Video – Russland: Der Fall Nawalny – Opposition in Gefahr

Die Vergiftung von Oppositionsführer Alexej Nawalny ist nicht der erste Anschlag gegen einen Putin-Kritiker. Politischer Widerstand in Russland kann lebensgefährlich sein.

Nawalny-Mordanschag: Moskau mauert – und dreht den Spieß um

Während der Ruf nach Aufklärung weltweit lauter wird, mauert Moskau und will untersuchen lassen, ob eine “fremde Macht” einen russischen Staatsbürger geschädigt habe, um Moskau zu diskreditieren.

Das ist die alte Vorgehensweise der Tschekisten aus KGB, STASI und wie die einschlägigen Ost-Mördergeheimdienste sich jeweils nennen – bis hin zu STASI-GoMoPa.

Die toxischen-Anschläge auf Putin-Gegner im Überblick

Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (Archiv)

Diese Liste ist derzeit aktuell aber nicht vollständig. Da viele Anschläge nicht bekannt werden – aus den unterschiedlichsten Gründen.

So habe auch ich Anschläge auf mein Leben erdulden müssen, diese aber bislang nicht publiziert, um weitere Schutzmaßnahmen treffen zu können. (Stichwort Toxdat). Dies werde ich zu gegebener Zeit nachholen.

olitik in Russland ist eine toxische Angelegenheit, oft auch im Wortsinne. Was auch immer der Grund für Alexej Nawalnys Vergiftung war, wer auch immer dahinter stehen mag: Es ist wichtig, dass die Umstände umgehend, sorgfältig und unvoreingenommen aufgeklärt werden. So sollte es sein, doch in der Realität bleiben die vielfältigen Gewaltakte gegen Vertreter der politischen Opposition und gegen Bürgeraktivisten zu oft folgenlos. Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass die Toleranz gegenüber politischer Gewalt in Russland extrem hoch ist, und derzeit deutet nichts darauf hin, dass sie sinken wird.

Nawalny wurde im Flugzeug übel, als er am 20. August morgens von Tomsk Richtung Moskau flog. Wie seine Sprecherin Kira Jarmysch berichtete, die Nawalny auf der Reise begleitet hatte, hat er während des Flugs nichts zu sich genommen, er hatte nur zuvor eine Tasse Tee im Flughafencafé getrunken. Das Flugzeug landete in Omsk zwischen, Nawalny wurde im bewusstlosen Zustand auf die Intensivstation des örtlichen Krankenhaus gebracht und dort künstlich beatmet. Er liegt im Koma, die Ärzte in Omsk bewerten seinen Zustand als ernst, aber stabil. Wie Kira Jarmysch mitteilt, ist aus Sicht der Ärzte eine Verlegung in eine andere Klinik derzeit unmöglich. Nawalnys Kollegen glauben, dass der Gründer des Fonds für Korruptionsbekämpfung mit Absicht vergiftet wurde. Sie nehmen an, dass der Giftstoff im Tee gewesen sein könnte. Die Ärzte halten eine Vergiftung für möglich, eine abschließende Diagnose gibt es bislang allerdings nicht.

Das ist nicht die erste ernsthafte Attacke auf Nawalnys Gesundheit. Es ist bezeichnend und auf jeden Fall äußerst gefährlich, dass der Grad der Gewalt zunimmt.

Im Frühjahr 2017 hatte man Nawalny Seljonka ins Gesicht gespritzt (womöglich gemischt mit Säure). Die Folgen der schweren Verätzungen im Auge mussten lange behandelt werden. Der Angreifer ist untergetaucht, ob er gestellt und bestraft wurde, ist nicht bekannt.
Im Sommer 2019 wurde Nawalny während einer Haftstrafe, die er aufgrund einer Ordnungswidrigkeit absaß, mit einer starken allergischen Reaktion in ein Krankenhaus eingeliefert, obwohl er nie zuvor unter Allergien gelitten hatte. Der Allergieauslöser wurde nicht gefunden. (In derselben Zelle hatte zuvor auch Nawalnys Mitstreiter Leonid Wolkow gesessen, bei ihm zeigten sich unmittelbar nach Freilassung ebenfalls Anzeichen einer plötzlichen starken Allergie.)

Vergiftungen von politischen und anderen Aktivisten mit ähnlichen Symptomen wie bei Nawalny sind leider auch keine Seltenheit mehr. [Mediazona-Herausgeber und Pussy Riot-Aktivist – dek] Pjotr Wersilow kam 2018 mit Anzeichen einer schweren Vergiftung ins Krankenhaus, er wurde schließlich zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Er hat bereits geäußert, dass ihn das, was mit Nawalny geschehen ist, an seine eigene Geschichte erinnert. Wersilow hatte die Vergiftung damals in Verbindung gebracht zu seinen Recherchen zum Mord an russischen Journalisten in der Zentralafrikanischen Republik. Der Giftagent wurde nicht gestellt. Der stellvertretende Vorsitzende von Open Russia, Wladimir Kara-Mursa junior, wurde zweifach mit ungeklärten Substanzen vergiftet – 2015 und 2017. Er selbst sprach von einem Mordversuch an ihm, aus Rache für seinen Einsatz für den Magnitski-Akt in den USA und in Europa.
Die Journalistin Anna Politkowskaja hatte 2004 im Flugzeug einen Tee getrunken und wurde daraufhin mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert. Sie war damals auf dem Weg nach Beslan, zu der von den Terroristen besetzten Schule. Kollegen der 2006 ermordeten Politkowskaja sehen ebenfalls Ähnlichkeiten zwischen den Vergiftungserscheinungen bei der Journalistin damals und bei Nawalny heute.

