Fall der Berliner Mauer wandelte das ehemalige Stasi-Netzwerk die Geheimdienstinteressen in finanzielle Interessen um. Eine Schlüsselrolle spielte Rainer Wolf, der Vater des noch vermissten Berliner Jungen Manuel Schadwald “, berichtet der in Berlin lebende Götz.

Untersuchungen zufolge arbeitete der belgische Kinderhändler Marc Dutroux, der im August 1996 verhaftet und wegen Mordes an mehreren Mädchen angeklagt wurde, zeitweise auch für die Stasi. „Es gab tatsächlich Hinweise darauf, dass solche Informationen in dem Stasi-Material enthalten waren, das an die CIA weitergegeben wurde. Der belgische Geheimdienst wäre gut beraten, diese Dokumente gründlich zu prüfen “, sagt der ehemalige Geheimdienstkoordinator der Kohl-Regierung, Bernd Schmidbauer (CDU). Während der Zeit der Wiedervereinigung konnte die CIA über die Spionageabteilung der Hauptverwaltung Informationen von der Stasi sichern. Aufgrund des explosiven Charakters der darin enthaltenen Informationen, einschließlich über westeuropäische Politiker, werden diese Dokumente der Öffentlichkeit weiterhin vorenthalten. Nur Geheimdienste durften die von der CIA gefilterten Berichte einsehen. Dies erklärt Experten zufolge, warum die Ermittlungsbehörden bisher nicht in der Lage waren, sowohl den Fall Dutroux als auch das Verschwinden von Manuel zu klären. Zeugenaussagen zufolge wurde der seit 1993 vermisste Junge in die niederländische Kinderpornogemeinschaft entführt.

Sein Vater Rainer Wolf, ein Stasi-Angestellter der DDR-Friedensbewegung, wurde vor Jahren verdächtigt, seinen Sohn selbst in die Kinderpornografie gebracht zu haben. Der ehemalige KGB- und Stasi-Agent Wanja Götz, dessen Codename „Grigori“ auch in den Stasi-Akten über Rainer Wolf zu finden ist, erklärt in seiner eidesstattlichen Erklärung: „Ich wurde vom DDR-Geheimdienst beauftragt, diesen Mann psychologisch zu beurteilen. Erst viel später fand ich heraus, dass Wolf nach seinem Umzug in die BRD im Jahr 1984, inszeniert von der Stasi, Westeuropäer mit Kinderpornografie im Auftrag der Auslandsspionage des DDR-Geheimdienstes erpresst hatte. “Die MfS hat die Kinder aus DDR-Häusern mitgenommen.”

Kinder-Sexualaufklärung” unter falscher Flagge – “GoMoPa 4 Kids ...

Der Serienverbrecher Klaus Maurischat („GoMoPa“), hat ein eigenes Portal nur für Kinder und deren „Sexualerziehung“: http://www.gomopa4kids.net.
Hier erklärt der mehrfache frühere kriminelle Betrüger z.B. (AZ: 28 Ls 85/05), worum es bei „Masturbation“ und anderen sexuellen Praktiken gehen soll: „Richtig oder falsch: Gerüchte über Masturbation!
Wenn Sie Ihre Kinder nicht selbst erziehen können oder wollen, sollten Sie dies GoMoPa überlassen.
Es werden immer noch verrückte Geschichten über Masturbation erzählt. Wir werden Ihnen sagen, was richtig ist und was eine Lüge ist! ”
http://www.gomopa4kids.net kümmert sich gerne um Ihre Nachkommen.
http://www.gomopa4kids.net/Forum/liebe-sex-und-verbindungen/wahr-oder-falsch-geruechte-ueber-selbstbefriedigung-
p232.html # post232. ”
Der zuvor verurteilte Betrüger beantwortete unsere Presseanfrage zu dem sensiblen Thema überhaupt nicht, sondern sandte stattdessen einen Herrn „Siegfried Siewert“, der versuchte, das Erscheinen der explosiven Informationen mit drohenden Telefonanrufen und E-Mails zu verhindern.

Kinder-Sexualaufklärung “unter falscher Flagge -„ GoMoPa 4 Kids …

Würzig: „Siegfied Siewert“ ist, wie viele „GoMoPa“ -Kenner wissen, ein selbst gewähltes Pseudonym für Klaus Maurischat.
Und: Die Kinderwebsite „GoMoPa4Kids“ wird genau dort gehostet, wo die GoMoPa-Webseite von Maurischat und zahlreiche ihr zugewiesene Cyberstalking-Lösegeldseiten gehostet werden.
Erstaunlich ist auch, dass Maurischat seinen zahlreichen Cyberstalking-Opfern wiederholt anonym Sexualstraftaten mit Kindern vorgeworfen hat – an diesen anonymen Anschuldigungen stimmte natürlich nichts.

Mittlerweile ist “GoMoPa$Kids” samt mutmasslicher Ableger ins Darknet abgewandert.

Leaked – Medical Cases From EMA About Children Who Suffer From Covid19Vaccine Treatment – Original Documents

Delivering life-saving vaccines during the COVID-19 pandemic | UNICEF

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The EMA database of adverse drug reactions contains a number of entries that indicate that young children from the age of one were vaccinated. If everything had gone well, you would not find any entries there – but in addition to facial paralysis, uncontrolled twitching, fever and more, there have apparently been several deaths. Another shocking finding is that the vaccine can be passed on to the infant through breast milk, which can lead to serious side effects.

Our editorial team regularly evaluates the available databases for side effects for drugs. Be it the VigiBase of the WHO, the VAERS in the USA or the Yellow Card System in Great Britain. An informant pointed out the numerous cases in the EMA database relating to children from infancy.

Now it is getting very difficult to say that all of these cases have nothing to do with the vaccines. In addition, the question arises whether not every single one of these cases should be considered a crime, because no vaccine is even remotely approved for children. Incidentally, study data such as that of the child vaccination study from Great Britain are expressly not included in the EMA database.

“Verfassungsschutznovelle” Mit Weitreichenden Einschränkungen der Grundrechte Wohl Beschlossen

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“Die Grundrechte der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 des Grundgesetzes), des
Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10 des Grundgesetzes) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) werden nach Maßgabe
dieses Gesetzes eingeschränkt.“ (Zitat aus der Novelle)

Diese Gesetzesnovelle soll ebenfalls noch schnell finalisiert werden:

Eilanträge Gegen Bundesrechtliche Nächtliche Ausgangsbeschränkungen Abgelehnt

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Beschluss vom 05. Mai 2021
1 BvR 781/21, 1 BvR 889/21, 1 BvR 854/21, 1 BvR 820/21, 1 BvR 805/21

Zitat: “Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt, mit denen erreicht werden sollte, dass die in § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IfSG geregelte nächtliche Ausgangsbeschränkung vorläufig außer Vollzug gesetzt wird. Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Eine solche Entscheidung kann das Bundesverfassungsgericht im Eilverfahren nicht treffen. Diese Prüfung bleibt den Hauptsacheverfahren vorbehalten.

Sachverhalt:

Durch das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite wurde unter anderem eine Regelung über nächtliche Ausgangsbeschränkungen in das Infektionsschutzgesetz eingefügt. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichte Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) den Schwellenwert von 100, so gelten dort ab dem übernächsten Tag die in § 28b Abs. 1 IfSG genannten Maßnahmen. So ist unter anderem nach § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IfSG der Aufenthalt von Personen außerhalb einer Wohnung oder einer Unterkunft von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages untersagt. Die Regelung enthält verschiedene Ausnahmetatbestände. Aufenthalte zwischen 22 und 24 Uhr, die der im Freien stattfindenden allein ausgeübten körperlichen Bewegung dienen, sind beispielsweise ebenso ausgenommen wie Aufenthalte, die der Abwendung eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls, der Berufsausübung, der Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts oder ähnlichen gewichtigen Zwecken dienen.

Die Beschwerdeführenden machen im Wesentlichen geltend, dass durch die bußgeldbewehrte Regelung von Ausgangsbeschränkungen in § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IfSG erhebliche Eingriffe in ihre Grundrechte erfolgten, die verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt seien. Sie begehren die vorläufige Außerkraftsetzung der gesetzlichen Vorschrift.

Wesentliche Erwägungen des Senats:

Die Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung haben keinen Erfolg.

I. Bei der Entscheidung über den Antrag auf einstweilige Anordnung haben die Gründe, die für die Verfassungswidrigkeit der angegriffenen Maßnahmen vorgetragen werden, grundsätzlich außer Betracht zu bleiben, es sei denn, der in der Hauptsache gestellte Antrag erwiese sich als von vornherein unzulässig oder offensichtlich unbegründet. Bei offenem Ausgang des Hauptsacheverfahrens muss das Bundesverfassungsgericht eine Folgenabwägung vornehmen. Wird die Aussetzung des Vollzugs eines Gesetzes begehrt, gelten dafür besonders hohe Hürden, weil dies einen erheblichen Eingriff in die originäre Zuständigkeit des Gesetzgebers darstellt. Die für eine vorläufige Regelung sprechenden Gründe müssen so schwer wiegen, dass sie den Erlass einer einstweiligen Anordnung unabdingbar machen und in diesem Fall darüber hinaus besonderes Gewicht haben.

II. Die zugrunde liegenden Verfassungsbeschwerden sind zwar weder von vornherein unzulässig noch offensichtlich unbegründet. Insbesondere sind die Beschwerdeführenden vorliegend nicht aus Gründen der Subsidiarität gehalten, vorab fachgerichtlichen Rechtsschutz in Anspruch zu nehmen. Die Verfassungsbeschwerden erweisen sich aber auch nicht schon als offensichtlich begründet. Der Ausgang des Hauptsacheverfahrens ist vielmehr offen.

1. Der Umstand, dass der Bundesrat dem Gesetz nicht zugestimmt hat, macht das Gesetz nicht offensichtlich formell verfassungswidrig. Die Notwendigkeit einer Zustimmung des Bundesrates für das Zustandekommen des genannten Gesetzes liegt jedenfalls nicht auf der Hand, sondern wirft Fragen auf, die näherer Klärung bedürfen.

2. Die Ausgangsbeschränkung nach § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IfSG ist auch nicht offensichtlich materiell verfassungswidrig. Es liegt nicht eindeutig und unzweifelhaft auf der Hand, dass sie zur Bekämpfung der Pandemie unter Berücksichtigung des Einschätzungsspielraums des demokratischen Gesetzgebers offensichtlich nicht geeignet, nicht erforderlich oder unangemessen wäre.

a) Die Ausgangsbeschränkung dient einem grundsätzlich legitimen Zweck. Der Gesetzgeber verfolgt in Erfüllung seiner verfassungsrechtlichen Schutzpflicht das Ziel, Leben und Gesundheit zu schützen, sowie die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems als überragend gewichtigem Gemeingut und damit zugleich die bestmögliche Krankheitsversorgung sicherzustellen. Dieses Ziel soll durch effektive Maßnahmen zur Reduzierung von zwischenmenschlichen Kontakten erreicht werden.

b) Der Gesetzgeber betrachtet die Beschränkung des Aufenthalts im öffentlichen Raum als ein Mittel, um bisher in den Abendstunden stattfindende private Zusammenkünfte auch im privaten Raum zu begrenzen. Der vom Gesetzgeber erwartete Effekt, dass die Ausdehnung privater Zusammenkünfte durch die Ausgangsbeschränkung reduziert wird, ist jedenfalls nicht offensichtlich unplausibel. Es kommt hinzu, dass sich die Einhaltung der flankierenden Ausgangsbeschränkung grundrechtsschonender kontrollieren lässt als die Beschränkung privater Zusammenkünfte in privaten Räumen an sich. Ob die nächtliche Ausgangsbeschränkung geeignet ist, um ihr Ziel zu erreichen, ist fachwissenschaftlich umstritten. Ihre fehlende Eignung ist nicht evident. Der Gesetzgeber verfügt in der Beurteilung, ob die gesetzliche Regelung geeignet ist, um ihr Ziel zu erreichen, über eine Einschätzungsprärogative, die sich sowohl auf die Einschätzung und Bewertung der tatsächlichen Verhältnisse erstreckt als auch auf die etwa erforderliche Prognose und die Wahl der Mittel, um seine Ziele zu erreichen. Auch in der Beurteilung der Erforderlichkeit der Regelung kommt ihm ein Spielraum zu. Andere Mittel, die eine effektive Kontrolle vorhandener Kontaktbeschränkungen und darüber eine Reduktion der Ansteckungsrate ebenso wirksam gewährleisteten, aber weniger intensiv in Grundrechte eingriffen, liegen nicht offensichtlich auf der Hand.

c) Eine offensichtliche Unangemessenheit solcher Ausgangsbeschränkungen kann ebenfalls nicht erkannt werden. In den Hauptsacheverfahren über die Verfassungsbeschwerden wird die Verhältnismäßigkeit der hier angegriffenen gesetzlichen Regelung über die Ausgangsbeschränkung eingehender Prüfung bedürfen.

d) Die Ausgangsbeschränkung ist auch nicht deshalb offensichtlich ungeeignet, weil ihre Geltung an eine auf Landkreise und kreisfreie Städte bezogene Sieben-Tage-Inzidenz gebunden ist. Der Gesetzgeber sieht die Sieben-Tage-Inzidenz ohne klar ersichtliches Überschreiten seiner Einschätzungsprärogative als geeigneten Indikator für das Infektionsgeschehen an. Er geht davon aus, dass bei einer solchen Inzidenz eine Überlastung des Gesundheitswesens droht und die Eindämmung des Infektionsgeschehens durch Kontaktnachverfolgung endgültig nicht mehr möglich ist. Wegen der entsprechenden Erfahrungen in früheren Phasen der Pandemie hat das eine nachvollziehbare Grundlage.

III. Die deshalb nach den strengen Anforderungen an das vorläufige Außervollzugsetzen eines Gesetzes gebotene Folgenabwägung fällt zu Lasten der Beschwerdeführenden aus.

1. Erginge die einstweilige Anordnung nicht, erwiesen sich aber die Verfassungsbeschwerden später als begründet, sind die Nachteile aus der Fortgeltung der Ausgangsbeschränkung aus § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IfSG zwar von erheblichem Gewicht.

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung greift tief in die Lebensverhältnisse ein. Die Folgen der Ausgangsbeschränkung wirken sich auf nahezu sämtliche Bereiche privater, familiärer und sozialer Kontakte ebenso wie auf die zeitliche Gestaltung der Arbeitszeiten aus. Eine besondere verfassungsrechtliche Herausforderung kann die angegriffene Ausgangsbeschränkung auch für Personen bedeuten, bei denen von einer Immunisierung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auszugehen ist (§ 28c Satz 1 IfSG), wenn es so ist, dass sie für das Infektionsgeschehen nicht maßgeblich sind. Solchen Konsequenzen wirkt das Gesetz durch einen Teil der Ausnahmeregelungen entgegen, was die Folgen der Fortgeltung der Ausgangsbeschränkung abmildert. Die Einschränkungen privater Lebensgestaltung durch die Ausgangsbeschränkung außerhalb der Ausnahmetatbestände reichen dennoch weit. Die mit der Ausgangsbeschränkung unmittelbar oder mittelbar verbundenen Beschränkungen der Ausübung unterschiedlicher Freiheiten können von den Betroffenen nicht außerhalb des von der Beschränkung erfassten Zeitraumes oder nach dem Ende der Geltungsdauer der angegriffenen Regelung kompensiert werden. Bei der Beurteilung ist jedoch ebenso in den Blick zu nehmen, dass die Ausgangsbeschränkung in einen Zeitraum fällt, in dem nach den bisherigen Verhaltensmustern Aktivitäten außerhalb einer Wohnung oder Unterkunft keine ganz erhebliche quantitative Bedeutung haben. Sie betrifft den Zeitraum von 22 Uhr bis 5 Uhr und lässt körperliche Bewegung im öffentlichen Raum noch bis 24 Uhr zu. Weiterhin ist zu bedenken, dass deren Geltung an den Schwellenwert der Sieben-Tage-Inzidenz von 100 gekoppelt ist. Greifen die Maßnahmen zum Schutz vor der Ansteckung mit dem Virus und liegen die Voraussetzungen nach § 28b Abs. 2 Satz 1 IfSG vor, treten die Ausgangsbeschränkung ebenso wie die weiteren Schutzmaßnahmen aus § 28b Abs. 1 IfSG außer Kraft. Nach der für die Entscheidung über die Anträge auf Erlass einstweiliger Anordnungen maßgeblichen derzeitigen Rechtslage ist zudem die Geltungsdauer bis längstens zum 30. Juni 2021 begrenzt.

2. Würde § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IfSG durch einstweilige Anordnung vorläufig außer Vollzug gesetzt, erwiese sich die Regelung aber später als verfassungsgemäß, entfiele jedoch die Ausgangsbeschränkung als bundeseinheitlich wirkende Maßnahme der Infektionsbekämpfung, was ebenfalls Nachteile von erheblichem Gewicht verursachen könnte. Damit stünde ein für die gesetzgeberische Gesamtkonzeption der Maßnahmen zur Infektionsbekämpfung bedeutsames Instrument nicht mehr zur Verfügung. Die Ausgangsbeschränkung dient der Kontrolle der vorhandenen allgemeinen Kontaktregelungen und soll die Bereitschaft zu deren Einhaltung fördern. Dem kommt angesichts der nach wie vor absolut und relativ hohen Zahl von nachgewiesenen Neuinfektionen, der derzeit als gefährlich bewerteten Virusvarianten, den schweren Krankheitsverläufen und den Todesfällen erhebliche Bedeutung zu. Wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erscheinen auch deshalb notwendig, weil die Auswirkungen hoher Infektionszahlen auf die Erfolge der derzeit stattfindenden Impfungen zu berücksichtigen sind. Nach den insoweit ebenfalls nachvollziehbaren Annahmen des Gesetzgebers kann eine zu große Zahl von Infizierten bei Kontakten mit noch nicht vollständig geimpften Personen die Entstehung von Virusvarianten mit verursachen, gegen die die vorhandenen und bereits verabreichten Impfstoffe weniger gut wirken. Dem Wegfall von einheitlich geltenden und wirkenden Ausgangsbeschränkungen als Mittel zur Sicherung bestehender Kontaktbeschränkungen kommt auch insoweit erhebliche Bedeutung zu.

3. Trotz der nicht unerheblichen Belastungen für sämtliche von der Ausgangsbeschränkung Betroffenen überwiegen die damit verbundenen Nachteile nicht gegenüber denen einer Außervollzugsetzung. Zwar kann die während der Ausgangsbeschränkung nicht ausübbare Freiheitsbetätigung nicht nachgeholt werden und es wird auch verstärkten physischen und psychischen Belastungen der Infektionsschutzmaßnahmen nur mit erheblichem Aufwand entgegengewirkt werden können. Stünde aber bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache die bundeseinheitliche Ausgangsbeschränkung als Instrument zur Sicherung und Kontrolle der aktuell dringend gebotenen Kontaktbeschränkungen nicht zur Verfügung, gingen damit erhebliche, wenn auch im Einzelnen nicht sicher prognostizierbare Infektionsrisiken einher. Da der Gesetzgeber die Wirkungen der mit der Ausgangsbeschränkung verbundenen Freiheitsbeeinträchtigungen zudem über Ausnahmetatbestände abgemildert hat und die Geltungsdauer der angegriffenen Regelung nach derzeitiger Rechtslage zeitlich relativ eng begrenzt ist, überwiegen die Nachteile für die Betroffenen ungeachtet der erheblichen Eingriffsintensität der Ausgangsbeschränkung nicht gegenüber den Nachteilen für einen wirksamen Infektionsschutz bei Aussetzen der Regelung.”

Video – Citation – “Ensure That No One Is Discriminated Against For Not Having Been Vaccinated”

Resolution 2361 – Original Document

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NYPD Leitfaden Zur Sensibilisierung Für Extremistische Gewaltbilder 2021 – Original Document

Datum: 14. Januar 2021
Einschränkung: Strafverfolgung sensitiv
Ursprungsorganisation: New York Police Department

Executive Summary:

“Jüngste hochkarätige Massenattacken im Westen haben die anhaltende Bedrohung gezeigt, die von einer Vielzahl von rassistisch / ethnisch motivierten gewalttätigen Extremisten und verschwörungsbedingten böswilligen Akteuren ausgeht, einschließlich solcher, die von rechtsextremen, neonazistischen und weißen Supremacisten inspiriert wurden.

Aufgrund dieses Trends rät das NYPD Intelligence Bureau den Strafverfolgungsbehörden, das Bewusstsein für Schlüsselsymbole, Symbole und Grafiken zu wahren, die mit gewalttätigen extremistischen Bewegungen verbunden sind oder von diesen angeeignet werden und die in einigen Fällen während des tödlichen und zerstörerischen Aufstands am 6. Januar US Capitol beobachtet wurden.

Während der Besitz dieser Symbole durch die Verfassung geschützt ist und allein kein ausreichender Grund für eine Festnahme oder strafrechtliche Verfolgung ist, wurden mehrere dieser Symbole verwendet, um Bedrohungen bei Vandalismus und Belästigung zu vermitteln. Die Identifizierung dieser Grafiken bietet Mitgliedern des Dienstes möglicherweise wichtige Möglichkeiten für eine verbesserte Sicherheit der Beamten bei angespannten Massenversammlungen, der Generierung von Ermittlungs-Leads und der Abschwächung von Bedrohungen.”

“Beschluss Aus Karlsruhe Stützt Sensationsurteil Aus Weimar, Rechtsbeugungsvorwurf Ohne Grundlage”

Das Coronavirus behindert die Justiz: Wie Berlins Kriminalgericht gegen den  Notstand kämpft - Reportageseite - Tagesspiegel

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2020News.DE – Zitat: “

Der Senat für Familiensachen am Oberlandesgericht Karlsruhe hat einen Beschluss (AZ 20 WF 70/21) gefaßt, der aufzeigt, dass der Rechtsbeugungsvorwurf gegenüber dem Weimarer Familienrichter Christian Dettmar ohne Rechtsgrundlage erhoben worden ist. Das OLG Karlsruhe hat mitgeteilt, dass das Familiengericht bei einer Anregung gem. § 1666 BGB verpflichtet ist, nach pflichtgemässem Ermessen Vorermittlungen einzuleiten. Es kann die Prüfung, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, nicht einfach auf das Verwaltungsgericht verlagern.

Der Beschluss des OLG Karlsruhe erging aufgrund der Beschwerde einer Mutter, die in einer Pforzheimer Schule wegen der schulinternen Anordnung von Corona-Massnahmen das körperliche, seelische und geistige Wohl ihrer Kinder gefährdet sah.

Das Familiengericht in Pforzheim hatte das Verfahren an das Verwaltungsgericht verwiesen: Die Mutter begehre die Ausserkraftsetzung schulischer Schutzanordnungen und die Überprüfung der den Anordnungen zugrundeliegenden Rechtsverordnungen. Zuständig sei hierfür das Verwaltungsgericht.

Die Mutter hatte argumentiert, dass der Gegenstand des Verfahrens eine Angelegenheit der Personenfürsorge sei, für die allein das Familiengericht zuständig sei.

Die Richterin am OLG Karlsruhe – Senat für Familiensachen – folgte der Rechtsauffassung der Mutter und hob den Beschluss des Familiengerichts Pforzheim auf: das Familiengericht sei das für die Beurteilung einer möglichen Kindswohlgefährdung zuständige Gericht, es könne die ihm per Gesetz zugewiesene Aufgabe nicht einfach auf das Verwaltungsgericht übertragen.

Der Beschluss zeigt, dass die Rechtsauffassung des Weimarer Richters Christian Dettmar rechtlich zutreffend ist. Er hatte den als Sensationsurteil bekannt gewordenen Beschluss gefasst, dass es zwei Weimarer Schulen mit sofortiger Wirkung verboten sei, den Schülerinnen und Schüler vorzuschreiben, Mund-Nasen-Bedeckungen aller Art (insbesondere qualifizierte Masken wie FFP2-Masken) zu tragen, AHA-Mindestabstände einzuhalten und/oder an SARS-CoV-2-Schnelltests teilzunehmen. Zugleich so Richter Dettmar, sei der Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten.

Der Beschluss von Richter Dettmar ist – weltweit erstmalig – nach Auswertung von Sachverständigengutachten ergangen. Die Biologin Prof. Dr. Ulrike Kämmerer hatte eine Expertise zur fehlenden Aussagekraft der PCR-Tests erstellt. Die Hygienikerin Prof. Dr. Ines Kappstein hatte die aktuelle Studienlage zu den Masken ausgewertet und deren fehlenden Nutzen zur Virusabwehr bei gleichzeitiger Schädlichkeit der Masken für ihre Träger unter anderem durch Verkeimung festgestellt. Der Psychologe Prof. Dr. Christoph Kuhbandner hatte die psychische Beeinträchtigung der Kinder durch die Massnahmen untersucht. Der Richter folgte in seinem Beschluss den Erkenntnissen der Experten und bejahte eine Kindswohlgefährdung bei Fortsetzung der Massnahmen (Urteil im Volltext inklusive Sachverständigengutachten).

Wegen der – rechtlich korrekten – Annahme seiner Zuständigkeit war Richter Dettmar von der Staatsanwalt Erfurt und in den Medien der Rechtsbeugung bezichtigt worden. Aufgrund des Rechtsbeugungsvorwurfs wurde eine Hausdurchsuchung im Büro, im PKW und in den Privaträumlichkeiten des Richters durchgeführt, wurden sein Handy und Laptop beschlagnahmt und gespiegelt. Dem Vorgehen der Staatsanwalt gegen Richter Dettmar ist nun spätestens mit dem Beschluss aus Karlsruhe der Boden entzogen. Sein Strafverteidiger Dr. Gerhard Strate hatte sich bereits zuvor öffentlich dahingehend geäußert, dass er keinerlei Rechtsgrundlage für ein strafrechtliches Vorgehen gegen den Richter erkennen können.

Auch gegen eine Weilheimer Familienrichterin, die in einem gleichgelagerten Fall ihre Zuständigkeit bejaht und wegen Kindswohlgefährdung gegen die Maskenpflicht von zwei Schülern entschieden hatte, laufen derzeit – bei der Staatsanwaltschaft IV in München – Ermittlungen wegen Rechtsbeugung wegen Entscheidung trotz Unzuständigkeit. Für dieses Verfahren ist der Karlsruher Beschluss in gleicher Weise relevant.”

https://2020news.de/beschluss-aus-karlsruhe-stuetzt-sensationsurteil-aus-weimar-rechtsbeugungsvorwurf-gegen-richter-ohne-grundlage/

Netzwerk kritische Richter & Staatsanwälte – Statement Zu Corona-Maßnahmen vor dem Familiengericht

BMJV | Strafprozesse während der Corona-Epidemie

Die Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 sind nun bereits seit über einem Jahr allgegenwärtig und machen auch vor den Kindschaftssachen nicht halt. In der Regel lassen sich die zugrunde liegenden Fragen mit dem altbekannten familienrechtlichen Instrumentarium gut bewältigen, insbesondere sachlich und am Kindeswohl orientiert.

Umso erstaunlicher sind die aktuellen Vorgänge rund um zwei familiengerichtliche Entscheidungen[1], welche kontrovers diskutiert werden und extreme Gegenreaktionen[2] hervorgerufen haben. Die zugrunde liegende familienrechtliche Konstellation soll im folgenden Beitrag näher beleuchtet werden.