In keinem der Vergiftungsfälle wurde je ein Täter identifiziert, Ermittlungen wurden quasi gar nicht aufgenommen oder nie abgeschlossen.

Die Regelmäßigkeit solcher Vergiftungen und die Straffreiheit der Täter ist beängstigend. Durch die Häufigkeit und die ständig wachsende Gefahrenlage sinkt in der Gesellschaft die Sensibilität für derartige Verbrechen. Gewalt gegen Regierungsgegner oder lediglich unzufriedene Bürger wird zur Routine. Zweifellos festigt sich auch bei denen, die missliebige Personen auf die ein oder andere Art „bestrafen“ wollen, das Gefühl, dass ihnen alles erlaubt ist. Im Fall von Nawalny gibt es von solchen Leuten potentiell sehr viele, angefangen bei den Protagonisten seiner Korruptions-Enthüllungen (darunter sind auch hochrangige Silowiki und Vertreter der Elite) bis hin zu inoffiziellen Helfern der Staatsmacht, die so auf ihre Art mit „Bedrohungen für die Stabilität“ des Regimes umgehen.

Ein Attentat auf einen Staatsvertreter oder eine Person des öffentlichen Lebens (Artikel 277 des Strafrechts der Russischen Föderation) wird in Russland hart bestraft: 12 bis 20 Jahre Freiheitsentzug (die in dem Paragraphen ebenfalls vorgesehene Todesstrafe wird nicht angewendet). Aber solche Fälle sind eine Seltenheit. Nach Angaben der Rechtsdienststelle am Obersten Gericht wurden in den vergangenen zehn Jahren nach diesem Paragraphen drei Menschen verurteilt.

Nawalnys Kollegen haben sich bereits an das Ermittlungskomitee gewendet mit der Forderung, ein Verfahren nach Paragraph 277 Strafgesetzbuch zu eröffnen. Wie die Strafverfolgungsbehörde darauf reagierte, ist bislang nicht bekannt – außer, dass im Omsker Krankenhaus ziemlich viele Vertreter der unterschiedlichsten staatlichen Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden versammelt sind. Indes sind das Hinauszögern der Untersuchung, die Imitation von Ermittlungen, das Abbremsen des ganzen Falls das schlimmste Signal, das die Regierung der Gesellschaft jetzt geben kann. Jetzt, da es um den Anführer der russischen Opposition geht – dessen Namen sein größter Rivale – Wladimir Putin – lieber gar nicht erst laut ausspricht. Es ist zynisch darüber zu diskutieren, wem eine Vergiftung Nawalnys nutzen könnte, aber eine gründliche und professionelle Untersuchung des Vorgangs würde zweifellos auch der Regierung nutzen.

Ja, die Politik ist eine toxische Angelegenheit, aber der politische Kampf darf niemals in politischen Terror ausarten, wenn der Staat nicht selbst zu einem Terrorstaat werden soll.

Milliarden-Korruption – Mord am Treuhandchef Rohwedder & Die Toten vom Töpferhof

 


Am 1. April 1991, wurde Dr. Detlev Karsten Rohwedder, der Chef der Treuhand, in seinem Haus in Oberkassel ermordet. Seine Frau wurde durch einen weiteren Schuß schwer verletzt. Bis heute sind die Täter nicht gefunden, Hintermänner nicht genannt, der Mord ungesühnt.

Eine Fernsehdokumentation hat die Hintergründe dieses Terrormordes neu aufgerollt und unbequeme Fragen gestellt. In dem WDR-Feature: Wer erschoß den Treuhandchef? Neue Spuren im Mordfall Rohwedder verfolgen die beiden Autoren Werner Czaschke und Clemens Schmidt die These, daß Stasi-Seilschaften, die Vermögen in Milliardenhöhe in die eigene Tasche verschieben wollten und deren Machenschaften Rohwedder auf der Spur war, ein Motiv hatten, den Treuhandchef zu ermorden.

Noch am Gründonnerstag 1991, vier Tage vor den tödlichen Schüssen, hatte Rohwedders Ehefrau um verstärkten Polizeischutz gebeten. “Hier zieht sich etwas zusammen”, klagte sie bei der Düsseldorfer Polizei – vergeblich. In den Wochen vor der Tat hatten sich die Morddrohungen gegen ihren Mann gehäuft: Anonyme Briefschreiber und Anrufer meldeten sich.

Am Karfreitag wird auf die Berliner Treuhandfiliale an der Schneeglöckchenstraße ein Brandanschlag verübt. Verantwortlich dafür bekennt sich eine Gruppe mit dem Namen “Thomas Münzers wilder Haufen”. Entscheidend dabei ist, daß Rohwedders Name in dem Bekennerschreiben erwähnt ist, diese Information aber nicht rechtzeitig an die für Rohwedders Sicherheit zuständigen Dienststellen gelangt.