I.             Ausgangspunkt der Verfahren

Ausgangspunkt beider Verfahren waren Anregungen nach § 1666 BGB. Bei Verfahren wegen Gefährdung des Kindeswohls gemäß § 1666 BGB handelt es sich um echte Amtsverfahren im Sinne von § 24 FamFG. Diese können sowohl auf Anregung von Personen oder Institutionen eingeleitet werden (was regelmäßig z. B. auf Anregung des Jugendamtes, eines Elternteils, eines Arztes oder des Kindes selbst geschieht) als auch von Amts wegen unmittelbar durch das Gericht (Hammer in: Prütting/Helms, FamFG, 5. Aufl. 2020, § 151 FamFG, Rn. 39).

Schon nach früherem Recht hatte das Familiengericht nach Hinweisen und Anzeigen aller Art ein Verfahren nach § 1666 BGB zu eröffnen und von Amts wegen Ermittlungen anzustellen, sofern hierfür „bei sorgfältiger Überlegung Anlass“ bestand (Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666, Rn. 88); diese Einleitungsschwelle für Kindesschutzermittlungen entspricht den „gewichtigen Anhaltspunkten für die Gefährdung“ des § 8a Abs 1 SGB VIII und der „möglichen Gefährdung“ des § 157 Abs. 1 FamFG. Ob diese Einleitungsschwelle durch bestimmte bekannt gewordene Tatsachen überschritten ist oder nicht, entscheidet der zuständige Familienrichter im Rahmen seiner richterlichen Unabhängigkeit.

Stellt das Gericht nach der Vorprüfung fest, dass ausreichend Anlass zu einer Verfahrenseinleitung besteht, ist es verpflichtet, das Verfahren einzuleiten (Ahn-Roth in: Prütting/Helms, FamFG, 5. Aufl. 2020, § 24 FamFG). Folgt das Gericht der Anregung nach Absatz 1 nicht, hat es denjenigen, der die Einleitung angeregt hat, darüber zu unterrichten, soweit ein berechtigtes Interesse an der Unterrichtung ersichtlich ist, § 24 Abs. 2 FamFG.

Im pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts liegt es auch, ob es ein Hauptsacheverfahren oder wegen besonderer Dringlichkeit sogleich (auch oder nur) ein Anordnungsverfahren nach §§ 49 ff FamFG einleitet (Hammer in: Prütting/Helms, FamFG, 5. Aufl. 2020, § 157 FamFG, Rn. 9).

II.          Verfahrensgang

Ist das Verfahren durch das Gericht eingeleitet worden, hat das Gericht gemäß § 26 FamFG von Amts wegen die zur Feststellung der entscheidungserheblichen Tatsachen erforderlichen Ermittlungen durchzuführen. In Verfahren der einstweiligen Anordnung kann das Gericht gemäß § 49 FamFG eine vorläufige Maßnahme treffen, soweit dies nach den für das Rechtsverhältnis maßgebenden Vorschriften gerechtfertigt ist und ein dringendes Bedürfnis für ein sofortiges Tätigwerden besteht. Dies kann auch ohne vorherige mündliche Verhandlung geschehen (§ 51 Abs. 2 Satz 2 FamFG). Die gesetzlich vorgesehenen persönlichen Anhörungen können bei Gefahr in Verzug nachgeholt werden, §§ 159 Abs. 3 Satz 2, 160 Abs. 4 FamFG.

Der Erlass einer einstweiligen Anordnung steht nicht im Ermessen des Gerichtes, sondern bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 49 FamFG besteht eine Verpflichtung zu einer entsprechenden Entscheidung (Feskorn in: Zöller, Zivilprozessordnung, 33. Aufl. 2020, § 49 FamFG). Die Notwendigkeit der unverzüglichen Prüfung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung gemäß § 1666 BGB beruht auf der Rolle des Familiengerichtes im Rahmen des staatlichen Wächteramtes gemäß Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG und wird in der deklaratorischen Regelung des § 157 Abs. 3 FamFG noch hervorgehoben (vgl. Hammer in: Prütting/Helms, FamFG, 5. Aufl. 2020, § 157 FamFG).

Die Anforderungen an die Sachverhaltsermittlung sind im einstweiligen Anordnungsverfahren umso höher, je geringer der möglicherweise eintretende Schaden des Kindes wiegt, in je größerer zeitlicher Ferne der zu erwartende Schadenseintritt liegt und je weniger wahrscheinlich dieser ist (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 29. September 2015 – 1 BvR 1292/15 –, juris Rn. 20).

In der Praxis kommt es nicht selten vor, dass während der Durchführung eines Hauptsacheverfahrens nach § 1666 BGB sich die Hinweise und Feststellungen in Bezug auf eine Kindeswohlgefährdung derart verdichten, dass die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts und dessen zeitliche Nähe so groß erscheinen, dass ein weiteres Zuwarten nicht (mehr) vertretbar und daher direkt eine einstweilige Anordnung zu erlassen ist. Geschieht dies im Zuge eines Erörterungstermins im Hauptsacheverfahren, ist diesbezüglich aufgrund der Eigenständigkeit des Verfahrens der einstweiligen Anordnung gemäß § 51 Abs. 3 Satz 1 FamFG ein selbständiges Verfahren einzuleiten, wobei Neueintragung des Verfahrens und die Anlegung einer neuen Verfahrensakte auch im Anschluss an den Termin erfolgen können (Hammer in: Prütting/Helms, FamFG, 5. Aufl. 2020, § 157 FamFG, Rn. 31). Aber auch unabhängig von der Durchführung eines Erörterungstermins im Hauptsacheverfahren ist eine einstweilige Anordnung zu erlassen, sobald die Ermittlungen ergeben, dass die Voraussetzungen der §§ 49 ff FamFG vorliegen.

Wann genau die Eingriffsschwelle des § 1666 BGB erreicht ist, entscheidet ebenso wie bei der Einleitung des Verfahrens der zuständige Richter im Rahmen seiner richterlichen Unabhängigkeit.

Gemessen an diesen allgemeinen Grundsätzen bewegen sich die beiden Entscheidungen verfahrensrechtlich klar im zulässigen Rahmen; offenbar waren die zuständigen Richter aufgrund der zum Zeitpunkt des Erlasses vorliegenden Feststellungen davon überzeugt, dass Wahrscheinlichkeit und zeitliche Nähe eines Schadenseintritts derart groß waren, dass sie sich nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet sahen, eine diesbezügliche einstweilige Anordnung zu erlassen.

III.          Rechtsweg

Das Amtsgericht Waldshut-Tiengen (Beschluss vom 13. April 2021 – 306 AR 6/21 –juris) vertritt die Auffassung, bei Anträgen und Anregungen von Sorgeberechtigten auf Tätigkeitwerden des Gerichts gemäß § 1666 Abs. 4 BGB gegen schulische Anordnungen wie die Verpflichtung von Schülern zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz, Abstandsgeboten und Testanordnungen in der Schule wegen behaupteter Kindeswohlbeeinträchtigungen handele es sich nicht um Kindschaftssachen im Sinne des FamFG. Vielmehr seien diese Verfahren gemäß § 17a GVG an die Verwaltungsgerichte zu verweisen.

Hierbei vermischt das Amtsgericht Waldshut-Tiengen jedoch die nachstehend aufzugreifende, berechtigte Frage, ob die Familiengerichte im Rahmen von Maßnahmen nach § 1666 BGB Gebote oder Verbote bezüglich der schulischen Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 wie Masken- und Testpflicht oder Abstandsgebote treffen können, oder nicht, mit der Frage des Rechtswegs. Genauso wie das Gewicht der etwaig zu treffenden Maßnahmen nicht maßgeblich für die Feststellung der Kindeswohlgefährdung ist und sich die Frage nach den erforderlichen und geeigneten Maßnahmen und nach deren Verhältnismäßigkeit erst stellt, wenn eine Kindeswohlgefährdung feststeht (BGH, Beschluss vom 23. November 2016 – XII ZB 149/16 –, BGHZ 213, 107-120, juris. Rn. 15), so ist auch die Frage der Verfahrenseinleitung und des Rechtswegs unabhängig davon, welche Maßnahmen etwaig erforderlich sind.

§ 17a GVG ist in echten Amtsverfahren wie dem Verfahren nach § 1666 BGB nicht anwendbar; eine Verweisung kommt aus der Natur der Sache heraus nicht in Betracht (Zöller, Zivilprozessordnung, 33. Aufl. 2020, § 17a GVG, Rn. 21). Die Anwendung des § 17 a GVG durch das Familiengericht würde voraussetzen, dass eine Verweisung des Verfahrens nach den Verfahrensregeln überhaupt möglich ist, was nur in den echten Streitsachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit und den Antragsverfahren der Fall ist, denn bei den Amtsverfahren obliegt die Einleitung des Verfahrens der eigenständigen Entschließung des zuständigen Gerichtes (OLG Zweibrücken NJW-RR 99, 1682). Dies ergibt sich auch bereits eindeutig aus der Gesetzesbegründung (BT-Drucks 16/6308, 318): „In Verfahren, die von Amts wegen einzuleiten sind, fehlt es bereits im Ausgangspunkt an der Beschreitung eines Rechtsweges, so dass für die Anwendung der Vorschrift in diesen Fällen von vornherein kein Raum ist.“

Für eine Anregung nach § 1666 BGB – gleich welchen Inhalts – ist daher das Familiengericht zuständig. Dieses entscheidet, ob es ein Verfahren einleitet oder nicht. Leitet es kein Verfahren ein, dann gibt es nichts, was verwiesen werden könnte oder müsste. Leitet es aufgrund eines mitgeteilten Sachverhalts ein Verfahren ein, kommt dann jedoch nach seiner Prüfung zu dem Ergebnis, dass keine familiengerichtlichen Maßnahmen angezeigt sind, dann hat es dies in einer Endentscheidung auszusprechen. Auch in diesem Falle ist für eine Verweisung an die Verwaltungsgerichte nach § 17a GVG kein Raum.

IV.        Tatbestandsvoraussetzungen: Kindeswohlgefährdung und Elternvorrang

1.    Kindeswohlgefährdung

Es soll im vorliegenden Beitrag ausdrücklich dahinstehen, ob und ggf. inwieweit durch bestimmte Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 an Schulen das körperliche, geistige oder seelische Wohl von Kindern gefährdet ist oder nicht. Vorliegend geht es nur um den rechtlichen Rahmen für Entscheidungen dieser Art und nicht um Feststellungen in tatsächlicher Hinsicht. Die jeweils zuständigen Familiengerichte müssen mit Blick auf jedes einzelne Kind, mit dem sie befasst sind, ihre eigenen Feststellungen bezüglich einer Kindeswohlgefährdung treffen. Die daraus folgende Sachentscheidung ist Kernbestandteil der richterlichen Tätigkeit in Kindschaftssachen. Es verbietet sich in einem Rechtsstaat, zu dessen maßgeblichem Fundament die Unabhängigkeit der Justiz als Dritte Gewalt gehört, jegliche äußere Einmischung in die richterliche Entscheidung. Für die Korrektur etwaiger Fehlentscheidungen ist der Rechtsweg vorgesehen. „Nichtanwendungserklärungen“ und Medienschelte erscheinen demgegenüber wenig zielführend und zeugen von einem bedenklichen Mangel an Respekt gegenüber einer richterlichen Entscheidung und auch gegenüber den Feststellungen von gerichtlich bestellten Sachverständigen.

2.    Elternvorrang

Mit dem weiteren Merkmal des § 1666 Abs. 1 BGB, nämlich dass die Kindeseltern nicht bereit oder nicht in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden, kommt der Gesetzgeber den Anforderungen des Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG nach: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Der Staat muss – auch unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten – den Eltern stets die Gelegenheit geben, die Gefahr selbst abzuwenden, bevor er an ihrer Stelle Maßnahmen ergreift.

Die Vorschrift des § 1666 BGB dient jedoch nicht lediglich dazu, etwaige Einschränkungen der Erziehungsfähigkeit von Eltern oder sonstige Defizite des Elternhauses im Rahmen des staatlichen Wächteramtes nach Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG aufzufangen. Vielmehr ist diese Regelung Ausformung der nicht nur verfassungsrechtlich, sondern auch völkerrechtlich – insbesondere aufgrund der UN-Kinderkonvention – umfassend bestehenden Verpflichtung, Kinder zu schützen. Anknüpfungspunkt dafür sind die subjektiven, eigenen Rechte der Kinder. § 1666 BGB ist nicht nur Eingriffsnorm, sondern auch Schutznorm (BeckOGK/Burghart BGB § 1666 Rn. 9). Zum Schutz des persönlichen Wohls des Kindes können die Rechte der Eltern, das Kind zu erziehen, und das Recht des Kindes, nur von seinen Eltern erzogen zu werden, sowohl eingeschränkt als auch gegen die Beeinträchtigung durch Dritte gesichert werden (BeckOGK/Burghart BGB § 1666 Rn. 1).

Die Tatsache, dass die Konstellation von in der Erziehungsfähigkeit eingeschränkten Eltern in der familiengerichtlichen Praxis den häufigsten Anwendungsfall für familiengerichtliche Maßnahmen gemäß § 1666 BGB darstellt und daher auch in Rechtsprechung und Literatur viel Raum einnimmt, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die gesetzliche Konzeption sich gerade nicht auf solche Fälle beschränkt.

Der Rechtsschutz der Kinder ist im Vergleich zum allgemeinen, auf Erwachsene bezogenen zivilrechtlichen Rechtsschutzsystem bedingt durch die Fürsorge- und Entwicklungsbedürftigkeit von Kindern und die vorrangige Übertragung der umfassenden Verantwortung für das Kind auf seine Eltern in besonderer Weise ausgestaltet; demgemäß ist hinsichtlich des Kindesrechtsschutzes zu unterscheiden zwischen dem Verhältnis des Kindes zu seinen Eltern einerseits und zu Dritten andererseits (Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666, Rn. 10).

§ 1666 BGB wurde seit seiner Entstehung mehrfach geändert. Ursprünglich lautete § 1666 Abs. 1 Satz 1: „Wird das geistige oder leibliche Wohl des Kindes dadurch gefährdet, daß der Vater das Recht der Sorge für die Person des Kindes mißbraucht, das Kind vernachlässigt oder sich eines ehrlosen oder unsittlichen Verhaltens schuldig macht, so hat das Vormundschaftsgericht die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßregeln zu treffen.“ Von dieser allein auf Versäumnisse des Sorgeberechtigten abstellenden Sichtweise ist der Gesetzgeber bereits im Jahre 1980 abgerückt, indem er formulierte: „Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes durch mißbräuchliche Ausübung der elterlichen Sorge, durch Vernachlässigung des Kindes, durch unverschuldetes Versagen der Eltern oder durch das Verhalten eines Dritten gefährdet, so hat das Vormundschaftsgericht, wenn die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden, die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Das Gericht kann auch Maßnahmen mit Wirkung gegen einen Dritten treffen.“

Durch das Nebeneinanderstellen der Alternativen „Versagen der Eltern“ und „Verhalten eines Dritten“ wird deutlich, dass es sich um zwei getrennte Tatbestandsmerkmale handelt; das Merkmal der Gefährdung durch das Verhalten eines Dritten kann unabhängig von einem etwaigen Versagen der Eltern verwirklicht werden. Im Zuge dieser Reform des § 1666 BGB wurde intensiv diskutiert, ob das Familiengericht (damals noch: Vormundschaftsgericht) direkt gegen einen das Kindeswohl gefährdenden Dritten vorgehen können sollte oder nicht (vgl. BT-Drucks 8/2788, 39, 59). Der Gesetzgeber hat sich für ersteres entschieden und festgehalten, dass dem Vorrang der Elternverantwortung dadurch Genüge getan werde, dass im familiengerichtlichen Verfahren jeweils die Weigerung oder Unfähigkeit der Eltern, die Gefahr abzuwenden, festgestellt werden müsse (BT-Drucks 8/2788, 39). Die Unfähigkeit der Eltern war dabei nicht auf Defizite in der Erziehungsfähigkeit beschränkt, sondern allgemein gefasst; zudem sollte es dem Gericht durch die Vorschrift ermöglicht werden, neben den Eltern direkt gegen den Dritten vorzugehen, da es für „nicht sachgerecht“ gehalten wurde, wenn die Eltern erst selbst gegen den Dritten den Zivilprozessweg beschreiten müssten oder das Gericht die Eltern zu prozessualen Maßnahmen gegen den Dritten anzuhalten hätte (BT-Drucks 8/2788, 39). Ergänzend zur verschuldensunabhängig gefassten Gefährdung wurde darauf abgestellt, dass die Eltern „nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden“, um dem grundgesetzlich garantierten Erziehungsvorrang der Eltern Rechnung zu tragen (BT-Drucks 8/2788, 58).

Bei der Schaffung der heutigen Fassung des § 1666 BGB im Jahr 2008 ging es dem Gesetzgeber dann in erster Linie darum, die Familiengerichte im Rahmen einer „Verantwortungsgemeinschaft“ mit dem Jugendamt früher einzubeziehen und ein konstruktiveres Tätigwerden mit einer Vielfalt möglicher Eingriffsmaßnahmen zu ermöglichen (BT-Drucks 16/6815, 1, 9). Hinsichtlich der Alternativität von Gefährdung durch Versagen der Eltern und Gefährdung durch einen Dritten gab es keinen Änderungsbedarf. Vielmehr wurde die Abkehr vom Verschuldensprinzip noch konsequenter umgesetzt, indem allein auf die objektiv bestehende Gefahr für das Kind abgestellt wurde, unabhängig davon, woher diese rührt. In der Gesetzesbegründung ist dazu festgehalten (BT-Drucks 16/6815, 10): „Da „das Wohl des Kindes den Richtpunkt für den Auftrag des Staates gemäß Art. 6 Abs. 2 GG“ (BVerfGE 24,119,144) bildet, muss die Gefährdung des Kindes der entscheidende Anknüpfungspunkt für das Eingreifen staatlicher Schutzmaßnahmen sein. Das Auftreten einer Schutzlücke wäre mit dem Grundrechtsschutz des Kindes als eigenständiger Persönlichkeit nicht vereinbar.“ Diese objektive Gefahr für das Kind umfasst die vorherigen Alternativen „Gefährdung durch Versagen der Eltern“ und „Gefährdung durch einen Dritten“ (vgl. MüKoBGB/Lugani BGB § 1666 Rn. 105).

Die Auffassung des Amtsgericht Waldshut-Tiengen (Beschluss vom 13. April 2021, 306 AR 6/21, juris), § 1666 BGB enthalte lediglich tatbestandlich begrenzte Ermächtigungen für Eingriffe des Staates in die Personen- und Vermögenssorge der Eltern, lässt den gerade mit der Reform des § 1666 BGB im Jahr 2008 durch den Gesetzgeber verfolgten Zweck des umfassenden Schutzes der Rechte des Kindes gänzlich außer Acht.

V.          Rechtsfolgenseite des § 1666 BGB

Gemäß § 1666 Abs. 1 BGB hat das Familiengericht, wenn das körperliche, geistige oder seelische Wohl eines Kindes gefährdet wird und die Eltern nicht bereit oder nicht in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden, die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind. Aus dem Gesetzeswortlaut ergeben sich diesbezüglich keinerlei Einschränkungen, und bei den in § 1666 Abs. 3 BGB genannten Maßnahmen handelt es sich lediglich um eine beispielhafte Aufzählung, welche keineswegs abschließend ist (Thormeyer in: Herberger/Martinek/Rüßmann/Weth/Würdinger, jurisPK-BGB, 9. Aufl., § 1666 BGB, Rn. 11).

Es kommen insbesondere nicht nur Eingriffe in das Sorgerecht in Betracht, sondern auch Maßnahmen gegen Dritte. Die Vorschrift des § 1666 Abs. 4 BGB bietet dem Familiengericht eine Eingriffsmöglichkeit auch gegenüber Dritten, wenn aufgrund der Einwirkung dieses Dritten eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt, die durch die Eltern nicht abgewendet werden kann, wobei bei der Wahl des Mittels stets der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz zu beachten ist (Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 24. März 2016, 9 UF 132/15, juris, Rn. 17). Dabei besteht möglicherweise auch eine Pflicht des Staates, einem Gefährdungspotential aus dem gesellschaftlichen Raum entgegenzuwirken (Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666, Rn. 4a).

1.    Begriff des „Dritten“

„Dritter“ im Sinne dieser Vorschrift ist jeder Nichtelternteil bzw. jede nichtsorgeberechtigte Person (Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666, Rn. 237; vgl. auch OLG Frankfurt a. M., Beschluss vom 2.4.2019, 1 UF 247/17, NJW 2019, 2865, Rn. 15; Johannsen/Henrich/Althammer/Jokisch BGB § 1666, Rn. 124; Kaiser/Schnitzler/Schilling/Sanders, BGB, § 1666, Rn. 23).

Der klassische Fall einer familiengerichtlichen Maßnahme gegen einen Dritten gemäß § 1666 Abs. 4 BGB ist eine Wohnungswegweisung oder ein Kontaktverbot bezüglich einer sexuell übergriffigen Person (vgl. Thormeyer in: Herberger/Martinek/Rüßmann/Weth/Würdinger, jurisPK-BGB, 9. Aufl., § 1666 BGB. Rn. 101). Es ist aber anerkannt, dass „Dritter“ im Sinne von § 1666 Abs. 4 BGB auch die Betreiberin eines Wohnheims oder sogar eine psychiatrische Klinik mit einer geschlossenen Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie – und damit Aufgaben der öffentlichen Hand wahrnehmend – sein kann (vgl. Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666, Rn. 237; AG Wedding, Beschluss vom 17.07.1992, 50 X 67/92; AG Kassel, DAVorm 1996, 411; Johannsen/Henrich/Althammer/Jokisch BGB § 1666 Rn. 124; MüKoBGB/Lugani, 8. Aufl. 2020, BGB § 1666 Rn. 214, 215). Weder in der Rechtsprechung noch in der Literatur aus der „Zeit vor Corona“ finden sich Hinweise darauf, dass die eine Schule leitende Person anders zu behandeln wäre. Nach der Konzeption des § 1666 BGB ist allein entscheidend, dass es sich um eine Maßnahme handelt, die zur Abwendung der Gefahr unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit erforderlich ist. Dabei ist anhand der Rechtsprechung auch festzustellen, dass solche Maßnahmen bezüglich Dritter für diese teilweise weitreichende Folgen haben, wobei die familiengerichtlichen Maßnahmen auch in bestehende Miet- und Arbeitsverhältnisse eingreifen können (vgl. AG Berlin-Tiergarten, Streit 1992, 89, 90 f: Bei Verdacht sexuellen Missbrauchs durch Hausbewohner nicht Entfernung der Kinder [so Jugendamt], sondern „go-order“ gegen mutmaßlichen Täter; ähnlich AG Berlin-Wedding WuM 1992, 470 f: gewalttätiger Hausmeister ist vom Dienst zu suspendieren und von Wohnanlage fernzuhalten; OLG Köln KindPrax 1999, 95 f: Verbot, das Stadtgebiet von Kerpen zu betreten, OLG Zweibrücken Beschluss vom 05.11.1993 – 3 W 165/93, NJW 1994, 1741: Verbot in der Nachbarschaft zu wohnen).

2.    Keine Beschränkung auf den privaten Bereich

Die beiden Entscheidungen aus Weimar und Weilheim und ihre Gegenreaktionen geben jedoch Anlass zu der Frage, ob eine teleologische Reduktion der Norm dahingehend angezeigt ist, dass das Familiengericht keine Maßnahmen in Bezug auf eine Kindeswohlgefährdung gegen eine Person ergreifen darf, die in staatlicher Funktion handelt. Allein diese Fragestellung ist frappierend, denn welche staatliche Stelle würde das Wohl von Kindern gefährden? Der Staat darf Kinder nicht nur genauso wenig schädigen wie eine natürliche Person, sondern er ist aufgrund der Tatsache, dass Kinder sich noch nicht selbst schützen können aber dennoch Grundrechtsträger sind, wie oben aufgezeigt unter Beachtung des Erziehungsvorrangs der Eltern umfassend zum Schutz der Kinder berufen. Wie kann sich dann überhaupt die Frage stellen, ob eine staatliche Maßnahme das Kindeswohl gefährdet und ob das Familiengericht dieser Gefährdung dann nach den allgemeinen Grundsätzen begegnen muss?

Hier ist zunächst noch einmal darauf zu verweisen, dass es auf die tatsächlichen Feststellungen des Einzelfalls ankommt, zu denen hier keine Bewertung abgegeben werden soll (s. o.). Die aufgeworfene Frage der Grenzen familiengerichtlicher Maßnahmen kann sich jedoch auch unabhängig von Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 stellen.

Dass das Familiengericht Maßnahmen nach § 1666 BGB grundsätzlich auch gegenüber einer Person ergreifen kann, welche eine öffentliche Aufgabe wahrnimmt, ergibt sich bereits aus § 1837 BGB. Gemäß § 1837 Abs. 4 BGB gilt § 1666 BGB im Verhältnis zum Vormund entsprechend. Eine Privilegierung des in öffentlicher Funktion handelnden Vormundes ist in § 1837 Abs. 3 BGB lediglich hinsichtlich der Festsetzung eines Zwangsgeldes vorgesehen, indem es heißt: „Das Familiengericht kann den Vormund und den Gegenvormund zur Befolgung seiner Anordnungen durch Festsetzung von Zwangsgeld anhalten. Gegen das Jugendamt oder einen Verein wird kein Zwangsgeld festgesetzt.“ Grund für diese Privilegierung ist ausweislich der Gesetzesbegründung, dass die Festsetzung eines Zwangsgeldes „mit der Stellung auch des Behördenbetreuers, der die Betreuung in Wahrnehmung einer öffentlichen Aufgabe ausübt, nicht zu vereinbaren“ wäre (BT-Drucks 11/4528). Ob man den Rechtsgedanken dieser Privilegierung in der Vollstreckung familiengerichtlicher Maßnahmen über den Bereich der Amtsvormundschaften hinaus auch auf die Durchsetzung von Maßnahmen nach § 1666 BGB gegen andere eine „öffentliche Aufgabe“ ausführende Personen übertragen könnte oder müsste, erscheint bislang ungeklärt; es dürfte insoweit aber an einer planwidrigen Regelungslücke fehlen. Zudem beruht die Privilegierung des Amtsvormundes auch auf Überlegungen zu den organisatorischen Gegebenheiten innerhalb der Anstellungskörperschaft des Vormunds (Staudinger/Veit (2014) BGB § 1837, Rn. 60, BT-Drucks 17/3617, 8), welche sich nicht ohne Weiteres übertragen lassen. Jedenfalls ist von dieser Privilegierung ausdrücklich nur die Vollstreckung einer familiengerichtlichen Maßnahme betroffen und nicht die familiengerichtliche Anordnung an sich.