In Berlin hatte Rohwedder Sicherheitsstufe 1, in Düsseldorf wurde ihm jedoch nur Stufe 2 gegeben. Im Rahmen der Schutzmaßnahmen hatte man nur die Fenster im Erdgeschoß seines Hauses mit Panzerglas versehen, nicht aber im ersten Stock. Ein fataler Fehler.

Schon seit geraumer Zeit wurden damals von Altkadern der SED, aber auch verstärkt in der allgemeinen Öffentlichkeit, die wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Wiedervereinigungsprozeß zu Unrecht der Treuhand und speziell ihrem Vorsitzenden Rohwedder angelastet; besonders die giftigen Angriffe aus den Gewerkschaften und seiner eigenen Partei, der SPD, verletzten Rohwedder sehr.

Im Ausland, insbesondere in Großbritannien und von französischen Kreisen um Mitterrand, wurde seit dem Fall der Mauer das Gespenst des “Vierten Reichs” an die Wand gemalt. Im Juli 1990 – nach der deutschen Währungsunion und im Blick auf die von Kohl betriebene Europäische Währungsunion – hatte der britische Industrieminister Nicholas Ridley im Spectator Äußerungen getan, die so empörend waren, daß er seinen Hut nehmen mußte. Allerdings hatte Ridley nur öffentlich ausgesprochen, was viele der geopolitisch fixierten Eliten dachten: Die deutschen Vorstöße in Richtung einer Europäischen Währungsunion seien “ein verbrecherisches deutsches Unterfangen zur Übernahme ganz Europas. Das muß vereitelt werden. Diese übereilte Machtübernahme der Deutschen auf der schlimmstmöglichen Grundlage, wobei die Franzosen sich den Deutschen gegenüber wie Pudel benehmen, ist absolut unerträglich. Ich bin nicht prinzipiell dagegen, Souveränität abzutreten, aber nicht an dieses Pack. Dann hätten wir sie, offen gesagt, gleich an Adolf Hitler abtreten können.”

In dieser innen und außen aufgeputschten Stimmungslage traf der Mordanschlag, anderthalb Jahre nach der Ermordung des Chefs der Deutschen Bank Alfred Herrhausen, den entscheidenden Mann, der mit größter Leidenschaft einen sozialverträglichen Umbau der verrotteten DDR-Wirtschaft angepackt hatte. Erst nach Jahren wird wirklich deutlich, daß der gewaltsame Tod der beiden herausragenden Männer nicht nur eine für die gesamtdeutsche Entwicklung unersetzliche Lücke gerissen hat, sondern auch den Niedergang der deutschen Industrieelite massiv beschleunigte.

Am 16. November 1989 traf Rohwedder, damals Chef des Stahlriesen Hoesch, Professor Albert Jugel aus Dresden, der ihm in einem langen Gespräch schonungslos die wirtschaftliche Lage der DDR darstellt und ihn um Hilfe bittet, u.a. beim Aufbau eines Technologieparks in Dresden. Rohwedder bildet in seinem Unternehmen eine Arbeitsgruppe Deutschland (“Chefsache”). Jugel notiert sich: “Dr. Rohwedder bildet unter seiner persönlichen Leitung ab 20.11.89 eine konzerninterne AG DDR-Kooperation zur Umsetzung der vorgeschlagenen Zusammenarbeit. Er beabsichtigt, am 18.12.1989 zu weiteren Kooperationsgesprächen nach Dresden zu kommen.”

Jugel faßt die Gespräche zusammen und übergibt dieses Papier dem damaligen Ministerpräsidenten der DDR Hans Modrow. U.a. schreibt er: “Es wurden erörtert Möglichkeiten der Lohnarbeit von DDR-Betrieben für Hoesch sowie Kapitalbeteiligungen von Hoesch in der DDR. Dr. Rohwedder sagte hier jede erdenkliche Unterstützung zu, falls der demokratische Prozeß in der DDR in Richtung einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft läuft… Verlagerung in die DDR ist einfacher und billiger als Aufbau von Kapazitäten in Portugal.”

Am 16. Dezember 1989 wird in Dresden der Grundstein für das Technologiezentrum gelegt. Einen Tag später trifft Rohwedder – er ist mit Sohn Philipp und seinem Freund Lothar Loewe auf einer Wanderung “auf den Spuren des Siebenjährigen Krieges” – einen Vertreter des oppositionellen Neuen Forums. Das nächtliche Gespräch vermittelt ihm für die zukünftige Treuhand-Arbeit unersetzliches Wissen und Gespür für die Umbruchslage.

Am 1. März 1990 wird die Verordnung zur “Umwandlung von volkseigenen Kombinaten, Betrieben und Einrichtungen in Kapitalgesellschaften” im DDR-Ministerrat verabschiedet und die Gründung einer Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums beschlossen; vier Tage nach Beginn der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion der beiden deutschen Staaten wird Rohwedder am 4. Juni 1990 zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Treuhandanstalt berufen. Zum Präsidenten der Treuhand wird wenige Tage später Bundesbahnchef Dr. Reiner Maria Gohlke ernannt, der aber bereits am 20. August das Handtuch wirft. Am 29. August wird Rohwedder Präsident der Treuhandanstalt.