Nicht zu verwechseln[3] ist das Ergreifen einer familiengerichtlichen Maßnahme nach § 1666 BGB gegen einen das Kindeswohl gefährdenden Dritten, welcher in Wahrnehmung einer öffentlichen Aufgabe handelt, mit dem Verhältnis zwischen Familiengericht und Jugendamt im Rahmen der „Verantwortungsgemeinschaft“ und der Frage der Entscheidungskompetenz bezüglich der Erbringung öffentlicher Hilfen. Diese Verschränkung familiengerichtlicher und sozialrechtlicher Schutzansätze unter dem Dach des „staatlichen Wächteramts“ ist organisations- und kompetenzrechtlich vom Gesetzgeber nicht klar strukturiert“ (Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666a. Rn. 13). Es wird überwiegend davon ausgegangen, dass das Familiengericht gegenüber dem Jugendamt keine Kompetenz zur Anordnung der Durchführung einer bestimmten Hilfsmaßnahme hat. Dies hat seinen Grund jedoch im Entscheidungsprimat des Jugendamtes bezüglich der Frage, ob und welche öffentlichen Hilfen in einem Gefährdungsfall zur Gefahrabwendung geeignet sind (Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666a, Rn. 13). Das Jugendamt ist dabei für den Schutz des Kindes tätig und gerade nicht als „Dritter“, der das Kindeswohl gefährdet. Aufgrund seiner Schutzfunktion und seiner besonderen fachlichen Kompetenz ist das Jugendamt in Verfahren nach § 1666 BGB gemäß § 162 II FamFG stets zu beteiligen. Dies ist eine grundlegend andere Stellung gegenüber dem Familiengericht, als wenn eine öffentliche Stelle als „Dritter“ am Verfahren beteiligt wird. Aus der nach h. M. fehlenden Kompetenz des Familiengerichts zu Anordnungen gegenüber dem Jugendamt im Rahmen der Verantwortungsgemeinschaft kann daher nicht auf eine fehlende Kompetenz des Familiengerichts zur Anordnung gegenüber einem in öffentlicher Funktion tätigen Dritten geschlossen werden.

Für eine solche teleologische Reduktion des § 1666 BGB auf nicht-staatliche Adressaten der Maßnahmen könnte sprechen, dass Sinn und Zweck der Vorschrift die Ausfüllung des staatlichen Wächteramtes ist und dass der Staat selbst nicht erst über den Umweg des staatlichen Wächteramtes dazu verpflichtet ist, Kinder nicht zu gefährden, sondern dass jegliche staatliche Stelle aufgrund der Gesetzesbindung bei ihrem Handeln ohnehin sicherstellen muss, Kinder nicht zu schädigen. Eine solche Sichtweise würde jedoch den Grundsatz der Gewaltenteilung verletzen; in diesem Rahmen ist es essenzieller Bestandteil unserer verfassungsmäßigen Ordnung, dass die drei Gewalten sich gegenseitig kontrollieren. Würde man die Rechtsmäßigkeit des Handelns einer staatlichen Stelle immer als gegeben voraussetzen, bräuchte es den Grundsatz der Gewaltenteilung nicht.

Es stellt sich daher die Frage, ob für die Abwendung einer Kindeswohlgefährdung durch eine staatliche Stelle der Verwaltungsrechtsweg eine Art Sperrwirkung für das Tätigwerden des Familiengerichts entfaltet, oder ob daneben auch familiengerichtliche Maßnahmen ergriffen werden können. Zu beachten ist dabei, dass diese beiden Bereiche des Verwaltungs- und Familienrechts grundsätzlich nebeneinanderstehen, sich aber bezüglich mancher Lebenssachverhalte überschneiden, etwa bei der Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Inobhutnahme gemäß § 42 SGB VIII oder bei der Gewährung öffentlicher Hilfen. Ein spezifisch die Gefahr für ein Kind abwendender Rechtsakt ist dabei nur im Familienrecht über § 1666 BGB verankert, insofern ist ein Vorgehen nach § 1666 BGB spezieller gegenüber der allgemeinen verwaltungsrechtlichen Prüfung des staatlichen Handelns. Das familienrechtliche Verfahren nach § 1666 BGB ist in mehrfacher Hinsicht durch kinder- und kinderschutzbezogene Besonderheiten geprägt, wozu auch der Beschleunigungsgrundsatz gehört. Zudem sind die Verfahren vor den Verwaltungsgerichten antrags- bzw. klageabhängig ausgestaltet, während der Gesetzgeber bei der Regelung des § 1666 BGB bewusst auf ein solches Erfordernis verzichtet hat. Letzteres ergibt sich aus der Funktion des staatlichen Wächteramtes, dessen Ausübung nicht von der Initiative Privater oder von Behörden abhängen kann (Staudinger/Coester (2020) BGB § 1666, Rn. 261). Eine generelle Sperrwirkung für ein Tätigwerden des Familiengerichtes allein aufgrund der Tatsache, dass es den von einem Lebenssachverhalt Betroffenen möglich wäre, die Verwaltungsgerichte damit zu befassen, scheidet daher aus.

Gegen eine Beschränkung der Adressaten familiengerichtlicher Maßnahmen auf den Kreis der Privatpersonen spricht schließlich auch der Umstand, dass § 1666 BGB inzwischen auch der Umsetzung der seit dem 15.07.2010 vorbehaltslos geltenden UN-Kinderkonvention gilt. Darin ist u. a. bestimmt: „Artikel 3 [Garantie des Kindeswohls] (1) Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.

(2) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, dem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten seiner Eltern, seines Vormunds oder anderer für das Kind gesetzlich verantwortlicher Personen den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die zu seinem Wohlergehen notwendig sind; zu diesem Zweck treffen sie alle geeigneten Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen.“

Dies unterstreicht gerade die Bindung der öffentlichen Stellen an die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls und die Verpflichtung der Vertragsstaaten, diese sicherstellenden Rechtsschutzmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Es dürfte daher auch im Wege der völkerrechtskonformen Auslegung davon auszugehen sein, dass „Dritter“ auch eine Person sein kann, die in Ausübung einer staatlichen Funktion handelt. Die Zuständigkeit der Familiengerichte zum Schutze des Kindeswohls drängt sich angesichts ihrer hierin liegenden Kernkompetenz geradezu auf. Verwaltungsgerichte haben mit derartigen Fragestellungen kaum zu tun.

3.    Inzidente Gesetzesprüfung

Eine Grenze für familiengerichtliche Auflagen ist der Rahmen der geltenden Gesetze. Es widerspräche dem Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, wenn das Familiengericht den Kindeseltern oder einem Dritten ein Verhalten auferlegen würde, das mit einem geltenden Gesetz nicht in Einklang steht. Stellt das Familiengericht eine Kindeswohlgefährdung fest und würde die zur Abwendung dieser Gefahr erforderliche Maßnahme gegen ein geltendes Gesetz verstoßen, so kommt es für das Familiengericht in seinem Verfahren nach § 1666 BGB auf die Gültigkeit des Gesetzes an. Hält das Familiengericht das betreffende Gesetz für verfassungswidrig, hat es im Falle eines förmlichen Gesetzes das Verfahren auszusetzen und die Entscheidung des Verfassungsgerichts einzuholen, im Falle eines nicht-förmlichen Gesetzes hat es die Verfassungsmäßigkeit selbst zu prüfen und die Regelung ggf. zu verwerfen (Art. 100 Abs. 1 GG, BVerfG, Urteil vom 20. 3. 1952, 1 BvL 12/51, NJW 1952, 497). Letzteres ist in den beiden Entscheidungen aus Weimar und Weilheim geschehen.

Es ist unter dem Gesichtspunkt der Rechtssicherheit misslich, wenn die Verwaltungsgerichte und die Familiengerichte bezüglich der Prüfung der Verfassungswidrigkeit einer Norm zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Für den Bürger ist es kaum nachvollziehbar, wie eine Regelung einerseits der Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren standhält, andererseits aber wegen Kindeswohlgefährdung im Einzelfall keine Anwendung finden soll. Zu beachten ist jedoch, dass es sich bei der konkreten Normenkontrolle nach Art. 100 GG um ein objektives Verfahren zum Schutz der Verfassung handelt, welches die ausschließliche Anwendung verfassungsgemäßer Normen sicherstellen soll (BeckOK GG/Morgenthaler GG Art. 100 Rn. 2) und dass diese Kontrollfunktion nur für formelle Gesetze dem Verfassungsgericht überlassen und im Übrigen in die Hände der jeweils befassten Fachgerichte gelegt ist. Eine gewisse Uneinheitlichkeit und eine gewisse Gefahr der Zersplitterung ist damit bewusst in Kauf genommen worden (vgl. BVerfG, Urteil vom 20.3.1952 – 1 BvL 12/51, NJW 1952, 497), ohne dass dies seither zu nennenswerten Problemen geführt hätte.

Der aktuelle Dissens zwischen dem Verwaltungsgericht und dem Familiengericht in Weimar ist auch kein Anlass zu grundlegender rechtsstaatlicher Sorge, da diese Abweichungen zum Teil den Besonderheiten der Ausgestaltung des jeweiligen Eilrechtsschutzes geschuldet sind und auf unterschiedlichen Feststellungen in tatsächlicher Hinsicht beruhen.

VI.          Kosten und Verfahrenswert

Für den Fall, dass das Familiengericht einer Anregung zur Einleitung eines Verfahrens wegen Gefährdung des Kindeswohls nicht folgt, gibt es keine spezielle Kostenvorschrift. Dies liegt daran, dass bei Nichteinleitung des Verfahrens auch keine Gerichtskosten anfallen (Schneider/Volpert/Fölsch, FamGKG Nr. 1313, Rn. 11). Ordnet das Gericht die Mitteilung des Dritten als Mitteilung ein, die zu Maßnahmen keinen Anlass gibt, ist sie auch statistisch nicht als Verfahren zu erfassen, und es können keine Kosten anfallen. Leitet das Gericht hingegen ein Verfahren ein, dann fallen die Kosten mit dem ersten Tätigwerden des Gerichtes an. Die Einleitung des Verfahrens impliziert, dass der jeweils zuständige Richter die Einleitungsschwelle überschritten sieht (s. o.). In diesem Fall prüft er im weiteren Verlauf, ob auch die Eingriffsvoraussetzungen des § 1666 BGB vorliegen und trifft schließlich mit der Endentscheidung eine Kostenentscheidung nach § 81 FamFG. Außerdem wird bei Beendigung des Verfahrens der Verfahrenswert festgesetzt, § 45 FamGKG. Dieser Wert kann in Amtsverfahren denklogisch nur auf dem Verfahrensgegenstand beruhen, bezüglich dessen das Amtsverfahren eingeleitet wurde.

Wie sehr eine aufgrund der Entscheidungen aus Weimar und Weilheim abgeleitete tatsächliche oder befürchtete „Antragsflut“ andere Familiengerichte irritiert hat, zeigt der Beschluss des Amtsgerichts Leipzig, 335 F 1187/21, vom 15.04.2021: Hier wurde zwar das Amtsverfahren ausdrücklich nicht wegen der schätzungsweise 350 Kinder, die von der Anregung betroffen sein könnten, eingeleitet, dennoch wurde aber bei der Verfahrenswertberechnung die Anzahl der Kinder mit 350 zugrunde gelegt, und dies im Übrigen auch noch entgegen § 45 Abs. 2 FamGKG und ohne dass besondere Umstände nach § 45 Abs. 3 FamGKG begründet worden wären.

Das Gericht hat den Verfahrenswert sodann auf 1.400.000 € (sic!) festgelegt. Eine andere Erklärung, als dass hierdurch etwaige weitere Anreger „abgeschreckt“ werden sollten, ist jedenfalls prima facie nicht erkennbar. Ob dieses Vorgehen rechtlich vertretbar ist, erscheint zweifelhaft. Ob die zugrundeliegende Anregung tatsächlich Anlass bot, die Erziehungseignung der Kindesmutter zu überprüfen, ist ebenso wie die Feststellungen der Amtsgerichte Weimar und Weilheim eine Frage, die unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls in richterlicher Unabhängigkeit zu entscheiden ist, so dass auch insoweit hier eine Bewertung unterbleibt. Das „abschreckende“ Vorgehen in kostenrechtlicher Hinsicht wirft jedoch Fragen auf.

Bei der bei Verfahrensbeendigung zu treffenden Kostenentscheidung nach § 81 FamFG ist zu berücksichtigen, dass es dem Grundgedanken des Kinderschutzes und der gesetzlichen Ausgestaltung des § 1666er-Verfahrens als Amtsverfahren nach § 24 FamFG widersprechen würde, wenn für eine Person, die aus echter Sorge um das Kind heraus dem Familiengericht einen Sachverhalt zur Prüfung der Verfahrenseinleitung unterbreitet, ein Kostenrisiko besteht. Die Auferlegung von Kosten auf die anregende Person, welche ein grobes Verschulden voraussetzt, kann daher nur in seltenen Ausnahmefällen zum Tragen kommen. Ein grobes Verschulden des Anregenden dürfte insbesondere dann nicht vorliegen, wenn das Gericht das Verfahren zwar einleitet, dann aber ohne weitere Ermittlungen zu dem Ergebnis kommt, dass keine Maßnahmen zu ergreifen sind; denn wenn die „Erfolglosigkeit“ einer solchen Anregung bereits unmittelbar nach Verfahrenseinleitung so offenkundig ist, dass man dem Anregenden „grobes Verschulden“ vorhalten könnte, dann ist sie auch so offenkundig, dass das Gericht bereits die Einleitungsvoraussetzungen nicht bejahen darf. Der Grundgedanke der aus Kinderschutzgründen kostenfreien Verfahrensführung kommt in der Praxis häufig dadurch zum Tragen, dass von der Erhebung der Gerichtskosten in der Regel abgesehen wird, wenn das Verfahren „zum Wohle und im Interesse des Kindes“ geführt wurde.

VII.        Fazit

Beschäftigt man sich eingehend mit der gesetzlichen Konzeption des familiengerichtlichen Verfahrens nach § 1666 BGB, §§ 24, 157 FamFG, so ist nachvollziehbar, auf welcher Grundlage die beiden Entscheidungen aus Weimar und Weilheim ergingen. Offenbar waren die zuständigen Richter aufgrund der zum Zeitpunkt des Erlasses vorliegenden Feststellungen davon überzeugt, dass Wahrscheinlichkeit und zeitliche Nähe eines Schadenseintritts derart groß waren, dass sie sich nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet sahen, eine diesbezügliche einstweilige Anordnung zu erlassen. Hierzu waren sie in Ausübung des staatlichen Wächteramtes auch befugt. So überraschend und ungewöhnlich die beiden Entscheidungen im Ergebnis sein mögen und so wenig eine solche Konstellation bislang in Rechtsprechung und Literatur in den Blick genommen wurde – es liegt kein Fehler im Bereich der Annahme des Rechtsweges, der Zuständigkeit als Familiengericht und der familienrechtlichen Methodik vor.

Bedenklich stimmt jedoch die Art und Weise der kontroversen Rezeption der beiden Entscheidungen und der darin enthaltenen Sachverständigenfeststellungen, welche letztlich nur durch die sehr dynamische und von großer Unsicherheit geprägte Situation der Corona-Pandemie erklärlich ist. Eine besonnene juristische Prüfung und Diskussion der Entscheidungen aus Weimar und Weilheim gerade in Bezug auf den Rechtsweg und die Zuständigkeit der Familiengerichte ist – soweit ersichtlich – bislang nicht erfolgt. Hierzu möchte der vorstehende Aufsatz einen Beitrag leisten. Ebenso erscheint es selbstverständlich, die den Entscheidungen zugrunde liegenden Sachverständigengutachten zunächst zu lesen und erst dann darüber in der Sache zu diskutieren.

Es bleibt zu hoffen, dass es den Gerichten gelingen wird, sich trotz dieser Schwierigkeiten mit der angemessenen Gelassenheit, Unvoreingenommenheit, Unaufgeregtheit aber auch Intensität der individuellen Sachverhalte anzunehmen, mit denen sie befasst werden.

Unabhängig davon verdient jede in richterlicher Unabhängigkeit getroffene ernsthafte Entscheidung Respekt. Derart fundierte Entscheidungen wie die des Familiengerichts Weimar als „ausbrechenden Rechtsakt“ zu bezeichnen, entbehrt aus familienrechtlicher Sicht jeder Grundlage.


[1] Amtsgericht Weimar, Beschluss vom 08.04.2021, 9 F 148/21, juris; Amtsgericht Weilheim, Beschluss vom 13.04.2021, 2 F 192/21, juris

[2] siehe VGH München, Beschluss vom 16.04.2021, 10 CS 21.1113, juris, Amtsgericht Leipzig, Beschluss vom 15.04.2021, 335 F 1187/21

[3] so aber VG Weimar, Beschluss vom 20.04.21, 8 E 416/21 We, juris

Reprise – WEF Commercial “By 2030 You’ll Own Nothing And You’ll Be Happy” – Uncensored

Might Be Taken Down By You Tube Soon – The Commercial was on this site https://www.weforum.org/agenda/2016/11/8-predictions-for-the-world-in-2030/
It has been deleted there already…

Check Out The Video For the Aims of the WEF. Its ALL shown in the Video by the WEF ITSELF…

It is suspected that the German politicians especially the former FDJ secretary Angela Merkel and possibly also “Manchurian Candidate” A. Baerbock (nominated as “Junge Führerin”, Young Leader by the WEF, as previously Merkel and Jens Spahn, Minister of Health, are following these “suggestions”. The German Supreme Court was filled with Merkel’s men in the last 16 years of her rule.

Es wird vermutet, dass die deutschen Politiker, insbesondere die ehemalige FDJ-Sekretärin Angela Merkel und möglicherweise auch die „Mandschurische Kandidatin“ A. Baerbock (vom WEF als „Junge Führerin“ nominiert, wie zuvor Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn, diesen „Vorschlägen“ folgen. Der Oberste Deutsche Gerichtshof wurde in den letzten 16 Jahren ihrer Herrschaft mit Merkels Auswahl besetzt.

Prof. Josef Franz Lindner (54), Verfassungsrechtler an der Universität Augsburg: „Mit Corona und Klima werden Freiheitsbeschränkungen zum Narrativ der deutschen Politik.“
Prof. Josef Franz Lindner (54), constitutional lawyer at the University of Augsburg: "With Corona and the climate, restrictions on freedom are becoming a narrative in German politics."

Idi Amin:. “There is freedom of speech, but I cannot guarantee freedom after speech.”

“Of all tyrannies, a tyranny sincerely exercised for the good of its victims may be the most oppressive” – C.S. Lewis

Europa Gemeinsam Verenden – Freudscher Versprecher

Europe Ending Together - Freudian slip of the tongue

“FIVE FREEDOMS”: Model Bill 1: Vaccine Passport/Vaccine Discrimination Prohibition Bill

‘MODEL BILL AGAINST VACCINE PASSPORTS/DISCRIMINATION.’‘How to use this model bill:1/ Cut and Paste or Screenshot this model bill to your desktop.2/ Find your state rep HERE3/ Send the model bill in an email or as an attachment to your state representative with a request that he/she sponsor it in your state.4/ If you want us to count your outreach and add your name to a list of citizen advocates around Five Freedoms, bcc Info@dailyclout.Thank you for defending liberty!’


It is the policy of the State of __________ to safeguard medical privacy and liberty, which includes protecting the public from coercive COVID-19 vaccination.  It is the policy of the State of __________ to prohibit all forms of wrongful discrimination.  This section is intended to further these policies.  The State of __________ and all of its government entities and business affiliations are prohibited from requiring any person to receive the COVID-19 vaccine or to possess a COVID-19 immunity passport, immunity pass, or other evidence certifying vaccination or immunity status.  The persons and entities subject to this section are prohibited from discriminating against any person based on non-receipt of the COVID-19 vaccine or failure to possess a COVID-19 immunity passport, immunity pass, or other evidence certifying vaccination or immunity status.

  1. Definitions.

(a) “Governmental entity” means any unit of state or local government including, but not limited to, the governor, state agencies, counties, cities, towns, political subdivisions, boards, departments, commissions, and special districts and includes all agents, contractors, and employees of any government entity.

(b) “Business affiliation” means any company contracting with or doing business with the State of __________ or a government entity or receiving public funds through any means including contracts, grants, loans, or other disbursements of taxpayer money from the State of __________ or a government entity and includes all agents, contractors, and employees of any company.

(c) “Company” means any corporation, limited liability corporation, nonprofit corporation, partnership, limited partnership, limited liability partnership, business trust, joint venture, domestic or foreign sole proprietorship, other domestic or foreign entity or business association, or any other business organization and includes any subsidiary or parent company of any business organization.

(d) “Discrimination” means a government entity or business affiliation subjecting any person to refusal to hire, failure to promote, reassignment with significantly different responsibilities, reduction in pay, significant change in benefits, or employment termination and also means refusal to allow any person to enter or patronize a government establishment or an establishment of a business affiliation on the basis of such person’s vaccination or immunity status or failure to prove vaccination or immunity status or because the person declined to be vaccinated against COVID-19 for religious, philosophical, medical, or other reason or as a matter of individual medical privacy.

(e) “Direct threat” means a significant risk of substantial harm to the health or safety of the individual or others that cannot be eliminated or reduced by reasonable accommodation. The determination that an individual poses a direct threat shall be based on an individualized assessment of the individual’s present ability to safely perform the essential functions of the job. This assessment shall be based on a reasonable medical judgment that relies on the most current medical knowledge and/or on the best available objective evidence. In determining whether an individual would pose a direct threat, the factors to be considered include: (1) The duration of the risk; (2) The nature and severity of the potential harm; (3) The likelihood that the potential harm will occur; and (4) The imminence of the potential harm.

  1. Applicability.

(a) The State of __________ and all of its government entities and business affiliations may not require any person to receive the COVID-19 vaccine or to possess a COVID-19 immunity passport, immunity pass, or other evidence certifying vaccination or immunity status and further may not discriminate against any person based on non-receipt of the COVID-19 vaccine or failure to possess a COVID-19 immunity passport, immunity pass, or other evidence certifying vaccination or immunity status.

(b) The State of __________ and all of its government entities may not enter into a contract or give a loan, grant, or any other disbursement of taxpayer money to a business affiliation that requires a person to receive the COVID-19 vaccine or to possess a COVID-19 immunity passport, immunity pass, or other evidence certifying vaccination or immunity status.

(c) A business affiliation that violates this section materially breaches its contract with the State of __________ or government entity, rendering the contract voidable by the State of __________ or government entity.

  1. Exemption. Professional healthcare facilities treating COVID-19 patients may be exempt from this section where a direct threat exists that cannot be eliminated or reduced by reasonable accommodation.

4. Construction and severability. The provisions of this section shall be construed liberally to accomplish the policies expressed herein. The provisions of this section are severable. If any provision of this section or the application thereof is held invalid, the invalidity does not affect other provisions or applications of the section, which remain enforceable.

ID2020 – Insiderin Elizabeth M. Renieris et al. – Die Gefahren Von Blockchain – “Covid19-Impfpässen”

ID2020 Announces Inaugural Class of Certified Digital ID Solutions | by  ID2020 | ID2020 | Medium
Trotz begrenzter Unterstützung durch Experten der Zivilgesellschaft oder des öffentlichen Gesundheitswesens sowie Warnungen von Historikern und Bioethikern rasen Technologen voran, um digitale Zertifikate zu erstellen und einzusetzen, mit denen Einzelpersonen angeblich „beweisen“ können, ob sie sich von der neuartigen Coronavirus-Krankheit (COVID-) erholt haben. 19), positiv auf Antikörper getestet oder eine Impfung erhalten haben, falls einer verfügbar sein sollte. Eine solche Initiative basiert auf einer Kombination aus einem neuen W3C-Standard für überprüfbare Anmeldeinformationen (VCs), nicht standardmäßigen dezentralen Kennungen (DIDs) und verteilter Hauptbuchtechnologie (DLT) oder „Blockchain“. ¹
In diesem Artikel untersuchen wir, warum solche vorgeschlagenen technologischen Interventionen keine ausreichenden Belege für wissenschaftliche und öffentliche Gesundheit oder Legitimität liefern. Wir sind daher der Ansicht, dass solche Interventionen, wenn sie von Behörden verabschiedet oder umgesetzt werden, eine ungerechtfertigte Beeinträchtigung und ernsthafte Bedrohung unserer grundlegenden Menschenrechte und bürgerlichen Freiheiten darstellen und gegen die Grundsätze der Rechtmäßigkeit, Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit verstoßen. In diesem Artikel skizzieren wir unsere Bedenken aus rechtlicher, gesundheitsbezogener und technischer Sicht.


Eine rechtliche Perspektive


Blockchain-fähige „Immunitätszertifikate“ oder „Immunitätspässe“ für COVID-19 hätten schwerwiegende Konsequenzen für unsere grundlegenden Menschenrechte und bürgerlichen Freiheiten, wenn sie von Behörden umgesetzt würden. Die Einführung dieser Artefakte könnte unser Recht auf Privatsphäre beeinträchtigen. Vereinigungs-, Versammlungs- und Bewegungsfreiheit; unsere Rechte auf Arbeit und Bildung; und ansonsten unsere Freiheit und Autonomie ernsthaft einschränken, auch wenn sie nicht obligatorisch sind. Beispielsweise müssen Personen in China nach der Sperrung, obwohl dies nicht ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben ist, in der Lage sein, auf ihrem mobilen Gerät einen „grünen“ QR-Code für den Gesundheitszustand zu erstellen, um Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu erhalten, Arbeitsplätze oder Wohnhäuser zu betreten und vieles mehr haben praktisch keine Möglichkeit, die automatisierten Statusbestimmungen in Frage zu stellen.

Während drastische Maßnahmen, die die Grundrechte beeinträchtigen, unter außergewöhnlichen Umständen wie einer Pandemie nach den meisten internationalen Gesetzen zu Menschenrechten und bürgerlichen Freiheiten gerechtfertigt sein können, müssen sie zunächst einen dreiteiligen Test bestehen. Der Eingriff muss: (1) in Übereinstimmung mit oder gesetzlich vorgeschrieben (dh dem Legalitätsprinzip), (2) erforderlich sein, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (dh das Notwendigkeitsprinzip), und (3) in einem angemessenen Verhältnis zum verfolgten Ziel stehen (dh das Verhältnismäßigkeitsprinzip). Diese Grundsätze wurden in Gerichtsbarkeiten auf der ganzen Welt im Rahmen von COVID-19 ausdrücklich bekräftigt, unter anderem vom Obersten Gerichtshof Israels (dass eine Maßnahme verfassungswidrig ist, sofern sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist) und vom Europäischen Datenschutzbeauftragten (dass eine Maßnahme erforderlich ist) notwendig und verhältnismäßig).
Im Zusammenhang mit Initiativen mit einer starken Komponente im Bereich der öffentlichen Gesundheit muss die Wissenschaft, die außergewöhnlichen Behauptungen in Bezug auf die angebliche Notwendigkeit der Aufhebung der Menschenrechte und bürgerlichen Freiheiten zugrunde liegt, datengesteuert und evidenzbasiert sein. Das heißt, die Wirksamkeit einer vorgeschlagenen Intervention hängt eng mit ihrer Notwendigkeit zusammen - es ist schwer zu argumentieren, dass etwas notwendig ist, ohne dass Beweise dafür vorliegen, dass es funktionieren oder das tun würde, was es vorgibt. Dieses Prinzip wurde kürzlich von der französischen Datenschutzbehörde CNIL bekräftigt, die feststellte, dass eine mobile Kontaktverfolgungs-App namens „StopCovid“ nur eingesetzt werden kann, wenn ihre Nützlichkeit für die Bewältigung der Krise hinreichend nachgewiesen ist und bestimmte Garantien für ihre Wirksamkeit gegeben sind.


Das Legalitätsprinzip erfordert nicht unbedingt ein spezifisches Gesetz, das die betreffende Störung genehmigt. In Ermangelung einer maßgeschneiderten gesetzgeberischen Maßnahme muss es jedoch einen anderen bestehenden Rechtsrahmen geben, der hinreichend klare und genaue Regeln für die Nutzung der Technologie enthält - einen Rahmen, der ausreicht, um sicherzustellen, dass Einzelpersonen dies rechtzeitig erfahren und vorhersehen können Anwendung.
Derzeit sind uns keine spezifischen oder allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen bekannt, die Einzelpersonen ausreichende Klarheit und Präzision darüber bieten würden, wie Daten, die im Zusammenhang mit solchen blockchain-fähigen Immunitätsnachweisen verarbeitet werden, geregelt oder verarbeitet würden, oder die Einzelpersonen ausreichende Informationen bieten könnten Schutzmaßnahmen oder Schutzmaßnahmen in Bezug auf ihre Verwendung. Im Gegenteil, Blockchain wirft unter anderem eine Reihe kritischer, offener Fragen zu Datenschutz, Datenschutz, Haftung und Rechenschaftspflicht auf, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig unbeantwortet bleiben. Es ist daher schwer zu argumentieren, dass die vorgeschlagene Störung im Einklang mit dem Gesetz steht oder gesetzlich vorgeschrieben ist.

Selbst wenn die vorgeschlagenen Immunitätsnachweise den Legalitätstest erfüllen könnten, ist es schwer zu argumentieren, dass es sich um notwendige oder verhältnismäßige Interventionen handelt, wie weiter unten ausgeführt wird.

Eine Perspektive für die öffentliche Gesundheit

Es gibt mindestens drei Gründe, warum Immunitätspässe aus Sicht der öffentlichen Gesundheit eine unkluge Option sind: (1) Aktuelle SARS-CoV-19-Antikörpertests sind höchst unzuverlässig und die Immunantwort auf COVID-19 ist kaum bekannt. (2) Ein COVID-19-Impfstoff ist weit entfernt. und (3) während einige vorgeschlagen haben, dass das Internationale Impfzertifikat gegen Gelbfieber als Beispiel für eine „Immunitätszertifizierung“ dient, die nahezu identisch oder ähnlich zu der für COVID-19 vorgeschlagenen ist, gibt es entscheidende Unterschiede in der öffentlichen Gesundheit Kontext für Gelbfieber vs. COVID-19, der Immunitätspässe für letztere entmutigt.
Aktuelle SARS-CoV-2-Antikörpertests sind höchst unzuverlässig
In Bezug auf COVID-19 ist derzeit mehr Unbekanntes als Bekanntes bekannt. Dies ist zum großen Teil auf die Tatsache zurückzuführen, dass die COVID-19-Pandemie durch einen neuartigen Erreger, SARS-CoV-2, ausgelöst wird, der erst kürzlich in der menschlichen Bevölkerung aufgetreten ist. Für die wissenschaftliche Gemeinschaft war einfach keine Zeit, die menschliche Immunantwort auf SARS-CoV-2 zu charakterisieren oder ausreichende Beweise für die Sensitivität und Spezifität von Antikörpertests zu generieren. Derzeit fehlen genaue, bevölkerungsbezogene Schätzungen der Prävalenz und Inzidenz von COVID-19 aufgrund schwerwiegender Einschränkungen im Ökosystem für die Bereitstellung umfassender diagnostischer Tests. Dies führt wiederum dazu, dass die Vorhersagewerte für COVID-19-Antikörpertests nicht berechnet werden können. Ohne eine zuverlässige Schätzung der prädiktiven Validität können die Ergebnisse der COVID-19-Antikörpertests nicht als vertrauenswürdig eingestuft werden.

Das derzeit problematischste Problem in Bezug auf COVID-19-Antikörpertests ist die Unfähigkeit, die Raten von "wirklich positiven" und "wirklich negativen" Ergebnissen zu bestimmen. Obwohl Hunderte von COVID-19-Antikörpertests entwickelt wurden, ist die Zuverlässigkeit dieser Tests insbesondere der genaue Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern, selbst innerhalb der Blutproben von Personen, bei denen zuvor COVID-19 diagnostiziert wurde, über die Nase Tupferdiagnosetests sind unzuverlässig und äußerst launisch. Wenn derzeit COVID-19-Immunitätszertifikate verfügbar wären und die Ausstellung dieser Immunitätsnachweise zum großen Teil von den vorhandenen COVID-19-Antikörpertestergebnissen abhängen würde, würde einer unbestimmten Anzahl von Personen mit „falsch negativen“ Ergebnissen zu Unrecht die Immunitätszertifizierung verweigert . Das gegenteilige Problem tritt bei „falsch positiven“ Ergebnissen auf, bei denen Personen, die noch nie mit SARS-CoV-2 infiziert wurden, fälschlicherweise eine Immunitätsbescheinigung erhalten könnten, obwohl sie zuvor noch nicht an COVID-19 gelitten haben und immer noch gefährdet sind sich selbst auszusetzen und die Krankheit auf andere zu übertragen.

Niemand weiß, ob oder wie die Exposition gegenüber SARS-CoV-2 eine spätere Immunität verleiht.

Selbst wenn schließlich ein hochempfindlicher und spezifischer SARS-CoV-2-Antikörpertest mit hoher prädiktiver Validität auftritt, ist es aus anderen wichtigen Gründen problematisch, die Bemühungen zur Zertifizierung der Immunität auf die Ergebnisse des Antikörpertests einer Person zu beschränken. Zum Beispiel ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 eine nachfolgende Immunität verleiht. Grundsätzlich bedeutet dies, dass selbst wenn SARS-CoV-2-Antikörper in der Blutprobe einer Person nachgewiesen werden, derzeit unklar ist, ob dies darauf hinweist, dass die Person tatsächlich gegen SARS-CoV-2 „immun“ und / oder vor Zukunft geschützt ist Covid19 Erkrankung.
Höchstwahrscheinlich wird, wie es für die Exposition gegenüber ähnlichen Krankheitserregern typisch ist, eine gewisse Immunität infolge einer Infektion mit SARS-CoV-2 verliehen. Es bleiben jedoch viele zusätzliche Fragen in Bezug auf: a) wie die Schwere und das Fortschreiten der COVID-19-Krankheit mit der Entwicklung der Immunität zusammenhängen; b) die Art und Weise, wie einzelne demografische oder kontextbezogene Determinanten (z. B. Geschlecht; Rasse; ethnische Zugehörigkeit; sozioökonomischer Status) die menschliche Immunantwort für die Entwicklung nachweisbarer SARS-CoV-2-Antikörper vermitteln können oder nicht; und c) wenn sich die Immunität tatsächlich nach der Infektion entwickelt, wie lange sie anhält. Um die Antworten auf diese kritischen Fragen zu finden, muss die wissenschaftliche Evidenzbasis bezüglich der menschlichen Immunantwort auf SARS-CoV-2-Exposition viel besser charakterisiert werden, vorzugsweise anhand von Daten, die aus einer Reihe großer repräsentativer (z. B. geschlechtsübergreifender) Daten stammen ; rassische und ethnische Gruppen), bevölkerungsbezogene Studien. Dies wurde noch nicht erreicht.



Der lange, kurvenreiche und unsichere Weg zu einem COVID-19-Impfstoff 


Neben der natürlichen Exposition gegenüber einem Krankheitserreger kann die Immunität gegen Infektionskrankheiten auch durch Impfung verliehen werden. Es gibt eine enorme Anzahl von Infektionskrankheiten, für die es eine breite und tiefe Evidenzbasis hinsichtlich des Krankheitsverlaufs, der Diagnose und der Behandlung sowie eine gute Charakterisierung sowohl des krankheitsbedingten als auch des durch Impfstoffe ausgelösten Immunsystems gibt Antworten. Infolgedessen gibt es auch eine große Anzahl virulenter Infektionskrankheiten, für die sichere und wirksame Impfstoffe entwickelt wurden. COVID-19 gehört jedoch nicht dazu.

Die Entwicklung eines sicheren und wirksamen SARS-CoV-2-Impfstoffs birgt unzählige wissenschaftliche Herausforderungen und zahlreiche technische Hürden, die vor der weltweiten Verbreitung überwunden werden müssen. Während weltweit mehrere Impfstoffentwicklungs- und Testinitiativen im Gange sind, hat keine ausreichende Peer-Review-Daten in Bezug auf Sicherheit oder Wirksamkeit generiert. Die Impfstoffentwicklung ist ein notorisch mühsamer Prozess mit sehr hohen Ausfallraten, und Coronaviren sind in dieser Hinsicht besonders schwierig. Bestenfalls ist es höchst unwahrscheinlich, dass wir vor 2022 einen sicheren und wirksamen COVID-19-Impfstoff für die weltweite Verbreitung zur Verfügung haben, und selbst dann müsste er aufgrund der Pandemie von in einer nahezu beispiellosen globalen Impfkampagne verabreicht werden die Krise.

Der einzige Präzedenzfall für eine solche globale Herkules-Gesundheitsanstrengung ist die Ausrottung der Pocken und in jüngerer Zeit der Versuch, Polio zu beseitigen, was viele Jahre und Milliarden von Dollar an Investitionen sowie eine kollektive globale Mobilisierung in Richtung eines gemeinsamen Ziels erforderte. Daher besteht innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft der größte Konsens darüber, dass wir trotz der anhaltenden internationalen Bemühungen einer Vielzahl von Partnern, einen wirksamen Impfstoff zur Vorbeugung der COVID-19-Krankheit zu entwickeln, noch weit entfernt sind. Die Verknüpfung der COVID-19-Immunitätspassbemühungen mit Antikörpertests oder Impfungen wird durch die vorhandene Evidenzbasis nicht unterstützt.


Die Gelbfieber-Impfkarte ist keine Roadmap für COVID-19-Immunitätspässe 


Ein Vergleich der öffentlichen Gesundheitslandschaften für Gelbfieber mit COVID-19 zeigt, dass diese beiden Infektionskrankheiten hinsichtlich der Unterstützung des Konzepts der Immunitätspässe viel weniger gemeinsam haben, als man zunächst annehmen könnte. Unter Dutzenden von durch Impfstoffe vermeidbaren Krankheiten ist Gelbfieber die einzige Infektionskrankheit, für die sich die Weltgesundheitsorganisation für einen universellen Impfnachweis (d. H. Immunität) einsetzt und nur für den begrenzten Zweck, in bestimmte globale Regionen zu reisen. Für die Einreise in 40 Länder / Gebiete in Subsahara ist das Internationale Impfzertifikat gegen Gelbfieber oder die „Gelbe Karte“ (Carte Jaune) erforderlich, mit dem bestätigt wird, dass ein Reisender gegen die schwere, von Mücken übertragene Viruserkrankung geimpft wurde Afrika und Südamerika.
Im Gegensatz zum Gelbfieber wurde COVID-19 in 185 Ländern / Territorien und auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis bestätigt. In Bezug auf die globale Endemizität und möglicherweise Ansteckungsgefahr ist COVID-19 daher weniger mit Gelbfieber als vielmehr mit Masern vergleichbar, bevor ein sicherer und wirksamer Impfstoff verfügbar ist. Derzeit besteht jedoch selbst im Zusammenhang mit einer gut charakterisierten Krankheit und einer jahrzehntelangen wirksamen Masernimpfung keine Anforderung oder Forderung nach einem „Masernimmunitätspass“.

Gelbfieber ist eine äußerst gut charakterisierte tropische Infektionskrankheit mit einer langen Geschichte wissenschaftlicher Studien und einem tiefen Bestand an biomedizinischem Wissen. Die Antikörperantwort ist ebenfalls sehr gut charakterisiert. Ein sicherer und wirksamer Impfstoff gegen Gelbfieber ist seit 80 Jahren erhältlich. Ein einziger Gelbfieberimpfstoff verleiht lebenslange Immunität. Bürger müssen die Impfung nur erhalten, wenn sie in ein endemisches Land mit Gelbfieber reisen möchten. Im Gegensatz dazu ist, wie bereits erwähnt, die menschliche Immunantwort auf SARS-CoV-2 sehr schlecht verstanden, und derzeit gibt es keinen sicheren oder wirksamen Impfstoff.
Inzidenz und Prävalenz von Gelbfieber werden in einem gut etablierten und hoch organisierten globalen Überwachungssystem verfolgt. 

Diagnose-, Behandlungs- und Kontrollstrategien werden durch vereinbarte Standards, Richtlinien und federführende Partner wie die Weltgesundheitsorganisation unterstützt, deren Empfehlungen und Richtlinien mit anderen nationalen und regionalen Mitgliedsorganisationen wie den Centers for Disease Control in Einklang stehen. 

Es gibt starke Labornetzwerke, etablierte Diagnose-, Präventions-, Behandlungs- und Immunisierungsprotokolle sowie eine robuste Lieferkette für wichtige Güter im Zusammenhang mit der Diagnose, Behandlung und Impfung von Gelbfieber. Aufgrund der Schnelligkeit der COVID-19-Pandemie, des Fehlens eines etablierten Aufbewahrungsortes für biomedizinisches Wissen für den neuartigen Erreger SARS-CoV-19, der Angst und Besorgnis, die durch seine rasche globale Ausbreitung ausgelöst wurden, und der politischen Machenschaften während dieser akuten ersten Welle der globalen Interessengruppen auf globaler, regionaler, nationaler und lokaler Ebene haben sie sich nicht zu einer klaren Führungsrolle bei der Entwicklung etablierter internationaler Standards und Richtlinien für COVID-19 zusammengeschlossen. 

Lieferketten für wesentliche Waren wie Tupfer und Reagenzien für COVID-19-Diagnosetests, persönliche Schutzausrüstung und medizinische Ausrüstung (z. B. mechanische Beatmungsgeräte und Sauerstoff) sind erheblich belastet. Wie könnten sich Partner und Interessengruppen zu einem tragfähigen Verfahren zur Zertifizierung der Immunität zusammenschließen, sei es auf Papier, digital oder auf andere Weise, angesichts dieser Unsicherheit, des Mangels an Beweisen und des Mangels an Instrumenten wie zuverlässigen Diagnose- und Antikörpertests oder sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen diese Immunitätsstatus verankern?


Gelbfieber und COVID-19 sind beide beängstigende Infektionskrankheiten mit schweren Krankheitszuständen, die zu extremen Krankheiten und einem signifikant erhöhten Mortalitätsrisiko führen.² In Bezug auf das Gelbfiebervirus gibt es jedoch einen wesentlichen Unterschied zu SARS-CoV-2 zum relativen Vorteil der Anforderung einer Immunitätsbescheinigung. Das Gelbfiebervirus ist ein von Mücken übertragener Krankheitserreger mit einem starken Risiko der Ausbreitung von endemischen in nicht endemische Regionen in Zeiten schneller globaler Reisen und Verbindungen zwischen internationalen Zentren.³ 

Die Hauptfunktion der internationalen Impfbescheinigung für Gelbfieber besteht darin, verhindern die Ausbreitung dieser Krankheit in nicht endemische Umgebungen. Im Gegensatz dazu ist COVID-19 eine virale Atemwegserkrankung, die bereits als Pandemie eingestuft wurde. Immunitätspässe werden diesen besonders schrecklichen Geist in keiner Weise wieder in die Flasche stecken.
Mit Blick auf die Zukunft wird auch die eingeschränkte Verwendung von Immunitätsnachweisen, wie z. B. bei bestimmten Untergruppen mit hohem Risiko oder „wesentlichen“ Untergruppen (z. B. Gesundheitsdienstleister, Fabrikarbeiter, Landarbeiter), im Rahmen zuverlässigerer Antikörpertests oder eines wirksamer Impfstoff, ist immer noch beunruhigend. Die Bemühungen um einen Immunitätspass im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten haben eine Vielzahl potenziell verheerender moralischer und ethischer Konsequenzen, die von Historikern und Bioethikern ausführlich dargelegt werden. Der historische Vorrang für die „Eingewöhnung“ an Gelbfieber vor dem Aufkommen eines Impfstoffs war mit zahlreichen ethischen Herausforderungen und schädlichen Auswirkungen behaftet, insbesondere für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen - versklavte Personen, Arme, Migranten und Wirtschaftsflüchtlinge. Eine schlecht durchgeführte Anstrengung zur Zertifizierung der Immunität, insbesondere wenn sie nicht auf einer etablierten Wissensbasis für Wissenschaft und öffentliche Gesundheit beruht und an die Fähigkeit der Menschen gebunden ist, sich selbst und ihre Familien wirtschaftlich zu ernähren, ist häufig von Korruption, Verzweiflung und perversen Anreizen geprägt, wie z als absichtliche Selbstinfektion mit einer möglicherweise tödlichen Krankheit. Das Risiko von Ausschluss und Stigmatisierung wird nur verstärkt, wenn ein öffentliches, unveränderliches Hauptbuch Teil der Lösung ist. Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit ist der relative Nutzen eines COVID-19-Immunitätszertifikats im Vergleich zur Gelbfieber-Impfkarte daher von geringem Nutzen und mit Risiken behaftet. Im Gegenteil, die relativen Risiken eines Zertifikats oder eines Berechtigungsnachweises, der die Verwendung einer Blockchain erfordert, übersteigen alle potenziellen Vorteile für die öffentliche Gesundheit bei weitem.


Eine technische Perspektive 

COVID-19-Immunitätspässe, die auf einer Kombination aus überprüfbaren Anmeldeinformationen (VCs), dezentralen Kennungen (DIDs) und Blockchain basieren, wären ein übermäßiges und unverhältnismäßiges technisches Mittel, um begrenzte Ergebnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu erzielen. Die technische Architektur ist wohl eher ein Produkt vorzeitiger Standardisierung, spekulativer Anforderungen und hochexperimenteller Technologien als der Harmonisierung bestehender, weit verbreiteter und kampferprobter Lösungen. Infolgedessen gibt es genügend Gründe zu hinterfragen, ob sie zur Unterstützung von Zeugnissen geeignet sind, die eine entscheidende Rolle für die öffentliche Sicherheit spielen würden.

Erstens basieren VCs, DIDs und verwandte APIs weitgehend auf Webtechnologien wie HTTP und URLs, die im Allgemeinen eine Internetverbindung und Online-Nutzung voraussetzen. Tatsächlich besteht der gesamte Zweck von Webprotokollen in der Online-Kommunikation von Dokumenten und Daten. Das Hauptbedürfnis nach Immunitätsnachweisen wäre jedoch nicht online, sondern der Schutz persönlicher Interaktionen, bei denen das Risiko einer Übertragung besteht. 

Anmeldeinformationen für den persönlichen Gebrauch sind idealerweise für mobile Geräte konzipiert, die kontaktlosen Zahlungen wie Apple Pay ähneln. Die Webstandards, auf denen VCs basieren, bieten jedoch keine Unterstützung für diese Funktion. Potenziell geeignete Kommunikationsmethoden wie NFC und Bluetooth sind nicht direkt mit den dem Web zugrunde liegenden Internetprotokollen kompatibel. Abgesehen davon, dass es für mobile Geräte schlecht geeignet ist, ist die Offline-Verwendung von W3C-VCs und -DIDs ein nicht triviales Problem, da sowohl das Web als auch die DIDs mit Remote-Dokumenten oder -Daten verknüpft werden müssen. Um die Offline-Benutzerfreundlichkeit sicherzustellen, müssen Abhängigkeiten von Remote-Ressourcen wie öffentlichen Schlüsseln, die mit Blockchains verknüpft sind, beseitigt werden.


Eine zweite große Lücke in einem solchen Ansatz ist das Fehlen einer bewährten Methode zur Verwaltung privater Schlüssel für Endbenutzer. Befürworter der VC / DID-Methode versuchen, die Verwaltung öffentlicher Schlüssel mit Blockchains zu adressieren. Blockchain-Lösungen bieten jedoch keine glaubwürdigen Methoden für die Verwaltung privater Schlüssel. Ohne dies sind Benutzer mit erheblichen Unannehmlichkeiten konfrontiert, die auch die von Anmeldeinformationen erwarteten Sicherheitsgarantien zunichte machen. Die Verwendung einer Blockchain betrifft in der Regel nur die Verwaltung von Material mit öffentlichen Schlüsseln und schafft dabei zusätzliche Hindernisse für die Verwendung und Überprüfung von Offline-Anmeldeinformationen, während potenzielle Absprachen, passive Überwachung und Neuidentifizierung durch Dateninferenz erleichtert werden.


Ein drittes Problem ist das Fehlen genau definierter Sicherheitsprotokolle. Der Umfang der W3C-Empfehlungen ist derzeit recht begrenzt - die VC-Spezifikation bietet lediglich ein Datenmodell, kein vollständiges Protokoll oder eine End-to-End-Lösung. Frühere Versionen von APIs, die für den Austausch von VCs in der Entwicklung sind, lassen derzeit wichtige Sicherheitsfunktionen wie die Betreffauthentifizierung optional. Obwohl nicht jeder Anwendungsfall für Anmeldeinformationen diese Art der Authentifizierung erfordert, waren die Implementierer bei der korrekten Verwendung der Funktion inkonsistent. In Verbindung mit dem Mangel an praktikabler Verwaltung privater Schlüssel bedeutet dies, dass derzeit keine starke Gewissheit darüber besteht, dass der Präsentator eines Berechtigungsnachweises "echt" ist. 


Aufwändige Identitätsprüfungsmaßnahmen sind sinnlos, wenn die Mittel zur Übermittlung solcher Nachweise anfällig und leicht auszunutzen sind. Tatsächlich steht die Tür weit offen, um diese Anmeldeinformationen nicht ordnungsgemäß auszuleihen oder zu stehlen. Unter Verwendung eines hypothetischen Immunitätsnachweises, der auf dem VC-Standard basiert, könnte sich eine infizierte Person möglicherweise als geimpfte Person ausgeben und ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, während sich das Virus verbreitet.

Dieser letzte Punkt - Sicherheit - verdient besondere Berücksichtigung in Bezug auf die Verwendung von Blockchains. Auf dem Gebiet der Kryptographie ist seit langem bekannt, dass das zufällige Kopieren von Techniken von einem Protokoll in ein anderes zu Sicherheitslücken führt. Die Idee der Blockchain geht jedoch noch einen Schritt weiter, indem versucht wird, ein gesamtes Protokoll zu verallgemeinern, mit dem das sehr spezifische Problem des elektronischen Geldes gelöst werden soll. 

Es wird fälschlicherweise angenommen, dass Sicherheitsmerkmale der Kryptowährung allgemein für jedes Problem gelten, das mit einem verteilten Hauptbuch angegangen werden könnte. In der Praxis haben sich Blockchains herausgestellt, dass sie gemeinsame Schwachstellen mit der üblichen IT-Infrastruktur gemeinsam haben und gleichzeitig neue und gleichermaßen problematische Probleme für Datenschutz und Datenschutz verursachen. 

Die Herausforderung, die sich aus diesen Lücken und der falschen Verallgemeinerung der Blockchain ergibt, kann nicht genug betont werden. Sicherheitsprotokolle sind bekanntermaßen schwer zu entwerfen und anfällig für subtile, schwer zu erkennende Fehler, während sie auch relativ leicht zu umgehen sind. Bevor eine Technologie zum Schutz der Menschen vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten anvertraut wird, sollte sie einer strengen formalen Analyse und Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Zu diesem Zeitpunkt wurden W3C VC, DIDs und verwandte Technologien noch nicht ausreichend geprüft.


Selbst wenn die Standards ausgereifter werden, wird dieser Ansatz für jede Art von Immunitätsausweis wahrscheinlich unverhältnismäßig und übertrieben sein. Es gibt unzählige andere Permutationen von digitalen Zertifikaten, traditioneller Public-Key-Infrastruktur (PKI) und sogar anderen Arten von Datenbanken, die nicht die gleichen Bedenken aufwerfen wie ein verteiltes Hauptbuch. Darüber hinaus ist unklar, warum Sie jemals ein globales öffentliches Register jeglicher Art im Zusammenhang mit Immunitätsklassifizierungen oder -status benötigen würden, insbesondere angesichts der oben beschriebenen Risiken. Da Ledger logisch zentralisiert sind und tatsächlich eine einzige Fehlerquelle darstellen, können Probleme mit dem Ledger, einschließlich Absprachen oder böswilliger Angriffe, die Fähigkeit von Personen beeinträchtigen, ihre Anmeldeinformationen zu erstellen oder zu verwalten. Dies könnte zu schwerwiegenden Eingriffen in ihre Grundrechte führen und den Parteien, die an der Führung des Hauptbuchs beteiligt sind, nur einen begrenzten Rückgriff oder eine begrenzte Rechenschaftspflicht bieten. 


Abschließende Bemerkungen


Aufgrund des Zustands der öffentlichen Gesundheit und der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu COVID-19 sind wir derzeit nicht davon überzeugt, dass „Immunitätspässe“ oder sogar Immunitätszertifikate möglich oder gar wünschenswert sind. Sollten sie möglich werden, sind wir angesichts des begrenzten Präzedenzfalls für solche Artefakte unter anderen Infektionskrankheiten auch nicht von ihrer Notwendigkeit überzeugt. Und selbst wenn sie möglich und notwendig werden sollten, glauben wir, dass die Verwendung von VCs, DIDs und Blockchain im Zusammenhang mit ihrer Ausstellung übermäßig wäre.

Schließlich wären wir skeptisch gegenüber Lösungen, die von Akteuren des Privatsektors ohne nennenswerte Beteiligung des öffentlichen Sektors, der Zivilgesellschaft und anderer Interessengruppen vorgeschlagen werden.

Die Aussicht, die Grundrechte und -freiheiten des Einzelnen durch unüberlegte Pläne für „Immunitätspässe“ oder ähnliche Zertifikate, insbesondere solche, die vorzeitige Standards und eine höchst experimentelle und möglicherweise rechtsverletzende Technologien wie Blockchain nutzen, stark einzuschränken, ist darüber hinaus dystopisch. 

Wir fordern die Gesetzgebung und die politischen Entscheidungsträger auf, zweimal nachzudenken, bevor sie solche branchengetriebenen, technologieorientierten Lösungen für komplexe Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der humanitären Hilfe finden. Vielmehr sollten wir ethischere, wissenschaftlich fundiertere und menschenrechtsbewusstere Alternativen verfolgen, die von einer vielfältigen Gruppe von Interessengruppen angeführt werden und auf getesteten und bewährten Technologien beruhen, die in einem klareren rechtlichen Rahmen existieren. 

Wenn es jemals eine Zeit gab, um zu vermeiden, sich schnell zu bewegen und Dinge zu zerbrechen, ist dies die richtige.