In seiner Rede vor der Volkskammer hatte Rohwedder etwas für ihn sehr Typisches gesagt: “Erst kommen die Menschen, dann die Paragraphen.” Damit begründete er seine Absicht, gegen das Treuhandgesetz zu verstoßen und keine branchenübergreifenden Aktiengesellschaften in den zukünftigen neuen Bundesländern aufzubauen. Erste Zwischenbilanz: 8000 VEBs sind umgewandelt in AGs und GmbHs. Am 3. Januar 1991 sind von den knapp 8000 Betrieben 500 privatisiert.

Man hätte sicher keinen besseren Manager für die größte Industrieholding der Welt finden können als Rohwedder. Aufgewachsen im thüringischen Gotha, hat er dann im Westen Deutschlands 16 Jahre in politischer Verantwortung gestanden. 1972 wurde Rohwedder Mitglied der SPD, bei den Ministern Schmidt, Friedrichs und Lambsdorff stand er als Staatssekretär in Diensten. 1979 übernahm er den Job bei Hoesch und sanierte Anfang der 80er Jahre erfolgreich die krankende Stahlindustrie

Später meinte Rohwedder zu diesem Umgestaltungsprozeß im Kontext der wegbrechenden Ostmärkte (immerhin waren von den 4 Mio. Jobs, über die er zu entscheiden hatte, 1,5 Mio. vom Ostexport abhängig): “Ich habe eine hundertprozentige Privatisierung nie für möglich gehalten. Viele Unternehmen würden mit einer hohen staatlichen Beteiligungsquote aus dem Privatisierungsprozeß hervorgehen… Eine reinrassige, gedanklich saubere und schnörkellose Marktwirtschaft” sei für Rohwedder im Osten nicht denkbar, war in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen.

Solche Grundüberzeugungen – ähnlich wie die von Alfred Herrhausen kurz vor seiner Ermordung vorgeschlagene Entwicklungsbank für Polen (einschließlich begrenzter Schuldenmoratoria) – stießen auf erbitterten Widerstand geopolitisch fixierter Kreise der Finanzoligarchie. Typische Kritik kam z.B. von der britischen Unternehmensberatung Economic Finance LTD, die den “Dilettantismus”, “die Etablierung neuer, westlich orientierter Seilschaften” und “brutales Eigeninteresse” der Deutschen monierte. Economic-Finance-Geschäftsführer Peter Stähli beklagte sich, daß britische Investoren im Osten Deutschlands nicht so recht zum Zuge kämen. Solche Angriffe nutzten meist das wohlfeile Argument, insbesondere würden Bürokratismus und Hindernisse wie die Frage der Übernahme ökologischer Altlasten neue Investitionen hemmen.

Die Probleme waren Rohwedder durchaus bewußt. Er wollte von vorne herein sicherstellen, daß Korruption und Seilschaften unmöglich, zumindest eingedämmt wurden. In einer Vorstandssitzung sagte er: “Hier wird mit härtesten Bandagen gefochten. Hier wird, was die Treuhandanstalt und die Verwirklichung kommerzieller Interessen angeht, nun aber auch wirklich jede Scham beiseite gelegt. Manche Leute nehmen sich gegenüber der Treuhandanstalt Unverschämtheiten heraus, die in Westdeutschland schlechthin unmöglich wären.” Dabei zielt er nicht nur auf die ostdeutschen Seilschaften ab: “Es gibt große Auswüchse an Wirtschaftskriminalität. Das sind aber alte und neue Seilschaften. Westdeutsche Geschäftemacher und alte Generaldirektoren. Das geht bis in die höchsten Etagen der deutschen Wirtschaft.”

Aus diesen Gründen sucht sich Rohwedder auch für seine Stabsstelle “Recht” den geeigneten Mann, der solche Korruption entdecken und bekämpfen soll: Staatsanwalt Hans Richter aus Stuttgart.

In dem WDR-Film wird Richter in einem Kommentar über den vier Tage vor dem Rohwedder-Mord erfolgten Anschlag auf die Berliner Treuhandfiliale zitiert: “Ein Anschlag auf dieses Büro eines solchen Bürgerbeauftragten, das waren renommierte unabhängige Persönlichkeiten, das ist abstrus gewesen. Und das ist es, was mich damals dazu gebracht hat, daß… Leute, die verhindern wollen, daß Stasi-Seilschaften aufgedeckt werden, viel eher in Betracht kommen. Wir haben Anhaltspunkte dafür, daß bestimmte Unterlagen in dieser Niederlassung von Interesse sein könnten für Leute, die eine Aufdeckung von Vermögensverschiebungen verhindern wollen.”

Der Film entwickelt die These, daß Rohwedder durch politischen Auftragsmord von bestimmten Stasi-Seilschaften umgebracht wurde, denen er das Handwerk legen wollte: “Fest steht: In der Endphase des SED-Staates haben ehemalige DDR-Wirtschaftskreise einen Großteil des alten Staats- und Parteivermögens beiseite geschafft und in alten DDR-Betrieben versteckt. Insgesamt geht es um rund sechs Milliarden Mark. Rohwedder hatte dieses System der Schiebung und der Geldwäsche durchschaut und bereitete Schritte vor, um effizient gegenzusteuern. Er wollte verhindern, daß verdächtige Firmen von alten Seilschaften weitergeführt werden, und bot diese Betriebe statt dessen auf den internationalen Märkten an.”

Der Film zitiert dann erneut den Treuhand-Sonderermittler Hans Richter: “Ich denke, daß es die Stasi in dieser Zeit als Organisation nicht mehr gegeben hat. Aber es hat Gruppen gegeben, die eng mit der Stasi verbunden waren, in verschiedenen Wirtschaftsbranchen, die schon vorher mit dem Ausland zu tun gehabt haben, die ja ganz eng gehalten wurden, etwa die Außenhandelsbetriebe.” Unserer Auffassung nach kommt Richter damit einer wichtigen Spur näher, die aber der Film nicht wirklich substantiiert.

Die WDR-Autoren fokussieren auf einen geheimen Treffpunkt an der damaligen Grenze der DDR zu Bayern, Römhild. Sie beziehen sich dabei auf Recherchen des Bürgerrechtlers und Stasi-Auflösers Hans Schwenke. 1995 hat Schwenke unter dem Titel: Die Spur der Toten oder Der geordnete Rückzug einige seiner Vermutungen über die Rolle der Treffen auf dem Töpferhof in Römhild niedergeschrieben. Mit Recht verweist er auf die Tatsache, daß die Regierung und interessierte Kreise Versuche, die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Ost und West seit dem Krieg aufzudecken, meist blockieren oder unterlaufen. Darum erfreuen sich Schlüsselfiguren im Ost-West-Geschäft wie Schalck-Golodkowsky oder auch Richard “Moneten”-Müller eines feinen Lebens im Westen, zum Ärger des Normalbürgers.

Schwenke beschreibt den interessanten Umstand, daß sich laut Aufzeichnungen der Sekretärin des Kombinatsdirektors Gramann (beide zur Unzeit MYSTERIÖS verstorben BEVOR SIE VOR DEM BUNDESTAG AUSSAGEN KONNTEN) auf dem Töpferhof seit Mitte der 80er Jahre eine illustre Gesellschaft traf: mal Alexander Schalck-Golodkowsky, Markus Wolf, Wolfgang Berghofer und mal andere DDR-Prominente. Schwenke wirft die Frage auf: “Welche Rolle spielten die Kontakte dieser Prominenz zu Emissären aus Nahost, Zypern und Griechenland, oder Österreich, Schweiz, Niederlanden oder auch aus der Bundesrepublik?”

Den Bürgerrechtlern, schreibt Schwenke, wurde nach der Wende erzählt, bei dem Töpferhof handele es sich um eine Agentenschleuse, man zeigte ihnen ein “Schminkstudio” und “geheimnisumwitterte” Bunkeranlagen und verwies auf Besuche von Günter Guillaume und Ursel Lorenzen (alias Topas). Ein Papier, das über eine Unternehmensgründung Auskunft gibt, an der die Koko-Firma INTRAC und Töpferhof beteiligt sind, “blieb achtlos liegen”. Ein interessanter Hinweis auf ein dunkles Kapitel des internationalen Waffenkartells im KoKo-Netz von Schalck-Golodkowskys Mann Ottokar Hermann.

Verdächtiger Attentäter gebrauchte gefälschte Ausweisdokumente in Berlin

Vadim A. Sokolov, links ein im Verlauf der Untersuchung erhaltenes Originalbild, rechts eine Version desselben Bildes mit digital entferntem Bart

Am Freitag, 23. August 2019, wurde der in Deutschland lebende georgische Staatsbürger Zelimkhan Khangoshvili in der Berliner Innenstadt ermordet, als er auf dem Weg zu einer Moschee zum Freitagsgebet zu Mittag aß. Khangoshvili wurde mit drei Kugeln ermordet, von denen zwei aus nächster Nähe auf seinen Kopf abgefeuert wurden. Der Mörder, der sich in den nahe gelegenen Büschen versteckte, eilte mit einem Elektrofahrrad auf das Opfer zu und schoss das Opfer – einmal in die Schulter und zweimal in den Kopf – mit einer 9-mm-Glock 26 mit angebrachtem Schalldämpfer. Nachdem der Attentäter einige hundert Meter entlang der Spree vom Tatort weggerast war, hielt er an und warf das Elektrofahrrad, eine Plastiktüte mit der Mordwaffe und eine Perücke, die er benutzte, in den Fluss. Dabei wurde er von zwei Teenagern beobachtet, die die Polizei alarmierten. Ihre Tipps führen dazu, dass der Mörder einige Minuten später gefasst wird, als er in einer Menge von Touristen verschwindet – jetzt mit einem rasierten Kopf, einem Gesicht mit Schnurrbart, einem rosa T-Shirt und einem touristischen Beutel, der seinen Pass hält und etwas Bargeld hing an seinem Hals.

Medien berichteten, dass der Verdächtige, der bisher öffentlich als Vadim S, 49, bezeichnet wurde, zunächst mit einem von Frankreich ausgestellten Visum mit dem Flugzeug von Moskau nach Paris reiste, bevor er sechs Tage vor dem Mord nach Deutschland einreiste. Berichten zufolge hat er jegliche Beteiligung an dem Mord bestritten und um ein Treffen mit russischen Konsularbeamten gebeten.