¹ CCI, selbst beschrieben als "direkte Antwort auf die vielen Forderungen nach einem" Immunitätspass "", wird von gewinnorientierten Unternehmen geleitet, die einen Anwendungsfall für ihre noch nicht übernommenen Technologien suchen. Zu den Teilnehmern gehören insbesondere keine Experten für öffentliche Gesundheit.
² Bei Patienten mit schwerer Gelbfiebererkrankung liegt die Sterblichkeitsrate zwischen 30% und 60%. Während die geschätzte Gesamtmortalitätsrate von COVID-19 und genaue Mortalitätsschätzungen für diejenigen, die an einer schweren Krankheit leiden, noch im Entstehen sind, ist die Prognose bei Patienten, die aufgrund einer schweren COVID-19-Krankheit eine mechanische Beatmung benötigen, düster. Bei beiden Krankheiten stehen Überlebende häufig vor einer langen Erholungsphase mit zusätzlichen Komplikationen.
³ Nicht immunisierte Menschen, die in Afrika südlich der Sahara oder Südamerika mit Gelbfieber infiziert sind und nach Europa, Nordamerika oder Asien reisen und anschließend von einer nicht infizierten Mücke im nicht endemischen Land gebissen werden, können als Überträger für eine schnelle Ausbreitung dienen der Krankheit unter in zuvor nicht betroffenen Regionen. 

Elizabeth M. Renieris (@hackylawyer) ist Gründerin und CEO von HACKYLAWYER, Datenschutzfachfrau (CIPP / E, CIPP / US), Stipendiatin am Berkman Klein Center für Internet und Gesellschaft an der Harvard University und Stipendiatin für Technologie und Menschenrechte im Carr Center für Menschenrechtspolitik an der Kennedy School of Government in Harvard.Sie war Beraterin von ID2020 und wendet sich nunmehr gegen deren Agenda. Niemand hat wohl mehr Insiderwissen über ID2020. 
Dr. Sherri Bucher ist Associate Research Professor für Pädiatrie an der Indiana University School of Medicine und Adjunct Associate Special Professional für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern am Eck Center for Global Health der University of Notre Dame.
Christian Smith ist der CEO und Mitbegründer von Stranger Labs. Zuvor leitete er ein Research-Engineering-Team, das am MIT Technologien zur Verbesserung der Privatsphäre entwickelte, Open-Source-Software entwickelte und neue Identitätsstandards und Sicherheitsprotokolle bei Anvil Research implementierte.









Russian Media Meduza Is A ‘Foreign Agent’

On Friday, April 23, the Russian Justice Ministry added Meduza to its list of “foreign agent” media outlets. Glance at the Russian-language side of our operation and the reverberations of this police action are unmistakable: Russian law requires us to notify readers about our new status in every message, whether it’s a news report or a post on social media. Crippling us further, these notifications must appear in a font that is twice the size of our actual content. That’s the law.

If we refuse to label our materials like this (exactly as specified), the authorities can impose fines on Meduza, press felony charges against Meduza’s editor-in-chief, and even block our content in Russia. 

But even if we agree to comply with these requirements, Meduza’s new status in Russia presents at least three threats.

First, we have to add the “foreign agent” notification to every page on our website, including the spaces where we place advertisements. Meduza is a private company. We earn a living this way and we’re proud of it. We expect to lose a significant number of our advertisers in the coming weeks. This will mean the death of Meduza as we know it.

Second, the writers who receive salaries from Meduza are now at risk of being designated as individual foreign agents. Should this happen (and there are already precedents), they would be forced to report all their income and expenses to Russia’s Justice Ministry, just as Meduza is now required to do. Any reporting errors could lead to fines and even felony charges and imprisonment, making it easier than ever to exert pressure on our reporters.

Third, by designating us as foreign agents, the Russian authorities are trying to convince our sources that we are enemies of the state. The government wants them to believe that it’s dangerous even to speak to us. It’s highly likely that our new status will rob us of many vital sources and complicate our access to leading experts. 

No media outlet saddled with the “foreign agent” label can practice full-fledged journalism. This designation destroys our business. Russia’s Justice Ministry is executing a political decision reached by Russia’s political leaders. Make no mistake: the authorities’ goal is to kill Meduza.

For the first time in our history, we have no clear plan of action, heading forward. There’s no solution, no matter how simple or complex, that allows us to manage all the challenges of this designation. We honestly don’t know what to do next.

But we aren’t giving up. We will keep looking for a way out. We’d all love a miracle, of course. We’ll do our best, but we can’t promise anything.

We will keep you posted.

Ivan KolpakovMeduza’s editor-in-chief

Staatsanwaltschaft Weimar Verfügt Hausdurchsuchung & Beschlagnahme Bei “Corona-Richter”

Gott sei Dank. Unsere Mutti Staat beschützt uns wieder:

https://2020news.de/hausdurchsuchung-bei-weimarer-sensationsrichter/

Liebe Mutti Staat, Geheiligt werde Dein Name und der der Kanzlerin. In Ewigkeit. Amen.

Geheimpapier – Eckpunkte Der Ministerpräsidentenkonferenz 26.4.2021 Geleakt

“A really efficient totalitarian state would be one in which the all-powerful executive of political bosses and their army of managers control a population of slaves who do not have to be coerced, because they love their servitude.”
― Aldous Huxley
, Brave New World

“Words can be like X-rays if you use them properly — they’ll go through anything. You read and you’re pierced.”
― Aldous Huxley

Brave New World

Elizabeth M. Renieris et al. -The Dangers of Blockchain-Enabled “Immunity Passports” for COVID-19

KU Researchers Use Blockchain to Develop Digital Immunity Passports for  COVID-19 - Khalifa University

Despite limited backing from civil society or public health experts, as well as warnings from historians and bioethicists, technologists are racing ahead to build and deploy digital certificates that would allegedly let individuals “prove” whether they have recovered from the novel coronavirus disease (COVID-19), have tested positive for antibodies, or have received a vaccination, should one become available. One such initiative is based on a combination of an emerging W3C standard for Verifiable Credentials (VCs), non-standard decentralized identifiers (DIDs), and distributed ledger technology (DLT) or “blockchain.”¹

In this article, we examine why such proposed technological interventions lack sufficient supporting scientific and public health evidence or legitimacy. As a result, we believe such interventions, if adopted or implemented by public authorities, would pose an unjustified interference with, and serious threat to, our fundamental human rights and civil liberties, in violation of the principles of legality, necessity, and proportionality. In this article, we outline our concerns from a legal, public health-based, and technical perspective.

A Legal Perspective

Blockchain-enabled “immunity certificates” or “immunity passports” for COVID-19, if implemented by public authorities, would have serious consequences for our fundamental human rights and civil liberties. The introduction of these artifacts could interfere with our right to privacy; freedoms of association, assembly, and movement; our rights to work and education; and otherwise seriously limit our freedom and autonomy, even where not compulsory. For example, while not expressly mandated by law, individuals in post-lockdown China must be able to produce a “green” QR code of health status on their mobile device in order to access public transportation, enter workplaces or residences, and more, and have virtually no way of challenging the automated determinations of status.

While drastic measures that interfere with fundamental rights may be justified in extraordinary circumstances, such as a pandemic, under most international human rights and civil liberties laws, they must first satisfy a three-part test. The interference must be: (1) in accordance with or prescribed by, law (i.e. the legality principle), (2) necessary to achieve a certain aim (i.e. the necessity principle), and (3) proportionate to the aim pursued (i.e. the proportionality principle). These principles have specifically been reaffirmed in jurisdictions around the world in the context of COVID-19, including by the Israeli Supreme Court (that a measure is unconstitutional unless it is prescribed by law) and the European Data Protection Supervisor (that a measure must be necessary and proportionate).

In addition, as related to initiatives that have a strong public health component, the science underlying any extraordinary claims in regard to an alleged need to suspend human rights and civil liberties must be data-driven and evidence-based. That is to say, the efficacy of a proposed intervention is closely linked to its necessity — it’s hard to argue something is necessary without any evidence that it would work or do what it purports to do. This principle was recently reaffirmed by the French data protection regulator CNIL, which observed that a mobile contact tracing app known as “StopCovid” could only be deployed if its usefulness for managing the crisis is sufficiently proven and if certain guarantees to its efficacy are provided.

The legality principle does not necessarily require a specific law authorizing the interference in question. However, in the absence of a bespoke legislative measure, there must be some other existing legal framework that provides sufficiently clear and precise rules to govern the use of the technology — a framework that is adequate to ensure individuals have advanced notice of and can foresee its application.

At this time, we know of no specific or general legal frameworks which would provide individuals with sufficient clarity and precision as to how any data processed in connection with such blockchain-enabled immunity credentials would be governed or processed, or that could provide individuals with sufficient safeguards or protections in respect of their use. To the contrary, blockchain raises a host of critical, open questions about privacy, data protection, liability, and accountability, among others, which remain wholly unanswered at this stage. Thus, it is hard to argue that the proposed interference would be in accordance with, or prescribed by, law.

Even if the proposed immunity credentials could satisfy the legality test, it is hard to argue they are necessary or proportionate interventions, as further outlined below.

A Public Health Perspective

There are at least three reasons why, from a public health perspective, immunity passports are an unwise option to pursue: (1) current SARS-CoV-19 antibody tests are highly unreliable and the immune response to COVID-19 is poorly understood; (2) a COVID-19 vaccine is a long way off; and (3) while some have suggested that the International Certificate of Vaccination for Yellow Fever serves as an example of “immunity certification” that is nearly identical, or similar to, that proposed for COVID-19, there are crucial differences in the public health context for yellow fever vs. COVID-19, discouraging immunity passports for the latter.

Current SARS-CoV-2 antibody tests are highly unreliable

There is currently more unknown than known, in regard to COVID-19. This is due, in large part, to the fact that the COVID-19 pandemic is being fueled by a novel pathogen, SARS-CoV-2, which only recently emerged within the human population. There has simply not been time for the scientific community to characterize the human immune response to SARS-CoV-2, or to generate sufficient evidence in regard to the sensitivity and specificity of antibody tests. We currently lack accurate, population-based estimates of prevalence and incidence of COVID-19 due to severe constraints in the ecosystem for the provision of widespread diagnostic testing. This, in turn, results in an inability to calculate the predictive values for COVID-19 antibody tests. Without a reliable estimate of predictive validity, COVID-19 antibody test results cannot be trusted.

The most troubling problem, currently, in regard to COVID-19 antibody tests is an inability to determine the rates of “true positive” and “true negative” results. In particular, although hundreds of COVID-19 antibody tests have been developed, the reliability of these tests, to accurately detect SARS-CoV-2 antibodies, even within the blood samples of persons who have been previously diagnosed with COVID-19, via nasal swab diagnostic testing, is unreliable, and highly capricious. If COVID-19 immunity certificates were currently available, and issuance of these immunity credentials was dependent, in large part, on existing COVID-19 antibody test results, then an undetermined number of individuals with “false negative” results would be unjustly denied immunity certification. The opposite problem occurs with “false positive” results, in which persons who have never been infected with SARS-CoV-2 might mistakenly be issued immunity certification when, in fact, they have not previously suffered from COVID-19, and are still vulnerable to exposure, themselves, as well as spreading the disease to others.

No one knows if, or how, exposure to SARS-CoV-2 confers subsequent immunity

Even if a highly sensitive and specific SARS-CoV-2 antibody test, with high predictive validity, eventually emerges, pinning immunity certification efforts on an individual’s antibody test results is problematic, for other key reasons. For example, it is unknown, at this point in time, whether infection with SARS-CoV-2 confers subsequent immunity. Fundamentally, this means that, even if SARS-CoV-2 antibodies are detected in a person’s blood sample, it is currently unclear if this indicates that the person is actually “immune” to SARS-CoV-2, and/or protected from future COVID-19 illness.

Most likely, as is typical for exposure to similar pathogens, some immunity is conferred as a result of infection with SARS-CoV-2. However, many additional questions remain with regard to: a) how COVID-19 disease severity and progression is related to the development of immunity; b) the manner by which individual demographic or contextual determinants (e.g., gender; race; ethnicity; socioeconomic status) may, or may not, mediate the human immune response for the development of detectable SARS-CoV-2 antibodies; and c) if, in fact, immunity does develop after infection, how long it lasts. In order to find the answers to these critical questions, the scientific evidence-base regarding the human immune response to SARS-CoV-2 exposure must be much better characterized, preferably via data gathered from a series of large, representative (e.g., across gender; racial, and ethnic groups), population-based studies. This has not yet been accomplished.

The long, winding, and uncertain road to a COVID-19 vaccine

In addition to natural exposure to a pathogen, immunity to infectious diseases can also be conferred via vaccination. There are a tremendous number of infectious diseases for which there is a broad and deep evidence-base in regard to the course of the illness, diagnosis, and treatments, as well as good characterization of both disease-related and/or vaccine-initiated immune responses. As a result, there are also a vast number of virulent infectious diseases for which safe and effective vaccines have been developed. COVID-19, however, is not one of these.

There are myriad scientific challenges presented by the development of a safe and effective SARS-CoV-2 vaccine, and numerous technical hurdles to be surmounted prior to global distribution. While several vaccine development and testing initiatives are underway around the world, none has generated sufficient peer-reviewed data with regard to safety or efficacy. Vaccine development is a notoriously laborious process with very high rates of failure, and coronaviruses are particularly tricky in this regard. At best, it is highly unlikely that we will have a safe and effective COVID-19 vaccine available for widespread global distribution prior to 2022 and even then, it would have to be delivered in an almost unprecedented global immunization campaign due to the pandemic nature of the crisis.

The only precedent for such a Herculean global health effort is the eradication of smallpox, and more recently, attempts to eliminate polio, both of which required many years and billions of dollars in investment, as well as collective global mobilization toward a common goal. Thus, most consensus, within the scientific community, is that, despite vigorous on-going international efforts by a wide variety of partners to develop an effective vaccine to prevent COVID-19 illness, we are still a long way off. Linking COVID-19 immunity passport efforts, then, to either antibody testing or vaccination, is not supported by the existing evidence-base.

The Yellow Fever vaccination card is not a roadmap for COVID-19 immunity passports

A comparison of the public health landscapes for yellow fever vs. COVID-19 reveals that these two infectious diseases have much less in common, than one may initially believe, in terms of support for the concept of immunity passports. Among dozens of vaccine-preventable diseases, yellow fever is the only infectious disease for which the World Health Organization advocates for universal proof of vaccination (i.e. immunity), and only for the limited purpose of traveling to/from particular global regions. The International Certificate of Vaccination for Yellow Fever or “Yellow Card” (Carte Jaune), which verifies that a traveler has been vaccinated against the severe, mosquito-borne, viral illness, is required for entry to 40 countries/territories in sub-Saharan Africa and South America.

In contrast to yellow fever, COVID-19 has been confirmed in 185 countries/territories and every continent with the exception of Antarctica. Thus, with regard to global endemicity, and, perhaps contagiousness, COVID-19 is less comparable to yellow fever, and more comparable to the measles, prior to the availability of a safe and effective vaccine. Currently, however, even within the context of a well-characterized disease and decades-old effective measles vaccination, there is no requirement or calls for a “Measles Immunity Passport.”

Yellow fever is an extremely well-characterized tropical infectious disease, with a long history of scientific study and a deep repository of biomedical knowledge; the antibody response is also extremely well-characterized. A safe and effective vaccine for yellow fever has been available for 80 years. A single yellow fever vaccine confers lifelong immunity. Citizens are only required to receive the vaccination if they plan to travel to a yellow fever endemic country. In contrast, as previously noted, the human immune response for SARS-CoV-2 is very poorly understood, and currently, there is no safe or effective vaccine.

Yellow fever incidence and prevalence are tracked within a well-established and highly organized global surveillance system; diagnosis, treatment, and control strategies are supported by agreed-upon standards, guidelines, and lead partners such as the World Health Organization, whose recommendations and policies align with other national and regional affiliates such as the Centers for Disease Control. There are strong networks of laboratories, established diagnostic, preventative, treatment, and immunization protocols, and a robust supply chain for essential commodities related to yellow fever diagnosis, treatment, and vaccination.

Due to the swiftness of the COVID-19 pandemic, lack of an established repository of biomedical knowledge for the novel pathogen SARS-CoV-19, fear and anxiety kindled by its rapid global spread, and political machinations during this acute, first wave of the disease, stakeholders at the global, regional, national, and local levels have not coalesced around clear leadership in terms of developing established international standards and guidelines for COVID-19. Supply chains for essential commodities such as swabs and reagents for COVID-19 diagnostic testing, personal protective equipment, and medical equipment (e.g., mechanical ventilators and oxygen) are significantly strained. How could partners and stakeholders coalesce around a viable immunity certification process, whether paper-based, digital, or otherwise, amid such uncertainty, a lack of evidence, and paucity of tools like reliable diagnostic and antibody tests, or safe and effective vaccines on which to anchor immunity status?

Yellow fever and COVID-19 are both frightening infectious diseases with severe disease states resulting in extreme illness and significantly increased risk for mortality.² But there is a key difference with regard to the yellow fever virus vs. SARS-CoV-2 when it comes to the relative benefit of requiring immunity certification. The yellow fever virus is a mosquito-borne pathogen with a profound risk of spread from endemic to non-endemic regions in an era of rapid global travel and connections among international hubs.³ The primary function of the yellow fever international certification of vaccination is to prevent the spread of this disease into non-endemic settings. By contrast, COVID-19 is a viral respiratory illness already classified as a pandemic. Immunity passports will, in no way, put this particularly terrible genie back into the bottle.

Looking forward, even limited use of immunity credentials, such as among particular “high risk” or “essential” sub-groups (e.g., health care providers; factory workers; farm laborers), within a context of more reliable antibody testing, or an effective vaccine, is still troubling. Immunity passport efforts, as related to infectious diseases, come with a wide variety of potentially devastating moral and ethical consequences, as outlined in detail by historians and bioethicists. The historical precedence for “acclimation” to yellow fever, prior to the advent of a vaccine, was fraught with numerous ethical challenges and deleterious impacts, particularly for vulnerable populations–enslaved persons, the poor, migrants, and economic refugees.

A poorly executed immunity certification effort, particularly when not grounded in an established scientific and public health knowledge base, and when tied to the ability of people to economically support themselves and their families, is often rife with corruption, desperation, and perverse incentives, such as intentional self-infection with a potentially deadly disease. The risks of exclusion and stigmatization are only amplified where a public, immutable ledger is part of the solution. Thus, from a public health perspective, the relative utility of a COVID-19 immunity certificate as compared to the yellow fever vaccination card, is of little benefit and riddled with risks. On the contrary, the relative risks of a certificate or credential requiring the use of blockchain far exceed any potential benefits to public health.

A Technical Perspective

COVID-19 “immunity passports” based on a combination of Verifiable Credentials (VCs), decentralized identifiers (DIDs), and blockchain, would be an excessive and disproportionate technical means of achieving any limited public health outcomes. The technical architecture is arguably a product of premature standardization, speculative requirements, and highly experimental technologies, rather than the harmonization of existing, widely deployed, and battle-tested solutions. As a result, there is ample reason to question whether they are adequate to support credentials that would play a critical role in public safety.

First, VCs, DIDs, and related APIs are largely built on web technology such as HTTP and URLs, which generally presume internet connectivity and online use. In fact, the entire purpose of web protocols is online communication of documents and data. However, the primary need for immunity credentials would not be online but rather for safeguarding in-person interactions, where there is a risk of transmission. Credentials for in-person use would ideally be designed to work on mobile devices similar to contactless payments such as Apple Pay. However, the web standards on which VCs are based offer nothing to support this capability. Potentially suitable communication methods such as NFC and Bluetooth are not directly compatible with the internet protocols underlying the Web. Aside from being a poor fit for mobile devices, offline use of W3C VCs and DIDs is a non-trivial problem to solve, because the nature of both the Web and DIDs is to link to remote documents or data. Ensuring offline usability requires eliminating dependencies on remote resources, such as public keys linked to blockchains.

A second major gap in such an approach is the lack of a proven method of private key management for end users. Proponents of the VC/DID method do attempt to address public key management with blockchains. However, blockchain solutions have failed to provide credible methods of private key management. Without this, users are subject to elaborate inconveniences that also negate the security assurances expected from credentials. The use of a blockchain typically only addresses the management of public key material and, in doing so, creates additional obstacles to offline credential use and verification, while facilitating potential collusion, passive surveillance, and re-identification through data inference.

A third issue is the lack of well-defined security protocols. The scope of the W3C recommendations are currently quite limited — the VC specification merely provides a data model, not a complete protocol or end-to-end solution. Early versions of APIs in development for exchanging VCs currently leave important security features such as subject authentication optional. While not every use case for credentials requires this type of authentication, implementers have been inconsistent about using the feature correctly. Combined with the lack of viable private key management, this means there is currently no strong assurance that the presenter of a credential is its subject. Elaborate identity proofing measures are pointless if the means of conveying such proof are vulnerable and easy to exploit. Effectively, the door is wide open for improperly borrowing or stealing these credentials. Using a hypothetical immunity credential based on the VC standard, an infected person could feasibly impersonate a vaccinated person, creating a false sense of security while the virus is spread.

This last point — security — deserves special consideration with respect to the use of blockchains. It has long been recognized in the field of cryptography that haphazardly copying techniques from one protocol to another leads to security flaws. The idea of blockchain, however, takes the peril a step further by attempting to generalize an entire protocol designed to solve the very specific problem of electronic cash. It is wrongly believed that security characteristics of cryptocurrency are universally lent to any problem one might address with a distributed ledger. In practice, blockchains have turned out to share common vulnerabilities with run-of-the-mill IT infrastructure, while creating new and equally concerning problems for privacy and data protection.

The challenge posed by these gaps and the false generalization of blockchain cannot be overstated. Security protocols are notoriously difficult to design and prone to subtle, hard to detect flaws, while also being relatively easy to circumvent. Before entrusting any technology to protect people from the spread of infectious disease, it should be subjected to rigorous formal analysis and security review. At this stage, W3C VC, DIDs, and related technologies have not yet undergone sufficient scrutiny.

Even if the standards become more mature, this approach to any kind of immunity-related credentials will likely still be disproportionate and excessive. There are myriad other permutations of digital certificates, traditional public key infrastructure (PKI), and even other kinds of databases that don’t raise the same concerns as a distributed ledger. Moreover, it is unclear why you would ever need a global public registry of any kind in connection with immunity classifications or status, particularly in light of the risks outlined above. In fact, because ledgers are logically centralized and actually a single point of failure, any problems with the ledger, including collusion or malicious attacks, could compromise the ability of individuals to produce or manage their credentials. This could result in severe interferences with their fundamental rights, while offering limited recourse or accountability for parties involved in maintaining the ledger.

Concluding Remarks

At this stage, based on the state of public health and scientific evidence surrounding COVID-19, we remain unconvinced that “immunity passports” or even immunity certificates are possible, let alone desirable. Should they become possible, we are also unconvinced of their necessity, given the limited precedent for such artifacts among other infectious diseases. And even if they should become possible and necessary, we believe the use of VCs, DIDs, and blockchain in connection with their issuance would be excessive. Finally, we would be skeptical of any solutions put forward by private sector actors, without significant public sector, civil society, and other stakeholder engagement.

The prospect of severely curtailing the fundamental rights and freedoms of individuals through ill-thought-out plans for “immunity passports” or similar certificates, particularly ones that would leverage premature standards and a highly experimental and potentially rights-infringing technology like blockchain, is beyond dystopian. We urge law and policymakers to think twice before entertaining such industry-driven, technology-first solutions to complex public health and humanitarian crises. Rather, we should pursue more ethical, scientifically sound, and human rights-preserving alternatives spearheaded by a diverse group of stakeholders, and which rely on tested and proven technologies that exist within a clearer legal framework. If ever there was a time to avoid moving fast and breaking things, this is it.

¹ CCI, self-described as “a direct response to the many calls for an ‘immunity passport,’” is led by for-profit companies eager for a use case for their as-yet unadopted technologies. Notably, participants do not include any public health experts.

² Among patients who suffer from severe yellow fever disease, there is a 30%-60% mortality rate. While the estimated overall mortality rate of COVID-19 and accurate mortality estimates for those who suffer from severe illness are still emerging, the prognosis is bleak among patients who require mechanical ventilation due to severe COVID-19 illness. In both diseases, survivors often face a long period of recovery with additional complications.

³ Non-immune humans infected with yellow fever in sub-Saharan Africa or South America who travel to Europe, North America, or Asia, and are subsequently bitten by an uninfected mosquito in the non-endemic country, can serve as vectors for rapid spread of the disease among in previously unaffected regions.

Elizabeth M. Renieris (@hackylawyer) is the founder & CEO of HACKYLAWYER, a privacy expert (CIPP/E, CIPP/US), fellow at the Berkman Klein Center for Internet & Society at Harvard University, and a Technology & Human Rights fellow at the Carr Center for Human Rights Policy at Harvard’s Kennedy School of Government.

Dr. Sherri Bucher is Associate Research Professor of Pediatrics at Indiana University School of Medicine, and Adjunct Associate Special Professional in maternal-newborn-child health at Eck Center for Global Health, University of Notre Dame.

Christian Smith is the CEO and co-founder of Stranger Labs. Previously, he led a research engineering team developing privacy enhancing technologies at MIT, and built open source software and implemented emerging identity standards and security protocols at Anvil Research.

Elizabeth M. Renieris

WRITTEN BY

Elizabeth M. Renieris

Founder @ hackylawyer | Fellow @ Berkman Klein Center for Internet & Society | Fellow @ Carr Center at Harvard |CIPP/E, CIPP/US | Privacy, Identity, Blockchain

Legal Advisor Resigned from ID2020 Objecting To Blockchain Immunity Passports For COVID-19

Report: The Dangers of Blockchain-Enabled “Immunity Passports” for COVID-19  (Good ID)

Elizabeth M. Renieris, a Harvard legal counselor on the ID2020 specialized warning board of trustees, has left the ID2020 Alliance. The association means to empower advanced character for those that need one, and is particularly dynamic with evacuees and underestimated gatherings. Renieris’ renunciation was driven by worries that the association will engage in COVID-19 insusceptibility visas, as Coindesk initially announced.

The ID2020 Alliance was established by Accenture, Microsoft, Gavi, Rockefeller Foundation and IDEO. Accomplices incorporate Mastercard, which joined a week ago, just as NGOs and UN organizations.

ID2020’s Executive Director, Dakota Gruener, as of late composed a Harvard whitepaper about security protecting COVID-19 resistance endorsements. The paper was distributed in her own ability. An assertion from Gruener is affixed.

Renieris accepts insusceptibility international IDs might actually encroach protection rights for tests that are problematic and that the character and blockchain principles are as yet a work in progress.

She was already on the Global Policy Counsel of Evernym, the self sovereign character association that established Sovrin and Hyperledger Indy. It’s likewise one of the 60 or more associations backing the COVID Credentials Initiative (CCI). Renieris’ contentions apply to the CCI of which she is likewise fairly basic.

ID2020 has likewise been the subject of one of the numerous COVID-19 paranoid fears identified with Bill Gates. The counter antibody development has woven a story that nanoparticles or CPUs could be infused into individuals as a Coronavirus inoculation that turns into a worldwide observation conspire. While the paranoid fear has been exposed, a Yahoo/YouGov survey tracked down that 28% of U.S. grown-ups accept the story and a further 32% aren’t sure.

What’s more, Renieris’ contentions convey more weight than a fear inspired notion. She laid out her focuses in a 4,000-word blog entry wrote along with Notre Dame clinical specialist Sherri Bucher and Christian Smith.