Das Opfer war ein ethnisch tschetschenischer georgischer Staatsbürger, der schon lange auf der Liste der erklärten Feinde Moskaus stand. Nachdem er sich 1999-2002 freiwillig zum Kampf gegen die zentralrussischen Streitkräfte im zweiten Tschetschenienkrieg gemeldet hatte, unterstützte er in den folgenden Jahren weiterhin tschetschenische Separatisten, während er in seinem Heimatland Pankisi Valley in Georgien stationiert war. Er rekrutierte und bewaffnete auch eine Freiwilligeneinheit, um 2008 gegen den russischen Krieg in Georgien zu kämpfen, obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass seine Einheit jemals vor Kriegsende Maßnahmen ergriffen hat. Im Jahr 2012 spielte Khangoshvili Berichten zufolge die wichtige Rolle des Vermittlers während des Vorfalls in Lapota, als eine Gruppe bewaffneter Tschetschenen mehrere Menschen in einer abgelegenen Bergregion Georgiens als Geiseln nahm. Obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass Khangoshvili sich für eine islamistische Ideologie einsetzt oder islamistische Anliegen unterstützt, hat Russland ihn wiederholt als islamische terroristische Bedrohung gebrandmarkt. Khangoshvili kämpfte in der frühen Phase des Zweiten Tschetschenienkrieges mit Islamisten und war später Aslan Maskhadov nahe, dem ehemaligen tschetschenischen Präsidenten (2005 getötet), der eher als gemäßigter und nationalistischer als als als islamistischer Mensch bekannt war.

Zum Zeitpunkt seines Mordes wartete Khangoshvili auf das Ergebnis seiner Berufung auf ein Abschiebungsverfahren in Deutschland, wo er mit seiner Familie politisches Asyl beantragte, nachdem er zwei Attentate in Georgien verübt hatte (der letzte im Mai 2015, als er es war) erschossen in Tiflis) und mehrere Drohungen erhalten, während sie vorübergehend Zuflucht in der Ukraine suchten. Russland hat offiziell jegliche Verbindung zu den Attentaten abgelehnt.

Fotos auf Khangoshvilis Facebook-Profil. Das linke Bild wurde während des Zweiten Tschetschenienkrieges aufgenommen und zeigt ihn zusammen mit Aslan Maskhadov, dem letzten Präsidenten eines de facto unabhängigen Tschetscheniens

Eine gemeinsame Untersuchung zwischen Bellingcat, der deutschen Zeitung Der Spiegel und The Insider (Russland) hat ergeben, dass der Attentäter unter einem gültigen, nicht biometrischen russischen Pass im Namen des im August geborenen Vadim Andreevich Sokolov über Frankreich nach Berlin gereist ist 1970. Trotz der Tatsache, dass er einen legitimen Pass verwendet hat, haben wir festgestellt, dass in der umfangreichen nationalen Bürgerdatenbank Russlands keine solche Person existiert. Darüber hinaus gibt es keine Spur einer solchen Person in einer Fundgrube von Hunderten von durchgesickerten Wohndatenbanken, die zuvor von Bellingcat erhalten und aggregiert wurden. Diese Entdeckung macht Russlands Behauptung, der Mörder sei nicht mit dem russischen Staat verbunden, unplausibel, da keine Person in Russland in der Lage ist, einen gültigen russischen Pass unter einer gefälschten Identität ohne Beteiligung des staatlichen Bürokratie- und Sicherheitsapparats zu erhalten.

Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass die Adresse, die der Mörder in seinem Visumantrag als Wohnsitz in St. Petersburg angegeben hat, nicht existiert. Diese offensichtliche Inkonsistenz und der allgemein leere digitale und datenbezogene Fußabdruck des russischen „Geisterreisenden“ werfen ernsthafte Fragen auf, wie und warum er ein vom französischen Konsulat in Moskau ausgestelltes Schengen-Visum für die mehrfache Einreise erhalten konnte.

Ein Phantomtourist
Anhand der Passdaten aus Sokolovs in Russland eingereichten und von unserem Team erhaltenen Visumantragspapieren haben wir versucht, die Anwesenheit dieser Person in verschiedenen russischen Live- und Offline-Datenbanken zu identifizieren. Wir haben über zwei separate Quellen mit direktem Zugriff auf die russische Passdatenbank überprüft, dass in dieser Datenbank keine Person mit dem Namen Vadim Andreevich Sokolov und dem in seinem Pass verwendeten Geburtsdatum vorhanden ist.

Foto von Vadim A. Sokolov aus seinen Visumantragspapieren

Die russische Passdatenbank ist eine zentralisierte, umfassende Datenbank mit Wohnadressen und Passdaten aller russischen Staatsbürger – einschließlich der vollständigen Geschichte früherer persönlicher Ausweisdokumente -, die vom russischen Innenministerium verwaltet wird. Ebenso wurde weder in einer anderen von der Polizei gepflegten Datenbank, in der nationale und internationale Reisen aller russischen Bürger erfasst werden, noch in der Datenbank der Verkehrspolizei mit Führerscheininhabern eine Anwesenheit dieser Person festgestellt. Wir haben auch Hunderte von zuvor durchgesickerten Offline-Pass-, Wohnadress-, Versicherungs- und Beschäftigungsdatenbanken durchsucht, einschließlich Datenbanken mit Daten aus dem Jahr 2018, und keine Hinweise auf eine Person mit solchen personenbezogenen Daten gefunden.