It explains that for some sicknesses, antibodies are hugely successful. This is the place where a center piece of ID2020’s work is so significant, outside of the Coronavirus. Be that as it may, Renieris makes solid contentions concerning why resistance visas for COVID-19 might be untimely.

The way that both Evernym and ID2020 have security promoters, for example, Renieris goes to the center of the two associations’ motivation, which is to give personality in a protection saving way. Nonetheless, there is no uncertainty that for certain areas, COVID-19 presents an open door. What’s more, character is absolutely one of them.

The blog entry composed ten days prior didn’t allude to ID2020 however specifies the COVID Credentials Initiative, which it says “is driven by revenue driven organizations enthusiastic for a utilization case for their at this point unadopted innovations. Eminently, members do exclude any general wellbeing specialists.”

So the central issue is whether there ought to be insusceptibility identifications by any stretch of the imagination. Also, that is the center of Renieris’ contention.

The legitimate obstacle

On the legitimate front, the blog entry refers to how in China, people need to show a green QR code of wellbeing status to get to public vehicle and work. To wave crucial privileges of opportunity of gathering, development, work, and then some, it’s contended there is a need to fulfill a three section test. The impedance should be as per the law, important to accomplish a specific point and proportionate to the point sought after. Furthermore, to suspend common freedoms, it ought to be proof based.

“Right now, we are aware of no particular or general lawful systems which would furnish people with adequate lucidity and accuracy concerning how any information handled regarding such blockchain-empowered insusceptibility qualifications would be represented or prepared, or that could furnish people with adequate shields or securities in regard of their utilization,” the blog entry states.

The clinical vulnerabilities

The question marks in the clinical region are much seriously convincing. Covid immunizer tests have demonstrated problematic, and it’s likewise muddled whether or for how long antibodies give invulnerability to contamination. A COVID-19 immunization is far off, so why the scramble for insusceptibility visas. The blog entry additionally contends that the lone insusceptibility declaration upheld by the WHO is for Yellow Fever and states it’s a helpless correlation with COVID-19.

“A shoddy resistance confirmation exertion, especially when not grounded in a set up logical and general wellbeing information base, and when attached to the capacity of individuals to monetarily uphold themselves and their families, is regularly overflowing with defilement, distress, and unreasonable motivating forces, like deliberate self-contamination with a possibly lethal infection.”

What the blog entry doesn’t address, and what is now occurring, is wellbeing declarations. This is the place where somebody has a test that says they don’t as of now have COVID-19, for instance, to go on vacation. This is the current arrangement in Cyprus for holidaymakers from certain locales. Be that as it may, between stepping through the examination and showing up at the objective, the vacationer might have gotten the infection.

Is the innovation excessively youthful?

Then, the blog entry investigates the innovation, explicitly the W3C principles for certain certifications and decentralized personalities (DID) just as blockchain. It contends they are an “extreme and unbalanced specialized methods for accomplishing any restricted general wellbeing results.” The contention is that the advances are as yet test and there’s a worry over untimely normalization that could repress future development.

Perhaps the most convincing contentions is that obvious certifications require a web association and are not intended to be utilized disconnected. Second is the continuous issue of how clients securely oversee private keys. Thirdly the blog creators guarantee that some APIs for certain accreditations leave the subject verification as discretionary. At the end of the day, it could be doable for somebody to mimic an inoculated individual.

Be that as it may, what Renieris’ contentions don’t consider is the other option. At Ledger Insights, we’ve announced various COVID-19 tasks and some don’t stick to W3C decentralized character (DID) principles. So if there must be resistance endorsements, there are far more terrible courses that could be followed. That is the reasoning given by ID2020’s Dakota Gruener in her Harvard paper and the motivation behind the COVID Credentials Initiative.

Renieris’ blog entry closes on what is the central issue: “we stay unconvinced that ‘insusceptibility visas’ or even resistance declarations are conceivable, not to mention attractive.”

Articulation from ID2020

We are thankful to Elizabeth Renieris for her administration over the previous year as an individual from the ID2020 Technical Advisory Committee. We cheer and offer her obligation to basic freedoms with regards to advanced character. Her criticism has consistently been smart and was especially developmental to the advancement of my new white paper on “insusceptibility testaments”.

We have been predictable in our declaration that innovation should not be seen as a panacea with regards to tending to this pandemic. Innovation arrangements should be joined by hearty, fit-for-reason trust structures and authoritative and administrative activities to guarantee their moral execution and straightforwardness. These ought to be created through an open and comprehensive public interaction that incorporates chose authorities, general wellbeing authorities, technologists, businesses, and social equity and advanced protection advocates.

At each progression, we have looked for criticism from common freedoms and advanced security gatherings to guarantee that these contemplations are not an untimely idea, but instead are incorporated into the specialized design of any computerized wellbeing authentication framework.

A lot is on the line and we have one opportunity to get this right. Indeed, even with these shields set up, advanced wellbeing endorsements may in any case be inadequate to address the current difficulty. Missing such defends, we can be guaranteed that they will accomplish more damage than anything else.

Corona-Urteil Weimar vs Merkel, Drosten , Spahn, Wieler, Lauterbach & Co – Das Explosive Dokument Im Original

Dem Urteil des Amtsgerichts Weimar vom 11. Januar 2021, Aktenzeichen 6OWi-523 Js 202518/20, war eine Geburtstagsfeier im April 2020 vorausgegangen, die von der Polizei beendet worden war. Sie sah darin einen Verstoß gegen die „Thüringer Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2“ und verhängte Bußgeldbescheide. Einer der Partygäste klagte daraufhin und wurde freigesprochen.

Nachfolgend werden die wichtigsten Passagen zitiert:

RN 21:
Es gab keine `epidemische Lage von nationaler Tragweite` (…), wenngleich dies der Bundestag mit Wirkung ab 28.3.2020 festgestellt hat.“

RN29:
Die Schreckenszenarien, die im Frühjahr die Entscheidungen über den Lockdown maßgeblich beeinflussten (…), beruhten auch auf falschen Annahmen zur Letalität des Virus (sog. Infection fatality rate = IFR) und zur Frage einer bereits vorhandenen bzw. fehlenden Grundimmunität gegen das Virus in der Bevölkerung.“

RN 31:
„Das allgemeine Kontaktverbot bzw. das Ansammlungsverbot (…) ist aus materiellen Gründen verfassungswidrig, weil es die in (…) als unantastbar garantierte Menschenwürde verletzt.

RN 33:
„Bei einem allgemeinen Kontaktverbot handelt es sich um einen schweren Eingriff in die Bürgerrechte. Es gehört zu den grundlegenden Freiheiten des Menschen in einer freien Gesellschaft, dass er selbst bestimmen kann, mit welchen Menschen (deren Bereitschaft vorausgesetzt) und unter welchen Umständen er in Kontakt tritt. Die freie Begegnung der Menschen untereinander zu den unterschiedlichsten Zwecken ist zugleich die elementare Basis der Gesellschaft. Der Staat hat sich hier grundsätzlich jedes zielgerichteten regulierenden und beschränkenden Eingreifens zu enthalten. Die Frage, wie viele Menschen ein Bürger zu sich nach Hause einlädt oder mit wie vielen Menschen eine Bürgerin sich im öffentlichen Raum trifft, um spazieren zu gehen, Sport zu treiben, einzukaufen oder auf einer Parkbank zu sitzen, hat den Staat grundsätzlich nicht zu interessieren.

RN 34:
„Selbst in der Risikoanalyse `Pandemie durch Virus Modi-SARS` (…), die immerhin ein Szenario mit 7,5 Millionen Toten beschrieb, wird ein allgemeines Kontaktverbot (ebenso wie Ausgangssperren und die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens) nicht in Erwägung gezogen.“

RN36:
„Hinzu kommt und als gesondert zu würdigender Aspekt ist zu beachten, dass der Staat mit dem allgemeinen Kontaktverbot zum Zwecke des Infektionsschutzes jeden Bürger als potentiellen Gefährder der Gesundheit Dritter behandelt. Wird jeder Bürger als Gefährder betrachtet, vor dem andere geschützt werden müssen, wird ihm zugleich die Möglichkeit genommen, zu entscheiden, welchen Risiken er sich selbst aussetzt, was eine grundlegende Freiheit darstellt.

RN49:
„Der Verordnungsgeber konnte aus den Daten des Robert-Koch-Instituts auch erkennen, dass es keine Hinweise auf die Wirksamkeit des am 22. März beschlossenen Lockdowns gab, …“

RN78:
Nach dem Gesagten kann kein Zweifel daran bestehen, dass allein die Zahl der Todesfälle, die auf die Maßnahmen der Lockdown-Politik zurückzuführen sind, die Zahl der durch den Lockdown verhinderten Todesfälle um ein Vielfaches übersteigt. Schon aus diesem Grund genügen die hier zu beurteilenden Normen nicht dem Verhältnismäßigkeitsgebot. Hinzu kommen die unmittelbaren und mittelbaren Freiheitseinschränkungen, die gigantischen finanziellen Schäden, die immensen gesundheitlichen und die ideellen Schäden. Das Wort ´unverhältnismäßig` ist dabei zu farblos, um die Dimensionen des Geschehens auch nur anzudeuten.“

Bei der von der Landesregierung im Frühjahr (und jetzt erneut) verfolgten Politik des Lockdowns (…) handelt es sich um eine katastrophale politische Fehlentscheidung mit dramatischen Konsequenzen für nahezu alle Lebensbereiche der Menschen, für die Gesellschaft, für den Staat und für die Länder des globalen Südens.“

UNITED STATES OF AMERICA, Plaintiff vs Roger J. Stone, Trump Adviser – Tax Affair – Original Document

Trump's help for Roger Stone adds to Washington tumult - Los Angeles Times
Roger Jason Stone (conceived Roger Joseph Stone Jr.; August 27, 1952) is an American traditionalist political expert and lobbyist. Since the 1970s, Stone has dealt with the missions of Republican lawmakers, including Richard Nixon, Ronald Reagan, Jack Kemp, Bob Dole, George W. Bush, and Donald Trump. As well as often filling in as a mission guide, Stone was a political lobbyist. In 1980, he helped to establish a Washington, D.C.- based campaigning firm with Paul Manafort and Charles R. Dark Jr. The firm selected Peter G. Kelly and was renamed Black, Manafort, Stone and Kelly in 1984. During the 1980s, BMSK turned into a top campaigning firm by utilizing its White House associations with pull in lucrative customers including U.S. companies and exchange relationship, just as unfamiliar governments. By 1990, it was one of the main lobbyists for American organizations and unfamiliar organizations.

A long-term companion of Donald Trump, Stone has been differently portrayed as a “eminent infighter”, a “prepared expert of hard-edged governmental issues”, a “deceptive bigmouth”, a “veteran Republican strategist”, and a political fixer. Over the course of the 2016 Trump official mission, Stone advanced various lies and intrigue theories. He has depicted his political usual methodology as “Assault, assault, assault – never shield” and “Concede nothing, deny everything, dispatch counterattack.” Stone originally proposed Trump run for president in mid 1998 while he was Trump’s gambling club business lobbyist in Washington. The Netflix narrative film “Get Me Roger Stone” spotlights on Stone’s past and job in Trump’s official campaign.

Stone authoritatively left the Trump lobby on August 8, 2015. Notwithstanding, two partners of Stone have said he worked together with WikiLeaks author Julian Assange during the 2016 official mission to dishonor Hillary Clinton. Stone and Assange have denied these claims. Nearly three dozen court orders were unlocked in April 2020 which uncovered contacts among Stone and Assange, and that Stone organized many phony Facebook records and bloggers to run a political impact conspire on friendly media.

On January 25, 2019, Stone was captured at his Fort Lauderdale, Florida, home regarding Robert Mueller’s Special Counsel examination and accused in an arraignment of witness altering, hindering an authority continuing, and five includes of making bogus statements. In November 2019, a jury indicted him on every one of the seven lawful offense counts. He was condemned to 40 months in prison. On July 10, 2020, days before Stone was booked to go to jail, Trump drove his sentence. On August 17, 2020, he dropped the allure of his convictions. Trump exculpated Stone on December 23, 2020.

Stasi 3.0: Die Abschaffung des Digitalen Briefgeheimnisses – EU Entwurf Geleakt – Original-Dokument

Liest die “Geliebte Führerin” Bald Überall In der EU Problemlos Mit ?

“Die EU will private Chats, Nachrichten und E-Mails massenhaft, anlass- und unterschiedslos auf verdächtige Inhalte durchsuchen. Die Begründung: Strafverfolgung von Kinderpornographie. Die Konsequenz: Massenüberwachung durch vollautomatisierte Echtzeit-Chatkontrolle und damit die Abschaffung des digitalen Briefgeheimnisses.

Die Europäische Kommission hat 2020 einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der es erlauben soll, alle privaten Chats, Nachrichten und E-Mails verdachtslos und flächendeckend auf verbotene Darstellungen Minderjähriger und Anbahnungsversuche (Kontaktaufnahme zu Minderjährigen) zu durchsuchen. Das heißt: Facebook Messenger, Gmail & Co sollen jede Kommunikation auf verdächtiges Text- und Bildmaterial scannen. Und zwar vollautomatisiert, durch den Einsatz von sog. ‘Künstlicher Intelligenz’ – ohne, dass ein Verdacht vorliegen muss. Meldet ein Algorithmus einen Verdachtsfall, werden alle Nachrichteninhalte und Kontaktdaten automatisch und ohne menschliche Prüfung an eine private Verteilstelle und weiter an Polizeibehörden weltweit geleitet. Die Betroffenen sollen nie davon erfahren.

Einige US-Dienste wie GMail und Outlook.com praktizieren diese automatische Nachrichten- und Chatkontrolle bereits. Verschlüsselte Nachrichten sind zurzeit noch ausgenommen. Die EU-Kommission will mit einem zweiten Gesetz aber bald alle Anbieter zum Einsatz dieser Technologie verpflichten”, so Patrick Breyer, EU-Abgeordneter von der Piratenpartei.

Breyer argumentiert so:

” Was hat das Ganze mit dir zu tun?

  • Alle deine Chats und E-Mails werden automatisch auf verdächtige Inhalte durchsucht. Nichts ist mehr vertraulich oder geheim. Kein Gericht muss diese Durchsuchung anordnen. Sie passiert immer und automatisch.
  • Falls die Maschinenprüfung anschlägt, werden deine privaten Fotos und Videos von Mitarbeitern von internationalen Konzernen und Polizeibehörden angesehen. Auch intime Nacktbilder von dir werden dann von unbekannten Menschen auf der ganzen Welt gesichtet, in deren Hände sie nicht sicher sind.
  • Flirts und Sexting werden mitgelesen, denn Texterkennungsfilter schlagen besonders häufig auf solche intimen Chats an.
  • Du kannst unschuldig in den Verdacht geraten, Material von Kindesmissbrauch zu verschicken. Denn die Bilderkennungsfilter sind bekannt dafür, dass sie auch auf völlig legale Urlaubsfotos mit Kindern am Strand anschlagen. 86% aller maschinell gemeldeten Verdachtsfälle erweisen sich als unbegründet, so die Schweizer Bundespolizei. 40% aller in Deutschland eingeleiteten Ermittlungsverfahren richten sich gegen Minderjährige.

“Die Trefferquote ist dabei sehr tief: «2020 trafen bei uns rund 8000 Meldungen ein», sagt Fedpol-Sprecher Florian Näf. «Strafrechtlich relevant waren davon zirka 14 Prozent.»”

(Quelle: Sonntagszeitung vom 14.03.2021, Seite 9)

  • Bei deiner nächsten Auslandsreise könnten dich große Probleme erwarten. Verdachtsmeldungen werden unkontrollierbar an Staaten wie die USA, wo es keinerlei Datenschutz gibt, weitergeleitet – mit unabsehbaren Konsequenzen.
  • Geheimdienste und Hacker können einfacher Zugriff auf deine privaten Chats und E-Mails erhalten. Denn sobald sichere Verschlüsselung für den Einsatz der Chatkontrolle ausgehebelt wird, ist die Tür offen zum massenhaften Auslesen deiner Nachrichten durch jeden, der die technischen Mittel dazu hat.
  • Das ist nur der Anfang. Ist die Technologie zur Nachrichten- und Chatkontrolle einmal etabliert, kann sie spielend leicht auch für andere Zwecke eingesetzt werden. Und wer garantiert, dass die Verdächtigungsmaschinen künftig nicht auch unsere Smartphones und Laptops kontrollieren? ” (Zitatende).

Hier können Sie das ganze Dokument downloaden:

https://drive.google.com/file/d/1hJcHDr-JjWuvdEur0hdDaHfuzh_Q3rbW/view

Statement der Kritischen Justiz zum Ermächtigungsgesetz – vulgo – “Infektionsschutzgesetz”

Angela Merkel has made a mess of the refugee situation say 81% on Germans |  Daily Mail Online

Ganz Europa fragt sich, was die wahren Hintergründe für Angela Merkels Handeln sind...

Das Regierungskabinett hat den Gesetzesentwurf am 13. April 2021 beschlossen. Er muss nun von Bundestag und Bundesrat angenommen werden, um Gesetz zu werden.

„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ (Art. 20 Abs. 1 GG)

Dem Netzwerk KRiStA wurde dieser Tage eine „Formulierungshilfe der Bundesregierung für die Fraktionen der CDU/CSU und der SPD“ zum dort vorliegenden Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes zugeleitet. Da sich der Entwurf und dessen Inhalt mit den in der Tagespresse dargestellten wesentlichen Punkten deckt, gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt von einem authentischen Dokument aus.

Unserem Selbstverständnis und eigenem Anspruch folgend, haben wir uns auferlegt, das juristische und politische Geschehen in Deutschland zunächst sorgfältig zu prüfen und erst in einem zweiten Schritt mit Stellungnahmen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Der vorgenannte Gesetzentwurf ist jedoch so weitreichend und soll in derart kurzer Zeit einer parlamentarischen Abstimmung zugeführt werden, dass wir uns gedrängt sehen, kurzfristig Stellung zu beziehen.

Um es mit den Worten von Jens Gnisa, dem ehemaligen Interessenvertreter von rund 17.000 Richtern in Deutschland, zu sagen:

„Der Bund schießt deutlich über alle VerhältnismäßigkeitsGrenzen hinaus.“

Nach seiner Ansicht

„…dürfte es sich wohl um das am tiefsten in die Grundrechte einschneidende Bundesgesetz der letzten Jahrzehnte handeln”.

Das Netzwerk KRiStA kann diese Auffassung nur unterstreichen. Der im Zentrum des Gesetzentwurfes stehende § 28b Infektionsschutzgesetzes (IfSG) würde die alleinige Kompetenz für die sogenannte „Corona-Notbremse“, mithin die einschneidendsten Maßnahmen für rund 83 Mio. Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg, in die Hand der Bundesregierung legen. Dieser würde ein Durchregieren bis in die Wohnzimmer der Menschen ermöglicht werden, in Abhängigkeit zudem von einem Messwert, der zunehmend in der Kritik von Juristen und Medizinern steht.

Zur Erinnerung: Der Föderalismus ist ein leidvoll errungenes Bekenntnis zur Machtbegrenzung und Machtverteilung sowie zum Vorrang der Regelung auf tiefstmöglicher Ebene. Dieses Prinzip hat sich seit 1949 bewährt und unser Land erfolgreich durch jede Krise geführt. Die Pandemiebekämpfung und die zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen Maßnahmen haben am sinnvollsten vor Ort in den Ländern zu erfolgen.

Darüber hinaus droht durch das angestrebte Nebeneinander von Bundesgesetz sowie von Verordnungszuständigkeiten von Bund und Ländern sowohl für den Bürger als auch den Verordnungsgeber ein unüberschaubarer Flickenteppich von Regelungen.

Diese Regelungen können sich zudem „über Nacht“ durch einen Automatismus starrer Inzidenzwerte ohne Rücksicht auf die Besonderheiten der Region oder das Zustandekommen dieser Werte ändern. Hierin liegt der zweite grobe Fehler. Die geplante starre Regelung einer bundeseinheitlichen Notbremse ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen ließe vollkommen außer Acht, dass der Inzidenzwert ein nahezu willkürliches Instrument zur Messung des Infektionsgeschehens ist. Die bisherigen Inzidenzzahlen basieren auf wöchentlichen Testungen in der Größenordnung von ca. 1,1 bis 1,6 Mio. Tests pro Woche. Der Positivanteil lag dabei laut RKI zuletzt (KW 13/2001) bei 11,1 Prozent aller Tests. Wenn – wie abzusehen – der Großteil der Arbeitgeber und Schulen eine oder mehrere Testungen der Arbeitnehmer oder Schüler einführt, wird die Anzahl der positiven Tests sprunghaft ansteigen. Zur Erinnerung: Es gibt derzeit allein ca. 10,9 Mio. Schüler in Deutschland. Der neue § 28b IfSG würde ein automatisiertes Durchregieren des Bundes auf unabsehbare Zeit manifestieren. Eine Betrachtung der konkreten Gesundheitsversorgung vor Ort und der verfügbaren Intensivbettenkapazitäten bliebe vollkommen ausgeblendet zu Gunsten eines Verfahrens, das sich zunehmender Kritik ausgesetzt sieht.

Nicht minder problematisch sind die einzelnen Eckpunkte der „Notbremse“. So sollen beispielsweise private Zusammenkünfte auch im privaten Raum mit höchstens einer(!) weiteren Person zulässig sein (§ 28b Abs. 1 Nr. 1 IfSG). Auch soll eine grundsätzliche nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr, die zuletzt von mehreren Gerichten für unwirksam erklärt wurde, bundeseinheitlich eingeführt werden (§ 28b Abs. 1 Nr. 2 IfSG). Dies ist eine Nichtachtung der Judikative. Auch die bisher schon ergriffenen Schließungen weiter Teile der Tourismus-, Freizeit- und Gastronomiebranche würden auf unbestimmte Zeit fortbestehen, wodurch sich eine bereits bestehende finanzielle Not weiter Teile der Wirtschaft verschärfen würde.

In einer Art manipulierbarem Automatismus würde der Exekutive auf Bundesebene eine praktisch nur durch das Bundesverfassungsgericht überprüfbare Macht zur Einschränkung elementarer Grundrechte eingeräumt werden. Gleichzeitig würde durch unmittelbar geltendes Parlamentsgesetz, das keiner Umsetzung durch die Exekutive mehr bedarf, der instanzgerichtliche Rechtsschutz und damit der Grundsatz der Gewaltenteilung ausgeschaltet. All dies hat mit den über Jahrzehnte gewachsenen Institutionen unserer parlamentarischen Demokratie, dem Föderalismus und dem Gebot effektiven Rechtsschutzes nicht mehr viel gemein.

Knapp und treffend von CDU-Politiker Prof. Dr. Max Otte auf Twitter formuliert:

„Wenn das durchgeht, ist die Diktatur vollendet und die klassischen Bürgerrechte sind weg, das sollte jedem klar sein.“

Wir fordern die Abgeordneten des Bundestages nachdrücklich auf, dieser offensichtlichen Entrechtung der Länderparlamente, weiter Teile der Judikative und vor allem der Menschen in diesem Land entgegenzutreten! Springen Sie über den Schatten Ihrer Fraktionsdisziplin und nehmen Sie das Wohl der Menschen in den Blick! 13.04.2021

Verantwortlich und für Rückfragen zuständig:
Thomas Barisic (Sprecher) | Thomas.Barisic@netzwerkkrista.de http://www.netzwerkkrista.de

ID2020 – Digital Identity – The Blockchain Knows Everything – Is Total Surveillance coming ?

Definition, Vorteile, Nachteile: Was ist Blockchain? - computerwoche.de

Thomas Kruchem of Swiss SRF reports:

"A powerful alliance of corporations and authorities is working on a transnational digital identity for everyone. That brings risks. 

"Every seventh person is excluded from state benefits because they cannot prove their identity," says Dakota Gruener, head of the ID2020 organization in New York City. “There is a proliferation of virtual identities on the Internet. Lack of efficient identity control costs us hundreds of billions of dollars annually. "

A revolutionary concept
ID2020 wants to change that. An alliance of high-tech companies like Microsoft and Accenture and the Rockefeller Foundation, of aid organizations like CARE and the vaccination alliance GAVI. The cooperation partners include the US government, the EU Commission and the UN refugee agency UNHCR.

ID2020 is planning a transnational digital identity in addition to state systems. This is where all information about the individual should flow together: training and vaccination certificates, financial status; Accounts on Facebook, data produced by the smartphone.

The data is stored on a blockchain - a digital account book that is also located on countless servers around the world and stores data in encrypted form. Their manipulation and deletion are currently not possible.

Dakota Gruener emphasizes that everyone should have access to the data themselves. If a bank, landlord or border guard wants to know details about him, he should only release the information he wants to release using a smartphone app - identified by his biometric data: face, iris, fingerprint. “Self-sovereign identity” is the catchphrase for it.

ID2020 creates the framework for pioneering projects that will later grow together. The World Economic Forum's Known Traveler Digital Identity (KTDI) project, for example, aims to make travel without papers possible. Those who take part provide biometric data and personal information such as the history of their trips abroad and credit card usage.

"If the KTDI traveler identifies himself with his face at the airport or when picking up the rental car, the information flows together in the background," explains Christoph Wolff, head of the project. "And he can almost always pass the checkpoint without being monitored." A KTDI pilot project will start in early 2021: passport-free travel between Canada and the Netherlands.

ID2020 itself provides refugees and unregistered people with a digital identity. "In Bangladesh only every fifth child has a birth certificate," reports Dakota Gruener. "We and GAVI create digital vaccination certificates for children and thus also give them a digital identity."

Similarly, the corona vaccination could soon help billions of people achieve a transnational digital identity. The vaccination certificate must be reliable, says Gruener.

No paper that can be lost or forged. No, a digital proof of vaccination on a biometric basis: the camera at the border authorities or at the entrance to the football stadium can tell from my face whether I have been vaccinated.

Brave New World: We Travel More Comfortably; Those previously excluded are given access to basic social services; Authorities need less paper, less time and less security personnel.

The other side of the coin is less reassuring.

Deletion impossible
According to the EU General Data Protection Regulation, only personal data required for specific purposes may be processed. The storage planned by ID2020 and supported by the EU Commission for general administrative purposes contradicts this regulation diametrically.

According to the General Data Protection Regulation, personal data must be deleted as soon as the purpose for which they were collected no longer applies or the data subjects revoke their consent. However, deletion does not work on a blockchain because all entries build on each other there.

According to the General Data Protection Regulation, a responsible body is liable for the correct handling of personal data. However, such an instance does not exist in blockchain-based data processing - only the automatic mechanism that has been set in motion and which no individual instance controls.

The biometric data that arises when building digital identities is the raw material for facial recognition systems. Several EU countries are experimenting with such systems. Nothing is known of the consent of those affected, which provides for basic data protection.

Power imbalance
The concept of ID2020 provides that we only give requesting entities information that we want to release. "Unrealistic," says Tom Fisher, data protection activist at Privacy International in London: "There is a power imbalance in almost every identity check: If my employer or a border official wants a document from me, I can hardly say 'no'."

In order to avoid the arbitrariness of inquiring authorities when dealing with transnational digital identity, there should be clear rules as to who is allowed to ask what. Answers might even have to be automated so that respondents do not reveal too much either accidentally or under pressure.

“An illusion,” says Dirk Fox, owner of an IT security company in Karlsruhe. The interests and power of the governments that have to agree to such rules are too different. Most governments were hungry for data and found data protection a nuisance. In fact, the market will probably create a fait accompli.


The initiators promise that the blockchain with our digital identity will be safe from hackers. And no government will be able to suck up data through the back door.

"Second illusion," says Fox: Who knows the hacking technologies of the future? And: “Every IT system can contain back doors. We also have a clear trend in all industrialized countries for intelligence services to organize access. "

The freedom of happy slaves
Under such circumstances, democracy would only exist on paper. "If a politician becomes uncomfortable, embarrassing data can be found out at any time with which he can be put under pressure."

"The bitterest enemies of freedom are the happy slaves," said the Austrian writer Marie von Ebner-Eschenbach. At the moment, almost only lone fighters are committed to protecting our data and our freedom.









More than 200 lawyers file judicial complaint against Judge Lewis A. Kaplan

Steven Donziger, Lawyer Known for Multibillion-Dollar Environmental Battle  With Chevron, Is Disbarred | New York Law Journal
Steven Donzinger
Download the files:Cover letterComplaintAppendix

Complaint signed by 37 organizations representing 500,000 lawyers worldwide details shocking violations of the code of Judicial Conduct by U.S. judge in long-running Chevron retaliation campaign. Chevron and Kaplan targeted Donziger after he helped Indigenous peoples win a landmark $9.5 billion judgment against the company in 2011 for dumping oil waste in the Amazon.

Dozens of legal organizations around the world representing more than 500,000 lawyers along with over 200 individual lawyers today submitted a judicial complaint documenting a series of shocking violations of the judicial code of conduct by United States Judge Lewis A. Kaplan targeting human rights lawyer Steven Donziger after he helped Indigenous peoples win a historic judgment against Chevron in Ecuador to clean up the pollution caused by decades of oil drilling with no environmental controls.The complaint was formally filed by the National Lawyers Guild in conjunction with the International Association of Democratic Lawyers (IADL). IADL was founded in Paris in 1946 to fight to uphold the rule of law around the world and has consultative status with UN agencies.Five pages in length with a 40-page appendix with 15 exhibits, the complaint is to be turned over to the chief judge in the federal appellate court in New York that oversees the trial court where Kaplan sits. The complaint is signed by an unprecedented number of legal organizations from approximately 80 countries collectively representing 500,000 lawyers.The Chief Judge of the Second Circuit Court of Appeals, Robert Katzmann, has a duty to read the complaint and determine whether he will appoint a committee to investigate and issue findings.The complaint could result in a censure of Kaplan or even his removal from the bench.“We wrote this judicial complaint after studying the record in this case and coming to the conclusion that Judge Kaplan has been acting as a de facto lawyer for Chevron in this litigation. He has shown a shocking pattern of escalating efforts to harm Mr. Donziger for his advocacy of the rights of indigenous people in Ecuador spanning a 10-year period,” said Jeanne Mirer, the President of the IADL. “The violations constitute a clear breach of the norms set out in the judicial canon of ethics that govern the behavior of judges in the United States. We believe the complaint demands urgent investigation by Judge Katzmann to stop this pattern of abuse and to prevent a highly regarded human rights lawyer from being unjustly convicted.”The complaint documents what its authors say is a pattern of ethics violations committed by Judge Kaplan, a former tobacco industry lawyer. Kaplan denied Donziger a jury, put in place a series of highly unusual courtroom tactics, severely restricted Donziger’s ability to mount a defense, and through his had picked judge to try him for criminal contempt has had him  detained him at home for more than one year on contempt charges that were rejected by the U.S. Attorney, and allowed him to be prosecuted by a private law firm that has Chevron as a client. He also imposed enormous fines on Donziger without a jury finding that have all but bankrupted him.The complaint alleges that the “statements and actions of Judge Kaplan over the last ten years show him to have taken on the role of counsel for Chevron … rather than that of a judge adjudicating a live controversy before him.” It added, “By these standards, he has violated his duty of impartiality under the canons of judicial conduct.”The complaint concluded that Judge Kaplan since 2010 has “beyond all bounds of reason” tried “to destroy Steven Donziger, both personally and professionally” and “by extension has blocked the access to remedy for the 30,000 Indigenous clients from the Ecuadorian Amazon that he has represented since 1993.”“Complainants are very concerned that the persecution of Mr. Donziger by Judge Kaplan and Chevron will have a chilling effect on the work of other human rights lawyers, acting as a warning of the consequences they will suffer should they try to hold major corporations accountable for their human rights violations,” the complaint said.Organizations signing the complaint also include the Center for Constitutional Rights; Lawyers Committee for Human Rights; National Conference of Black Lawyers; the Confederation of Lawyers of Asia and the Pacific (including lawyers from Japan, Philippines, Vietnam, Indonesia, and Pakistan); the African Bar Association, which includes lawyers from 61 nations; and the Indian Lawyers Association, among several others. The IADL also has members from more than 50 nations.Also signing the complaint are more than 200 individual lawyers, including Professors Charles Nesson and Lawrence Lessig of Harvard Law School; Marie Toussaint, a member of the European Parliament; Sarah Leah Whitson, the former Middle East Director for Human Rights Watch; Scott Badenoch, Jr., the Co-chair of the Environmental Justice Committee of the American Bar Association; and Bill Bowring, Professor of Law, Birkbeck College, University of London.In 2011, Donziger helped Indigenous peoples win a $9.5 billion environmental judgment against Chevron after it was found to have deliberately dumped billions of gallons of oil waste in a huge of swath of Amazon rainforest in Ecuador. Donziger represented 30,000 indigenous and local Ecuadorian communities that had been decimated by the dumping, with rates of childhood leukemia and other cancers skyrocketing. The court ruling was affirmed by six appellate courts in Ecuador and Canada, including the high courts of both countries.As part of an avowed campaign to “demonize” Donziger, and despite accepting jurisdiction in Ecuador, Chevron came back to the United States and filed a civil “racketeering” case against the lawyer and all 47 named plaintiffs from the rainforest that potentially sought $60 billion in damages — the highest personal liability in U.S. history. The company steered the case to Judge Kaplan, who denied Donziger a jury and then let Chevron pay a witness at least $2 million while moving him and his entire family from Ecuador to the United States. Chevron lawyers coached the witness, Alberto Guerra, for 53 days before Kaplan let him testify against Donziger; Guerra later admitted under oath that he had lied repeatedly. Kaplan also refused to let Donziger testify on direct.Prominent trial lawyer John Keker called the proceedings before Kaplan a “Dickensian farce” driven by the judge’s “implacable hostility” toward Donziger. In the meantime, 29 Nobel laureates and several human rights organizations have criticized the harassment of Donziger by judicial authorities and have demanded his immediate release.After the Canadian Supreme Court ruled in favor of the Ecuadorian plaintiffs, Judge Kaplan last year filed unprecedented criminal contempt charges against Donziger after he appealed post-judgment discovery orders to turn over to Chevron his attorney-client privileged work on his computer and cell phone. A judicial order requiring an attorney to disclose confidential work product to adversary counsel is thought to be unprecedented. That appeal is scheduled to be argued on Sept. 15 while Kaplan is trying to drive Donziger to trial on the contempt charges on Sept. 9, despite the fact Donziger’s lawyers cannot travel from out of town during the COVID-19 pandemic and not a single criminal trial has been held in the district since March.In another unusual move, after the U.S. Attorney’s Office refused to pursue Judge Kaplan’s contempt charges the judge appointed a private law firm, Seward & Kissel LLP—which is known for its extensive financial ties to the oil and gas industry—to prosecute Donziger in the name of the government while being paid an hourly rate by taxpayers. The firm immediately pushed for Donziger’s pre-trial detention and later disclosed that Chevron was a direct client of the firm.Donziger is now in his 13th month of home detention in a misdemeanor case where the longest sentence ever imposed on a lawyer convicted of the charge is three months of home confinement.The judicial complaint follows the formation last week of a case monitoring committee comprised of a separate group of prominent lawyers that also has been critical of how judicial authorities in New York have treated Donziger. The committee includes Michael Tigar, chair of the American Bar Association’s Section of Litigation; Nadine Strossen, a former president of the American Civil Liberties Union and a New York Law School professor; and Stephen Rapp, a former U.S. Department of State ambassador-at-large for the Office of Global Criminal Justice.In a news release last week announcing its formation, the committee said that “trial monitoring committees are often seen in high-profile cases around the world, but they’re most often employed in developing countries with problematic judiciaries.”“It is unusual for a case in the United States to have such deep problems that a trial monitoring committee feels the need to attend,” said attorney Scott Badenoch, who helped organize the group.

Thank you very much!

Marty Garbus 

Foul Play of Stanko Subotić and José Luís Arnaut Suspected – 47 Millions Euros Deal

New information raises questions about the relationship between a Serbian businessman who earned millions from selling land around Belgrade’s airport, and a Portuguese ex-minister whose law firm advised on the airport deal.

After winning the concession to expand Belgrade’s airport, French construction giant Vinci bought nearby land from controversial Serbian businessman Stanko Subotić for 47 million euros — over four times more than projected by an internal government assessment.
The following year, Subotić became business partners in a newly founded real estate company with a former Portuguese government minister, José Luís Arnaut, whose law firm had advised the Serbian government on the airport deal.
Arnaut initially denied any dealings with Subotić, who has been linked to organized crime, but later admitted to holding a minority position in the company, which he said was for “opportunistic investments in real estate.”
When French construction giant Vinci won the rights to operate Belgrade’s Nikola Tesla Airport in early 2018, President Aleksandar Vučić called it a “big deal for Serbia.”

“This is a thing that will strengthen our creditworthiness and bring us more investors,” he said at a press conference to tout the deal, which was backed by a loan from the European Bank for Reconstruction and Development.

“The airport will look much better than it looks now.”

Vinci paid just over half a billion euros for the rights to run the busiest airport in the Western Balkans for 25 years. The French firm also promised to spend another 732 million euros to upgrade the facility, including a major expansion to more than double its passengers to 15 million annually by the end of the concession period.

But the “big deal for Serbia” was also a big deal for wealthy businessman Stanko Subotić, who profited handsomely from land he owned near the airport.

KRIK and OCCRP previously reported that Subotić was poised to reap benefits from the new construction, but new information obtained by reporters shows that he earned far more than initially projected. Vinci paid 47 million euros for two parcels of land owned by a Subotić firm — more than four times higher than projected in a secret internal government report.

What’s more, within a year of selling the land, Subotić went into business with a former Portuguese politician whose law firm advised Serbia’s government on the airport deal, KRIK and OCCRP have learned. That firm, CMS Rui Pena & Arnaut, had also been an adviser to Vinci in Portugal.

In 2016, when the Serbian government was still deciding what to do with the state-run airport in Belgrade, it hired CMS Rui Pena & Arnaut as part of an advisory team led by a French consulting company. The group recommended that the Serbian government seek a concession deal, and drafted a feasibility study for the agreement. Vinci signed the concession agreement in March 2018, and set about arranging to buy Subotić’s land.

The land sale was finalized in December 2018. Then, at some point in 2019, Subotić became partners in a real-estate company with one of the law firm’s managing partners, José Luís Fazenda Arnaut, a former deputy prime minister of Portugal, newly available corporate ownership data from Luxembourg reveals. It is unclear how the two men knew each other.

“Now that we have all pieces put together, it of course raises suspicion of a connection between Subotić, the government of Serbia, and this law office,” said Zlatko Minić from Transparency Serbia. “The question is whether Vinci is also connected in this deal or they found themselves in a situation in which they could not choose.”

Arnaut initially denied having set up a company with Subotić, but later confirmed he was an investor in their joint venture, Vanguardlevel, which he said was for “opportunistic investment” in real estate. He dismissed the suggestion that there was any conflict of interest at play, saying he was not part of the team from his law firm that advised on the airport deal.

Vinci said the company bought the land from Subotić because it was needed for the airport expansion, and said the final deal took into account the “privileged situation” of the sellers. The company dismissed questions about the disparity between the price Vinci paid for the land and the government advisers’ estimate.

“Comparing their price per square meter to that of other plots of land is not relevant,” the company said.

Subotić’s lawyer, Antoine Vey, declined to answer specific questions on the matter, but said: “Stanko Subotić will not hesitate to use any legal means to defend his interests, as he has done in the past.”

“The Price Is Shocking To Me”
Subotić, who before the global financial crash was one of the 100 richest people in Central and Eastern Europe, was the largest private owner of land around Nikola Tesla Airport when Vinci won the concession to expand it.

Originally, Serbian airport authorities planned to build the expansion on 28 of Subotić’s 112 hectares. A document obtained by KRIK and OCCRP shows a government advisory group estimated in 2016 that land in the area would cost 100 euros per square meter, meaning Subotić would reap some 28 million euros.

After the concession deal, Vinci ended up buying less than 11 hectares of Subotić’s land — but paid 47 million euros for it, or 436 euros per square meter, according to a financial statement from the company through which Subotić owned the land.

That price tag is also nearly double the airport’s own valuation of the land. Its financial report for 2019 estimated the two parcels owned by Subotić were worth just 25.4 million euros.

“The price is shocking to me,” said Minić from Transparency Serbia.

Vinci said it started negotiations to buy Subotić’s land in 2017, while it was still bidding for the airport concession, and completed the deal a year later, after it had won the tender.

Vinci said it dealt with Subotić because it needed his land. “The sale price of the plots of land was the result of a seller/buyer negotiation taking into account their privileged situation,” the statement said. “These plots were necessary for our optimal technical and operational solution for the development of the airport.”

But not all the bidders took the same approach. Zurich Airport’s competing bid for the concession proposed building in an area that did not seem to include Subotić’s land.

Before advising the Serbian government on its airport, CMS Rui Pena & Arnaut had also consulted for Vinci. Arnaut personally helped the French company negotiate its successful 2013 purchase of the state-run Aeroportos de Portugal (ANA), which controls 10 airports in Portugal.

ANA became a subsidiary of Vinci Airports, and the Portuguese politician was appointed chairman of its board on January 4, 2018 — the day before Vinci was awarded the Serbian airport concession.

After three years as a member of parliament in Portugal, he was appointed to the position of “minister attached to the prime minister,” also sometimes referred to as deputy prime minister, under José Manuel Barroso in 2002. A member of the parliamentary assembly of the Council of Europe, he used to be on the political committee of NATO’s parliamentary assembly. He also has links to banking behemoth Goldman Sachs, sitting on its international advisory board.

In the mid-2000s, Arnaut was tasked with undertaking a root-and-branch review of how soccer was run in Europe, after the game had been plagued by a host of scandals. Currently, he is president of the assembly of the Portuguese Football Federation.

Pressed on whether his ties to Vinci created a conflict of interest in Serbia, Arnaut said he was never part of the legal team that advised on Nikola Tesla Airport.

“I personally never provided services to the Serbian Government in my career,” he said, adding that “Chinese walls” set up within the law firm meant that “sensitive information relating to the Belgrade Airport project was kept within the team allocated to it.”

Vinci said that Arnaut told them he did not advise Serbia’s government on the airport deal.

“Mr. Arnaut had no influence whatsoever on the decision” to award the tender to Vinci, it said.

At some point in 2019, Subotić and Arnaut became partners in a real estate company called Vanguardlevel, which had been set up in March that year in Portugal by a company Arnaut controls, Platinumdetails.

Data from Luxembourg’s register of ultimate beneficial owners (UBOs) shows Subotić owns 90 percent of Vanguardlevel through his firm Emerging Markets Investments. Arnaut controls the remaining share through Platinumdetails.

Reporters have not been able to find any property owned by Vanguardlevel.

When contacted by a reporter, Arnaut first denied working with Subotić. “I don’t have businesses. I am a lawyer,” he said before hanging up the phone.

Later, when queried again by email about his links to the Serbian businessman, he backtracked. “Vanguardlevel was created for opportunistic investments in Real Estate, and I decided to participate in a minority position with my own funds as a financial investor,” he wrote to reporters.

“This company for the development of its investments resorted to financing as it is market practice. I still own this investment as the Real Estate market, as many others, has suffered greatly with the ongoing economic crisis thereby affecting the expected return on investment.”

Serbia’s government did not respond to a request for comment.

This is the second questionable deal that the OpenLux data has revealed involving Subotić, who was convicted by a Serbian court in absentia for smuggling cigarettes in 2011 but was later acquitted after a controversial retrial.

Subotić has been known to do business with a prominent underworld figure.

Police and prosecutors in at least two countries have linked him to Darko Šarić, who was sentenced to 15 years in prison in 2018 for smuggling almost six tons of cocaine. Subotić’s name appears several times in documents from the Serbian investigation against Šarić, but he has never been charged.

In 2008, an offshore company Šarić owned gave a guarantee to a Subotić company in Montenegro so that he could secure a loan from Prva Banka, a bank run by a brother of Montenegro’s President Milo Dukanović.

Nebojša Joksović, Šarić’s one-time ally, testified at his drug trial that Šarić once loaned Subotić 6.5 million euros. The collateral, Joksović said, was an island that Subotić owned off Montenegro’s coast.

When the U.S. Drug Enforcement Administration (DEA) investigated Šarić, they listed a man named Stanko Subotić as related to the drug lord’s gang.

According to a secret Serbian crime police report from 2009, Šarić and Subotić communicated on a daily basis on dedicated burner phones known in Serbia as “specials,” and when officers raided Šarić’s home they found a Harley Davidson motorbike owned by Subotić.

Subotić’s lawyer, Vey, did not answer specific questions but stressed that Subotić has been cleared of all criminal charges laid against him.

Arnaut did not respond to questions on how he knew Subotić, or whether he was aware of the Serbian businessman’s reputed ties to Šarić. However, he noted that Subotić had been acquitted of the charge of cigarette smuggling.

“As an individual and a lawyer, I strongly believe in the rule of law as a main principle of a democratic state and fully respect court decisions as a believer in justice and institutions,” he wrote.

Another OpenLux investigation found that last year, Subotić used a Luxembourg shell company to sell an airline to Nikola Petrović, a close associate of Serbia’s President Vučić.

The story offered the first documented evidence linking Subotić to the president’s inner circle. Vučić has since hit back, saying he had never ridden on “buses, planes, or anything else” belonging to Petrović.

“He has always been rich,” Vučić told a reporter about Petrović, saying he had no knowledge of his friend’s business affairs.

SEC Obtains Multi-Million Dollar Final Judgment VS North Star – Original Documents

DeVere, firm targetting UK expats, said to face SEC probe
Securities and Exchange Commission v. North Star Finance LLC et al., Civil Action No. 15cv1339 (D. Md.)
The Securities and Exchange Commission has obtained final judgments against the defendants in an advance fee loan scam involving bogus prime bank instruments.
On October 17, 2019, the United States District Court for the District of Maryland permanently enjoined Defendants Michael K. Martin and Capital Source Lending LLC from violating Sections 5 and 17(a) of the Securities Act of 1933 (“Securities Act”) and Section 10(b) and Rule 10b-5 of the Securities Exchange Act of 1934 (“Exchange Act”). The Court also enjoined them from directly or indirectly participating in the issuance, offer, or sale of any security, with the exception of the purchase or sale of securities listed on national securities exchanges. Martin was further enjoined from violating Section 15(a) of the Exchange Act.
The Court ordered Martin and Capital Source Lending to disgorge $2,689,660 plus $341,130 in prejudgment interest jointly and severally, and assessed a civil penalty against each of them in the amount of $3,030,791.
As to Defendant Thomas H. Vetter, the Court permanently enjoined him from violating Section 15(a) of the Exchange Act, and from aiding and abetting violations of Section 17(a) of the Securities Act and Section 10(b) and Rule 10b-5 of the Exchange Act. The Court enjoined Vetter from directly or indirectly participating in the issuance, offer, or sale of any security, with the exception of the purchase or sale of securities listed on national securities exchanges. The Court ordered Vetter to pay $143,326 in disgorgement plus $19,772 in prejudgment interest, and a civil penalty of $163,098.
Defendants North Star Finance LLC, Thomas G. Ellis, and Yasuo Oda, previously consented to the entry of permanent injunctions against them. In its October 17 order, the Court ordered North Star to disgorge $2,062,255 plus prejudgment interest of $256,905 and to pay a civil penalty of $2,319,160. Ellis was assessed $822,282 in disgorgement and $101,941 in prejudgment interest jointly and severally with North Star, and was ordered to pay a separate civil penalty of $924,223. Similarly, Oda was ordered to pay $683,498 in disgorgement and $84,736 in prejudgment interest jointly and severally with North Star, and was ordered to pay a separate civil penalty of $768,234.
Finally, the Court ordered Relief Defendants Goodwill Funding Inc. and Charel Winston to pay disgorgement and prejudgment interest jointly and severally of $159,313.
The SEC’s investigation was supervised by Timothy N. England. The SEC’s litigation was led by Patrick R. Costello and Matthew B. Reisig, and supervised by Frederick L. Block. The SEC appreciates the assistance of the Federal Bureau of Investigation’s Buffalo Field Office.

Alexey Navalny’s Wellbeing Is Breaking Down In Jail, His Legal Counselor Says

The state of Alexey Navalny’s health is deteriorating in prison, his lawyer Olga Mikhailova told on Wednesday, March 24.

“Yesterday his leg went numb. Before that his back hurt for a long time. On Friday, he was seen by a local neurologist, on Monday he was given two ibuprofen tablets, and that’s it. Naturally, he didn’t get better.”

According to Mikhailova, Navalny’s lawyers are currently near the Pokrov penal colony where he is in custody, but they aren’t being allowed inside on the pretext of “sensitive activities.”

Navalny’s chief of staff Leonid Volkov believes that the opposition politician may have been moved to the prison’s hospital, and that the prison administration wants to hide this fact.

On March 15, it was confirmed that Alexey Navalny was in custody at Penal Colony No. 2 (IK-2) in the city of Pokrov in Russia’s Vladimir region. That same day, Navalny’s associates uploaded a Facebook post on his behalf, in which he wrote that he was “doing well overall.”

Another social media post was published on Navalny’s behalf on March 22. It made no mention of the state of his health.

On Monday, Alexey Navalny confirmed that he is in custody at Penal Colony No. 2 in the town of Pokrov, northeast of Moscow. His whereabouts were unknown over the weekend after the news broke on Friday that he had been transferred out of a detention center in the nearby town of Kolchugino. Navalny says he’s “doing well overall,” though he described the notorious penitentiary as a “friendly concentration camp.” According to his lawyers, with whom Navalny met on Monday, the opposition politician is set to remain in a quarantine unit for the next two weeks, after which he will be integrated with the prison’s general population.

Alexey Navalny confirmed that he had been moved to Pokrov’s Penal Colony No.2 in social media posts made on his behalf during the day on Monday. Describing the conditions of his detention, Navalny wrote, “I haven’t yet seen any violence or even a hint of it, although by the tense posture of the convicts, standing at attention and afraid to turn their heads, I easily believe the numerous stories that here, in IK-2 Pokrov, people were beaten half to death with wooden hammers just recently.” The opposition politician underscored that the penitentiary operates based on the “literal fulfilment of endless rules.” In his words, the Federal Penitentiary Service (FSIN) has “set up a real concentration camp 100 kilometers [62 miles] from Moscow.” “That’s what I call my new home ‘our friendly concentration camp’,” Navalny wrote, adding that he’s “doing well overall.”
IK-2 is a notoriously harsh penal colony, where the administration exercises total control over the lives of the inmates. In early March, Navalny’s Anti-Corruption Foundation (the FBK, which is considered a “foreign agent” in Russia) released a video about the penitentiary, featuring reports about prison staff beating inmates, including immediately upon arrival. Activist Konstantin Kotov, who served a sentence at Penal Colony No. 2, said that prisoners who defend their rights “can be reprimanded for anything, even an unbuttoned button,” which can, in turn, affect their eligibility for parole. Kotov’s lawyer Maria Eysmont said that in Penal Colony No. 2, “everything is aimed at making people feel completely dependent on the administration.”

Navalny’s Partners Launch New Mission Requiring His Freedom

Moscow court rejects Kremlin critic Navalny's appeal against prison sentence

Alexey Navalny’s allies have reported the beginning of another “Freedom for Navalny!” crusade, which incorporates plans to hold another convention requiring his delivery from jail.

As per a post distributed on the resistance lawmaker’s site, the forthcoming dissent activity will be a “generally unique meeting that everybody will think about.” The individuals who wish to make a section in a dissent move are approached to enlist their email address on a devoted site — Navalny’s partners have vowed to name the date of the assembly once 500,000 individuals have joined.

We know the solitary hindrance to this is dread. [Russian President Vladimir] Putin is acceptable at exchanging dread. His mob police with truncheons, his police vans and judges — the entirety of this attempts to threaten the residents of our country. Try not to go out: you’ll be beaten, fined, captured — this is his principle contention, his fundamental instrument for looking after power. Yet, we additionally realize very well that if 1,000 individuals come out they all get captured, if it’s 10,000 they get scattered, however on the off chance that it’s 100,000 the mob police are respectful.

Very quickly after the declaration about the dispatch of the mission went up, the enrollment site got inaccessible. At the hour of this composition, in excess of 15,000 individuals had enrolled to take an interest.

On February 2, a Moscow condemned Navalny to time in jail for supposedly disregarding his parole in the Yves Rocher case while in Germany (where he went through five months recuperating in the wake of being harmed with a synthetic nerve specialist in August 2020). Navalny will currently burn through more than two years in jail. Right now, he’s carrying out his punishment at Corrective Settlement No. 2 (IK-2) in the city of Pokrov in the Vladimir district.

In late January and early February, a huge number of individuals across Russian participated in supportive of Navalny showings. In many urban areas, cops savagely scattered the dissidents; in absolute in excess of 10,000 individuals were confined, large numbers of whom in this way gotten prison time or sizable money related fines. The specialists additionally dispatched around 90 criminal cases regarding the exhibitions.

European Court Of Human Rights – Mordashova Against Russia

The Family of the Russian $ 23,9-Billionaire Mordashova, Owner of Severstal,

Mordashov and his first wife Elena (sometimes Yelena) have a son, Ilya, and divorced in 1996. In 2001, it was revealed in a St Petersburg divorce court that he was paying only $620 a month to support his ex-wife and son, when she sued him for half of his pre-divorce property but lost the case and incurred large fees. The case was eventually settled after she took it to the European Court of Human Rights.

Below are the original court documents.

How Russian Cops utilize compromised Informers to imprison innocent Individuals

K.G.B. Museum Closes; Lipstick Gun and Other Spy Relics Go on Sale - The  New York Times
A KGB Office in the KGB Museum, New York City, NYC, USA

Correspondents from iStories and Meduza inspected Moscow court archives and discovered more than 140 “proficient observers” — individuals who consistently affirm in legal disputes identified with drug charges. The training is unmitigatedly illicit, however judges send individuals to jail for quite a long time dependent on these observers’ declarations.