Damit dieser Mann mit einem normalen Pass mit dem Flugzeug von Moskau nach Paris gereist wäre, hätte er gleichzeitig die Passkontrolle durchlaufen müssen, bei der sein Pass gescannt und automatisch mit der russischen Passdatenbank verglichen worden wäre. Jede Inkonsistenz – wie ein fehlender Datensatz in dieser Datenbank – hätte das Alarmsystem des Grenzbeamten ausgelöst, und die Person wäre nicht zum Fortfahren berechtigt gewesen. Es kann nur zwei mögliche Szenarien geben, die diese Inkonsistenz erklären: Entweder war „Vadim Sokolov“ den Grenzbeamten als Undercover-Agent bekannt, und sie wurden angewiesen, ihn fortfahren zu lassen, oder alternativ zum Zeitpunkt der Reise – das heißt am 31. Juli 2019 – Sokolov befand sich noch in der Russland-Passdatenbank.

Beide Szenarien sind technisch möglich. Das russische Einwanderungssystem (Grenzkontrollsystem) wird vom Bundessicherheitsdienst (FSB) überwacht. Daher hätten besondere Vorkehrungen getroffen werden können, damit „Sokolov“ das routinemäßige Verfahren zur Überprüfung des Flughafens umgeht, insbesondere wenn der Mitarbeiter mit dem FSB verbunden ist.

Ebenso möglich und konsistenter mit der bisherigen Praxis wäre das zweite Szenario, in dem eine Deckungsidentität für „Sokolov“ vollständig erstellt wurde – einschließlich eines Datenbankeintrags im russischen Passsystem -, der jedoch kurz nach den Nachrichten aus den russischen Regierungsdatenbanken gelöscht wurde Die Verhaftung in Berlin brach ab. Im Fall von Skripal-verbundenen GRU-Beamten, die zuvor von Bellingcat identifiziert worden waren, waren die drei verdeckten GRU-Mitarbeiter ursprünglich doppelt in der Russia Passport-Datenbank vertreten: sowohl unter ihrer tatsächlichen als auch unter ihrer Deckungsidentität. Kurz nach ihrem öffentlichen Ausflug durch Bellingcat wurden jedoch sowohl ihre verdeckte als auch ihre wahre Identität (einschließlich der Daten ihrer unmittelbaren Familienmitglieder) aus dem russischen Pass und anderen von der Regierung geführten Datenbanken gelöscht, wodurch mehrere „Geister“ -Familien ohne Pass und Wohneigentum entstanden oder sogar Steuerinformationen (tatsächlich werden Wohnungen, die zuvor von uns als Eigentum von Col. Chepiga und Col. Mishkin, den Hauptverdächtigen von Skripal, bestätigt wurden, jetzt als Eigentum des „russischen Staates“ aufgeführt).

Ob das erste oder das zweite Szenario im Fall von „Sokolov“ verwendet wurde, könnte einen Hinweis darauf geben, welcher der beiden wichtigsten und häufig konkurrierenden Sicherheitsdienste mit dieser dreisten Attentatsoperation verbunden ist. Wie nachstehend dargelegt, hätten sich beide Agenturen, der FSB und die GRU, berechtigt gefühlt, eine solche außergerichtliche Tötung durchzuführen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

icher ist jedoch, dass die Cover-Identität hinter „Vadim Sokolov“ erst vor kurzem erstellt wurde und höchstwahrscheinlich für den jeweiligen Betrieb in Berlin maßgeschneidert wurde. Dies lässt sich aus dem Fehlen eines digitalen Fußabdrucks dieser Identität in zuvor durchgesickerten Datenbanken ableiten (zum Vergleich tauchten sowohl „Boshirov“ als auch „Petrov“ – die Deckungsidentitäten hinter den Skripal-Verdächtigen – in älteren Offline-Datenbanken auf). Diese Schlussfolgerung steht auch im Einklang mit dem ungewöhnlich jüngsten Ausstellungsdatum für den Pass von „Sokolov“ – dem 18. Juli 2019, nur zehn Tage vor der geplanten Reise. Wir haben außerdem – über Quellen mit Zugang zu nicht russischen Flugbuchungsdatenbanken – überprüft, dass eine Person mit diesem Namen und Geburtsdatum in den letzten 6 Jahren weder zu einem europäischen Ziel gereist ist noch Visa für Schengen-Staaten erhalten hat. All dies impliziert entweder eine Ad-hoc-Operation nach neu erhaltenen Informationen über den Aufenthaltsort des Ziels oder die Verwendung eines “Einmal-Attentäters”, der kein Mitarbeiter ist. Wie weiter unten erläutert, kann sich diese letztere Hypothese aufgrund der besonderen Besonderheiten des Mannes, der sich derzeit in deutscher Haft befindet, als wahr erweisen.

Passhinweise
In früheren Untersuchungen hat Bellingcat Chargen von fortlaufenden Passnummern identifiziert, die in verschiedenen Jahren an GRU-Beamte ausgegeben wurden. Die für Sokolovs Pass verwendete Passnummer kann nicht mit diesen Chargen abgeglichen werden, da sie erst im Juli 2019 ausgestellt wurde und wir keine empirischen Daten von anderen GRU-Beamten mit neuen Pässen haben. Diese Chargen wurden jedoch alle von derselben Moskauer „Zentraleinheit“ des Bundesmigrationsdienstes (jetzt in das Innenministerium integriert) ausgestellt, die anscheinend den Pass von „Sokolov“ ausgestellt hat.