In May 2018, 35 year-old Natalya Goloborodko contacted Moscow police with an end goal to “uncover a seller of illegal substances.” The officials chose to lead a “test buy” — Goloborodko would purchase drugs from the vendor under official watch. The police discovered two observers, and together they all went to the home of Nikolai Grigoryev, the supposed street pharmacist. When the arrangement was made, the officials captured Grigoryev. Back at the station, they seized the cash Grigoryev had supposedly gotten from Goloborodko for the medications, and — within the sight of witnesses — they discovered MDMA, amphetamines, and hash in his loft. The specialists accused Grigoryev of two checks of selling medications and one tally of endeavoring to sell (they found data about future medication bargains on his telephone). He admitted to everything upon cross examination.

In court, notwithstanding, Grigoryev kept up his guiltlessness, saying that the police constrained his admission and that Natalya Goloborodko outlined him. He confessed to knowing Goloborodka, yet demanded that he never sold her amphetamines. The police planted the cash on him, he said. Nikolai’s mom and sister said in court that they had “never associated him with managing drugs.” The wrongdoing’s just observers were the cops, Goloborodko, and the two authority witnesses.

Grigoryev ended up gathering one of them in a squad car before his condemning hearing. 38 year-old Mikhail Rakhmankin, whose duty as an authority witness was to go about as a free onlooker during the hunt, had just been attempted twice for managing drugs himself. He was in the squad car with Grigoryev on the grounds that he was at the same time under scrutiny, and the two men were being kept in a similar pretrial detainment office.

Regardless, the adjudicator decided that “the safeguard’s assessment that the hunt included observers who were subject to cops is unconfirmed.” On August 1, 2019, the Kuntsevsky District Court indicted Nikolai Grigoryev and condemned him to 11 years in jail.

iStories and Meduza’s investigation found that Grigoryev’s story is just a drop in a larger sea of fabricated drug cases. They analyzed tens of thousands of sentences and discovered more than 140 “professional witnesses” in Moscow alone; many of them were officers’ acquaintances, drug addicts, or people who had previously been convicted. Police officers regularly used these people to fabricate criminal cases, ultimately sending defendants to prison for years, despite their lawyers’ protests.

BELARUSSIANS JOURNALISTS SENTENCED TO PRISON FOR LIVESTREAMING PROTEST

On Thursday, February 18, a Minsk court condemned columnists Darya Chultsova and Katsyaryna Andreyeva from the free TV station Belsat to two years in jail. They were seen as liable of getting sorted out fights, regardless of the way that they were just running a live stream of the meeting being referred to. Columnists from nations around the globe have stood up on the side of these two ladies and common liberties safeguards have proclaimed them political detainees. Meduza relates how the criminal argument against Darya Chultsova and Katsyaryna Andreyeva happened and how their preliminary finished.

Against the setting of fights leading the pack up to the 2020 official decisions the previous summer, the Belarusian specialists completed a heightening crackdown on autonomous media. In June, Interior Minister Yury Karayeu (who was taken out from office only months after the fact) straightforwardly blamed columnists for getting sorted out exhibits — supposedly, journalists were utilizing live streams to organize the fights. Belarusian President Alexander Lukashenko (Alyaksandr Lukashenka) sponsored up Karayeu’s cases — and furthermore requested that writers working for unfamiliar outlets be removed from the country.

The Belarusian specialists didn’t stop there. Since the beginning of the fights in Belarus writers have been kept roughly multiple times; a large number of them were held in guardianship and thrashed by police (counting Meduza’s own unique reporter, Maxim Solopov). As indicated by the Belarusian Association of Journalists (BAJ), nine columnists are dealing with criminal indictments.

On February 9, perhaps the most prominent bodies of evidence against Belarusian writers went to preliminary — journalist Katsyaryna Andreyeva and camera administrator Darya Chultsova from Belsat TV had their first of four meetings in court. These two columnists work in announcing and live streaming, and were covering fight rallies.

Katsyaryna Andreyeva is 27 years of age — previously, she teamed up with Radio Svoboda, and was distributed in the autonomous Russian paper Novaya Gazeta. She began working for Belsat TV in the spring of 2017.

Daria Chultsova is four years more youthful — only 23 years of age. She moved on from the Faculty of History and Philology at Mogilev University and filled in as a correspondent prior to turning into a camera administrator. After the August 2020 official political race in Belarus, she moved to Minsk.

On Thursday, February 18, judge Natallya Buhuk saw the two young ladies as liable of “coordinating mass occasions that terribly abuse public request” and condemned every one of them to two years in jail.

A chase for writers

Andreyeva and Chultsova were captured on November 15, 2020. On that day, a remembrance rally was occurring in the Belarusian capital out of appreciation for Raman Bandarenka — a resistance nonconformist killed in Minsk. Individuals assembled close to Bandarenka’s home, in the patio of a private complex known as “Changes Square.” The specialists had closed down versatile Internet totally in Minsk that day, so the proprietors of a loft in a skyscraper sitting above the meeting’s area permitted Andreyeva and Chultsova to communicate a live stream from their home.

Towards night, the security powers brutally scattered the meeting, capturing a large number of its members. Outfitted exceptional powers officials separated the entryway of the condo that the writers were working from and blamed them for participating in the fights and defying security officials — both Andreyeva and Chultsova were condemned to seven days in regulatory confinement.

“Each time Katya [Katsyaryna Andreyeva] went to such an assembly she knew that she probably won’t get back. Adequately, after the 2020 decisions, a genuine chase for writers was proclaimed. Each time she left with a knapsack containing all the necessities if there should arise an occurrence of capture,” Andreyeva’s better half Ihar (Igor) Ilyash told Meduza.

Ilyash also works as a journalist for Belsat and has collaborated with Meduza on more than one occasion. According to him, Andreyeva fell ill after her arrest. She got a headache and then lost consciousness. She was escorted to the hospital and though the doctors didn’t find any serious injuries, they recommended that she see a neurologist and prescribed medications. Instead of being allowed to follow the doctors’ advice, Andreyeva and Chultsova were sent to the Okrestina Street detention center — a Minsk jail that became a symbol of police brutality amid the 2020 protests. 

Their four-person cell held a total of 11 people. The detainees weren’t given blankets or sheets and were forced to sleep on old mattresses.

A criminal case was opened against Andreyeva and Chultsova while they were still serving time in administrative detention — even though the court’s ruling on the administrative charges noted that there was no evidence of a crime in their actions. Andreyeva and Chultsova stood accused of “organizing and preparing actions that grossly violate public order.” State investigators claimed that the journalists had used the live streat to “gather the protesters” on “Changes Square,” which, in turn, disrupted public transit. The damage to “Minsktrans” was estimated at 11,526 Belarusian rubles (about $4,440).

The two women were transferred to a prison in Zhodino (a city located 50 kilometers, or 30 miles, from Minsk), which held many of the protesters arrested during the opposition demonstrations. Katsyaryna Andreyeva and Darya Chultsova pleaded not guilty to the charges. Belarusian human rights activists declared them political prisoners. The Belarusian Association of Journalists spoke out in their defense, as did the European Federation of Journalists. A number of Russian public figures also made personal appeals to Alexander Lukashenko demanding their release. 

On January 20, 2021, Ihar Ilyash published an open letter to the investigators handling the case against Katsyaryna Andreyeva and Darya Chultsova. “You’re slipping into complete absurdity — you’re [looking] Katsyaryna’s relatives in the eyes and saying that she supposedly isn’t a journalist, that she wasn’t fulfilling any professional duties on ‘Changes Square.’ Not only is this a blatant lie, but it also makes no sense: it’s as if a non-journalist can be illegally imprisoned,” he wrote.

Despite being arrested and charged, the two girls remained optimistic, their family members said. According to Ilyash, Katsyaryna often emphasized in her letters that she didn’t regret anything. Darya Chultsova’s mother Natallya also noted that her daughter never doubted her decision to become a journalist.

In total, there were four sessions in the trial of Katsyaryna Andreyeva and Darya Chultsova. The first took place on February 9 and the last on the morning of February 18.

Before the trial began Katsyaryna Andreyeva made an appeal. “My case is fabricated from beginning to end, and fabricated very ineptly. I consider this the revenge of the special forces for professional journalistic activity. On November 15, I was detained on a criminal order. On that day, the security forces told me: ‘You won’t conduct your live streams ever again!’ Then another criminal order was issued and they put me in jail,” said her statement, as read out by her husband Ihar Ilyash during a special press conference. 

According to Ilyash, the process itself was very strange. For example, only journalists from state media were allowed to attend the hearings. Ilyash is convinced that this was intended to draw international attention away from the trial, because it was covered by Le MondeBBCDeutsche Welleand many other international outlets.

Ilyash himself, who was also detained amid the protests and then placed in administrative detention, appeared in court as a witness. “They asked me about some details that had nothing to do with Katsyaryna and Darya. For example, do I have a marriage contract, what my salary is, and so on,” he told Meduza. 

In total seven witnesses were questioned in court. According to the defense, they weren’t able to say anything specific about the defendants’ alleged guilty. For example, when they questioned Nikolai Skorin, a pensioner who lives on “Changes Square,” he said that on November 15 he stood at his window for three hours and saw that the number 18 bus had stopped running. He also noticed a car in the courtyard which, in his opinion, could have “coordinated the protesters” and reported it to the police. That said, he didn’t see any journalists.

The owners of the apartment where the journalists ran their live stream also spoke in court — they emphasized that they didn’t hear any calls to participate in the rally from them. A “Minsktrans” employee by the name of Raman Pranovich was also called to the stand — he said that the disruptions to public transport were caused by protesters who blocked the road. The journalists’ relatives paid compensation to Minsktrans for the damages, after which the enterprise withdrew a separate claim against Andreyeva and Chultsova. 

The defense argued that the court hadn’t investigated what exactly had stopped the buses from running — perhaps it was the actions of the security forces, who themselves blocked roads in order to detain protesters. 

In addition, according to Ihar Ilyash, during the trial it became known that the investigators and the prosecutor’s office didn’t take issue with the entire multi-hour-long live stream, but rather with 12 short clips from the broadcast, in which Katsyaryna Andreyeva describes the actions of the protester and the security forces. The four specialists who provided linguistics analysis for the case agreed that the report didn’t contain any “signs of organizing” or inciting the actions of the protesters. 

In conversation with Meduza, Katsyaryna Andreyeva’s lawyer Syarhei Zikratsky also underscored that the prosecution didn’t provide any evidence that a crime was committed at all. In turn, Darya Chultsova’s lawyer Alyaksandr Khayetsky noted that investigators obtained many of the case materials in violation of the criminal procedure code. For example, they conducted searches of the journalists’ apartments without the necessary authorization.

In addition, Khaetsky pointed out that because mobile Internet was turned off in Minsk on November 15, it wasn’t even theoretically possible to use the live stream to direct the protesters’ actions.

Regardless, state prosecutor Alina Kasyanchyk reached the conclusion that the journalists’ had been proven guilty and asked the judge to sentence them to two years in prison.

“I haven’t committed any illegal actions. All of the materials point to my innocence. I hope for an honest and fair acquittal,” said Darya Chultsova in her final statement in court.

Katsyaryna Andreyeva spoke in detail about the working conditions for journalists in Belarus: “Each time I went to work I risked my health and my life. Nevertheless, I went to the epicenter of the events. I managed to hide from shooting with rubber bullets, explosions from stun grenades, and blows from truncheons. My colleagues were much less fortunate…on November 15 people came out to ‘Changes Square.’ I showed these events on a live broadcast. For this I was thrown in jail on a made-up charge.”

On February 18, the judge sided with the state prosecutor and sentenced each of the journalists to two years in prison. Lawyer Syarhei Zikratksy told Meduza that the defendants took the verdict calmly and are now planning to make an appeal.

Numerous journalists and politicians have already expressed their support for Katsyaryna Andreyeva and Darya Chultsova. Polish President Andrzej Duda demanded their release and called on the entire European Union to show solidarity and “to respond consistently and decisively to the ongoing suppression of fundamental rights and freedoms” in Belarus.

In conversation with Meduza, Ihar Ilyash told Meduza that Katsyaryna Andreyeva was prepared for any outcome: “We will survive all of these special services and prisons anyway. Our love is stronger than Lukashenko’s regime and certainly more durable than it.” Darya Chultsova’s sister Anastasia said that she was prepared for the worst, but still hoped for a fair trial.

“Katya and Dasha’s sentence isn’t just repression. It’s an act of terrorism aimed at intimidating the journalistic community. Let’s call it like it is: a war is being waged against us. They [the authorities] have declared war on us, because they’re terribly afraid of the truth, they’re afraid of facts. This means we should have a single response: even more truth and even more facts,” Ilyash underscored after the verdict.

List of crimes for which Medvedev and Putin cannot be tried

List of crimes for which Medvedev and Putin cannot be tried

A bill on guarantees of the immunity of the former president was submitted to the State Duma. It will bring the federal law into line with the latest version of the Russian Constitution (adopted by a vote in the summer of 2020). The document not only complicates the procedure for depriving the former president of immunity, but also actually allows the former head of state to commit some crimes after his resignation.

After the adoption of this bill, both the current and the former president can be deprived of immunity only for grave and especially grave crimes. That is, all crimes of small and medium gravity, committed by the former president of Russia, will remain unpunished. Meduza re-read the Criminal Code and wrote out most of the crimes that could theoretically get away with Dmitry Medvedev and Vladimir Putin. Moreover, we are talking about both past and future deeds.

Crimes against life and health
Murder committed in passion (v. 107)
Murder committed in excess of the limits of necessary defense (Art.108)
Causing death by negligence (Article 109)
Driving a person to suicide or attempted suicide (part 1 of article 110)
Inclination to commit suicide (part 1 and part 3 of Art. 110¹)
Facilitating suicide (Art.110 Part 2 and Part 3)
Intentional infliction of medium-gravity harm to health (Article 112)
Infliction of grave or moderate harm to health in a state of passion (Article 113)
Causing serious or moderate harm to health when the limits of necessary defense are exceeded (Article 114)
Intentional infliction of slight harm to health (Article 115)
Beating (Art. 116)
Torment (part 1 of article 117)
Causing grievous bodily harm through negligence (Article 118)
Threats of murder or grievous bodily harm (Article 119)
Coercion to remove human organs or tissues for transplantation (Article 120)
Infection with a venereal disease (Art. 121)
Infection with HIV (part 1, part 2 and part 4 of article 122)
Obstruction of the provision of medical care (art.124¹)
Leaving in danger (Art. 125)

Crimes against freedom, honor and dignity of the person
Kidnapping (part 1 of article 126)
Unlawful deprivation of liberty (parts 1 and 2 of article 127)
Use of slave labor (Part 1 of Art. 127²)
Libel (art. 128¹)

Crimes against sexual inviolability and sexual freedom of the person
Compulsion to conduct of a sexual nature (Art. 133)
Sexual intercourse and other actions of a sexual nature with a person under the age of sixteen (part 1 of article 134)
Depraved actions (part 1 of article 135)

Crimes against constitutional human and civil rights and freedoms
Discrimination (art. 136)
Violation of privacy (art. 137)
Violation of secrecy of correspondence, telephone conversations, postal, telegraph or other messages (Article 138)
Illegal circulation of special technical means intended for secretly obtaining information (Article 138¹)
Violation of the inviolability of the home (Article 139)
Obstruction of the exercise of electoral rights or the work of election commissions (art. 141)
Violation of the procedure for financing the election campaign (Article 141¹)
Illegal issuance and receipt of a ballot paper, a ballot paper for a referendum, a ballot paper for an all-Russian vote (Art. 142²)
Obstruction of the legitimate professional activities of journalists (parts 1 and 2 of article 144)
Violation of copyright and related rights (parts 1 and 2 of article 146)
Infringement of inventive and patent rights (Art. 147)
Violation of the right to freedom of conscience and religion (Article 148)
Obstruction of a meeting, meeting, demonstration, procession, picketing or participation in them (Art. 149)

Crimes against family and minors
Involvement of a minor in the commission of a crime (part 1 of article 150)
Involvement of a minor in the commission of antisocial acts (part 1 and part 2 of article 151)
Retail sale of alcoholic beverages to minors (Art. 151¹)
Involvement of a minor in the commission of acts that pose a danger to the life of a minor (Art. 151²)
Substitution of a child committed from mercenary or other base motives (Article 153)
Illegal adoption (adoption) (Article 154)
Failure to fulfill the duties of raising a minor (Article 156)
Failure to pay funds for the maintenance of children or disabled parents (Article 157)

Property crimes
Theft (part 1 and part 2 of article 158)
Fraud (part 1, part 2 and part 5 of article 159)
Credit fraud (part 1 and part 2 of Art.159¹)
Fraud in receiving payments (part 1 and part 2 of Art. 159²)
Fraud using electronic means of payment (part 1 and part 2 of article 159³)
Fraud in the field of insurance (part 1 and part 2 of article 159⁵)
Fraud in the field of computer information (part 1 and part 2 of article 159⁶)
Misappropriation or waste (part 1 and part 2 of article 160)
Robbery (part 1 of article 161)
Extortion (part 1 of article 163)
Causing property damage by deception or breach of trust (Article 165)
Unlawful seizure of a car or other vehicle without the purpose of theft (part 1 of article 166)
Intentional destruction or damage to property (Article 167)
Destruction or damage to property by negligence (Article 168)

Crimes in the field of economic activity
Illegal business (art. 171)
Production, purchase, storage, transportation or sale of goods and products without labeling and (or) applying information provided for by the legislation of the Russian Federation (part 1, part 1¹, part 3 and part 5 of article 171¹)
Illegal organization and conduct of gambling (parts 1 and 2 of Art. 171²)
Illegal production and (or) circulation of ethyl alcohol, alcoholic and alcohol-containing products (Art. 171³)
Illegal retail sale of alcoholic and alcohol-containing food products (Article 171⁴)
Illegal banking (part 1 of article 172)
Illegal formation (creation, reorganization) of a legal entity (Art. 173¹)
Illegal use of documents for the formation (creation, reorganization) of a legal entity (Art. 173²)
Legalization (laundering) of funds or other property acquired by other persons in a criminal way (part 1, part 2 and part 3 of article 174)
Legalization (laundering) of funds or other property acquired by a person as a result of a crime committed by him (part 1, part 2 and part 3 of Art. 174¹)
Acquisition or sale of property, knowingly obtained by criminal means (part 1 and part 2 of article 175)
Unlawful receipt of a loan (Article 176)
Malicious evasion of accounts payable (Article 177)
Restriction of competition (part 1 of article 178)
Coercion to complete a transaction or refuse to complete it (part 1 of article 179)
Illegal use of means of individualization of goods (works, services) (part 1, part 2 and part 3 of article 180)
Illegal receipt and disclosure of information constituting commercial, tax or banking secrets (part 1, part 2 and part 3 of article 183)
Unlawful influence on the result of an official sports competition or spectacular commercial competition (part 1 of article 184)
Market manipulation (part 1 of article 185³)
Unlawful use of insider information (part 1 of article 185⁶)
Illegal export from the Russian Federation or transfer of raw materials, materials, equipment, technologies, scientific and technical information, illegal performance of work (provision of services) that can be used to create weapons of mass destruction, weapons and military equipment (parts 1 and 2 Article 189)
Illegal circulation of amber, jade or other semi-precious stones, precious metals, precious stones or pearls (part 1, part 2, part 4 of article 191)
Acquisition, storage, transportation, processing for the purpose of marketing or marketing of knowingly illegally harvested timber (Article 191¹)
Acquisition, storage, transportation, processing for the purpose of marketing or marketing of knowingly illegally harvested timber (Article 191¹)
Performing currency transactions to transfer funds in foreign currency or the currency of the Russian Federation to the accounts of non-residents using forged documents (part 1 and part 2 of article 193¹)
Evasion of payment of customs payments levied from an organization or an individual (parts 1 and 2 of article 194)
Smuggling of cash and (or) monetary instruments (Art. 200¹)
Smuggling of alcoholic beverages and (or) tobacco products (part 1 of Art. 200²)

Crimes against the interests of service in commercial and other organizations
Commercial bribery (part 1, part 2, part 5 and part 6 of Art.204)
Mediation in commercial bribery (part 1 and part 2 of Art.204¹)
Petty commercial bribery (Article 204²)

Public Safety Crimes
Public calls for terrorist activities, public justification of terrorism or propaganda of terrorism (Part 1 of Art. 205²)
Failure to report a crime (art. 205⁶)
Knowingly false reporting of an act of terrorism (part 1 and part 2 of article 207)
Public dissemination of knowingly false information about circumstances posing a threat to the life and safety of citizens (Art.207¹)
Public dissemination of knowingly false socially significant information, which entailed grave consequences (Article 207²)
Calls for riots or participation in them, as well as calls for violence against citizens (part 3 of article 212)
Hooliganism (part 1 of article 213)
Vandalism (Art. 214)
Decommissioning of life support facilities (part 1 and part 2 of Art. 215²)
Unlawful entry into a guarded object (Art.215⁴)
Illegal handling of nuclear materials or radioactive substances (part 1 and part 2 of article 220)
Theft or extortion of nuclear materials or radioactive substances (part 1 of article 221)
Illegal acquisition, transfer, sale, storage, transportation or carrying of weapons, their main parts, ammunition (part 1 of article 222)
Illegal acquisition, transfer, sale, storage, transportation or carrying of explosives or explosive devices (part 1 of article 222¹)
Illegal manufacture of weapons (Article 223)
Negligent possession of firearms (Article 224)

Crimes against public health and public morals
Illegal acquisition, storage, transportation, manufacture, processing of narcotic drugs, psychotropic substances or their analogues, as well as illegal acquisition, storage, transportation of plants containing narcotic drugs or psychotropic substances, or their parts containing narcotic drugs or psychotropic substances (part 1 Article 228)
Illegal acquisition, storage or transportation of precursors of narcotic drugs or psychotropic substances, as well as illegal acquisition, storage or transportation of plants containing precursors of narcotic drugs or psychotropic substances, or their parts containing precursors of narcotic drugs or psychotropic substances (Article 228³)
Illegal production, sale or shipment of precursors of narcotic drugs or psychotropic substances, as well as illegal sale or shipment of plants containing precursors of narcotic drugs or psychotropic substances, or parts thereof containing precursors of narcotic drugs or psychotropic substances (Part 1 of Art.228.)
Induction to the consumption of narcotic drugs, psychotropic substances or their analogs (part 1 of article 230)
Illegal cultivation of plants containing narcotic drugs or psychotropic substances or their precursors (part 1 of article 231)
Organization or maintenance of dens or the systematic provision of premises for the consumption of narcotic drugs, psychotropic substances or their analogues (Part 1 of Art.232)
Illegal issuance or forgery of prescriptions or other documents giving the right to receive narcotic drugs or psychotropic substances (Article 233)
Illegal circulation of strong or poisonous substances for marketing purposes (part 1 and part 2 of article 234)
Illegal implementation of medical or pharmaceutical activities (Article 235)
Illegal production of medicines and medical devices (part 1 of article 235¹)
Circulation of counterfeit, substandard and unregistered medicines, medical devices and circulation of counterfeit dietary supplements (part 1 of Art.238¹)
Creation of a non-profit organization that infringes upon the personality and rights of citizens (Article 239)
Involvement in prostitution (part 1 of article 240)
Receiving sexual services from a minor (Art.240¹)
Organization of prostitution (part 1 of article 241)
Illegal production and circulation of pornographic materials or objects (part 1 and part 2 of article 242)
Destruction or damage of cultural heritage objects (historical and cultural monuments) of the peoples of the Russian Federation included in the unified state register of cultural heritage objects (historical and cultural monuments) of the peoples of the Russian Federation, identified cultural heritage objects, natural complexes, objects taken under state protection, or cultural values (part 1 of article 243)
Illegal search and (or) removal of archaeological objects from the places of occurrence (part 1 and part 2 of article 243²)
Destruction or damage of military graves, as well as monuments, steles, obelisks, other memorial structures or objects that perpetuate the memory of those killed in the defense of the Fatherland or its interests, or dedicated to the days of military glory of Russia (Article 243⁴)
Desecration of the bodies of the dead and the places of their burial (Article 244)
Cruelty to animals (Article 245)

Environmental crimes
Water pollution (Art. 250)
Air pollution (art. 251)
Pollution of the marine environment (Art. 252)
Violation of the legislation of the Russian Federation on the continental shelf and on the exclusive economic zone of the Russian Federation (Article 253)
Damage to the earth (v. 254)
Violation of the rules for the protection and use of subsurface resources (Article 255)
Illegal extraction (catch) of aquatic biological resources (Art. 256)
Violation of the rules for the protection of aquatic biological resources (Article 257)
Illegal hunting (art. 258)
Illegal extraction and circulation of especially valuable wild animals and aquatic biological resources belonging to the species included in the Red Book of the Russian Federation and (or) protected by international treaties of the Russian Federation (part 1 and part 1¹ of article 258¹)
Destruction of critical habitats for organisms listed in the Red Book of the Russian Federation (Article 259)
Illegal felling of forest plantations (parts 1 and 2 of article 260)
Destruction or damage of forest plantations (i. 1 and part 2 of article 261)
Violation of the regime of specially protected natural areas and natural objects (Article 262)

Crimes against traffic safety and transport operation
Violation of the rules of the road and the operation of vehicles (part 1, part 2, part 3, part 5 of article 264)
Destruction of vehicles or means of communication (Article 267)
Committing hooligan motives of actions that threaten the safe operation of vehicles (Art.267¹)
Violation of the rules ensuring the safe operation of transport (Article 268)

Crimes in the field of computer information
Unlawful access to computer information (part 1, part 2 and part 3 of article 272)
Creation, use and distribution of malicious computer programs (part 1 and part 2 of article 273)
Violation of the rules for the operation of means of storage, processing or transmission of computer information and information and telecommunication networks (Art.274)
Unlawful influence on the critical information infrastructure of the Russian Federation (part 1 of article 274¹)

Crimes against the foundations of the constitutional system and state security
Public calls to carry out extremist activities (Article 280)
Public calls for the implementation of actions aimed at violating the territorial integrity of the Russian Federation (Art.280¹)
Incitement to hatred or enmity, as well as humiliation of human dignity (part 1 of article 282)
Disclosure of state secrets (part 1 of article 283)
Unlawful receipt of information constituting a state secret (part 1 of article 283¹)
Loss of documents containing state secrets (Article 284)

Crimes against state power, interests of civil service and service in local self-government bodies
Taking a bribe (part 1 of article 290)
Giving a bribe (part 1 and part 2 of article 291)
Mediation in bribery (part 1 of article 291¹)
Petty bribery (art. 291²)

Crimes against justice
Obstruction of justice and preliminary investigation (Art.294)
Threats or violent actions in connection with the administration of justice or the production of a preliminary investigation (part 1, part 2 and part 3 of article 296)
Disrespect for the court (Art. 297)
Defamation against a judge, juror, prosecutor, investigator, person conducting the inquiry, an employee of the compulsory enforcement bodies of the Russian Federation (Article 298¹)
Coercion to testify (part 1 of article 302)
Knowingly false denunciation (part 1 and part 2 of article 306)
Knowingly false testimony, expert opinion, specialist or incorrect translation (Article 307)
Refusal of witness or victim to testify (Article 308)
Bribery or coercion to testify or evade testimony or to incorrect translation (part 1, part 2 and part 3 of article 309)
Disclosure of data from preliminary investigation (Art. 310)
Concealment of crimes (Art. 316)

Crimes against the order of admi