Die Nummer von “Sokolov” ähnelt auch in anderer Hinsicht den Pässen der anderen GRU-Beamten: Es handelt sich um einen Pass vom “alten” Typ – d. H. Ohne eingebettete biometrische Daten. Während Russland 2009 biometrische Pässe einführte und diese bei der Beantragung eines neuen Reisedokuments die Standardwahl sind, werden auf Anfrage Pässe im „alten Stil“ ausgestellt, normalerweise in Notsituationen, in denen der Antragsteller keine Zeit hat, auf die Verschlüsselung der Fingerabdrücke zu warten Druckprozess. Alle bisher von uns identifizierten international tätigen GRU-Beamten (mehr als 20) und „Sokolov“ entschieden sich für den „Papier“ -Pass im alten Stil, höchstwahrscheinlich aufgrund des Risikos eines Konflikts zwischen den Fingerabdrücken der Undercover-Person und dem bereits vorhandenen Fingerabdruck Daten der realen Person. Im Fall von „Sokolov“ war dies möglicherweise auch der Grund oder die unvermeidliche Folge einer überstürzten Operation, da die Vorlaufzeit für den Erhalt eines biometrischen Passes mindestens eine Woche beträgt.

Ein Express-Visum für einen Geist

Unser gemeinsames Untersuchungsteam konnte die meisten Passdaten des Verdächtigen aus einer Quelle mit Zugang zu visumgebundenen Dokumenten abrufen, die von „Vadim Sokolov“ in Russland eingereicht wurden. Das Dokument zeigt, dass der Verdächtige am 29. Juli 2019 beim französischen Konsulat in Moskau ein Expressvisum beantragte – nur 11 Tage nachdem er seinen nicht biometrischen Pass erhalten hatte. Er beantragte ein 6-Monats-Visum für die mehrfache Einreise, mit dem er uneingeschränkten Zugang zu allen 26 Ländern des Schengen-Raums erhalten konnte. Ungewöhnlich und kühn gab er an, dass sein geplantes Reisedatum der 30. Juli 2019 ist – buchstäblich der Tag nach seinem Visumantragsdatum. Darüber hinaus gab er an, dass er während seines sechsmonatigen Visums für den maximal zulässigen Zeitraum von 90 Tagen in Frankreich bleiben wolle und erklärte, er plane, bis zum 25. Januar 2020 nach Frankreich und zurück zu reisen.

Trotz dieser kühnen Bestrebungen – die beantragte Visumdauer und die Wiedereintrittsbedingungen sind das Maximum, das einem Erstreisenden ausgestellt werden kann, und die Vorlaufzeit für Reisen ist ungewöhnlich kurz – hatte „Sokolov“ in Bezug auf einen nachvollziehbaren Hintergrund in Russland wenig zu zeigen . Sein Reisepass zeigte, dass er in der sibirischen Stadt Irkursk geboren wurde, aber er gab seinen Wohnort als „Alpiyskaya Street 37“ in Sankt Petersburg an. In St. Petersburg gibt es keine „Alpiyskaya-Straße“, obwohl es eine „Alpiyskiy Pereulok“ (Alpiysky-Straße) gibt, und auf Nummer 37 dieser Straße befinden sich drei gehobene Wohnhauscluster, von denen jeder eine separate Unteradresse hat ( Korpus 1, 2 oder 3), der normalerweise bei der Angabe einer Adresse angegeben wird.

Foto eines der drei Wohnblockcluster in der Alpiyskiy Lane in St. Petersburg, wie in Yandex Maps zu sehen

Der einzige Ort in der Nähe von St. Petersburg, an dem es tatsächlich eine „Alpiyskaya-Straße“ gibt, ist eine nahe gelegene Stadt namens Kudrovo, etwas außerhalb der Stadtgrenzen. Es gibt jedoch auch keine Nummer 37 in dieser Straße.

Satellitenansicht der Alpiyska-Straße in Kudrovo mit allen Hausnummern

In seiner Bewerbung führte der Verdächtige auch seinen Beruf als „leitender Angestellter des Unternehmens“ an, obwohl das vom Untersuchungsteam überprüfte Dokument nicht den Namen des Unternehmens enthielt, bei dem er angeblich beschäftigt war. Es ist nicht klar, ob er dem französischen Konsulat den Namen des Unternehmens mitgeteilt hat.

Als Ansprechpartner in Frankreich – was für Visumantragsteller aus Russland obligatorisch ist – führte der Verdächtige den Namen des Mittelklassepraktikums in Paris an. Zum Zeitpunkt der Drucklegung konnten wir keine Rückmeldung von der Hotelleitung erhalten, ob sie mit dieser Person in Kontakt stand oder sie kannte oder ob sie das Hotel während ihrer Reise nach Frankreich als beabsichtigten Wohnort genutzt hat. Als eine Hotelrezeptionistin ein Foto des Verdächtigen zeigte, sagte sie, sie habe diese Person im Hotel nicht gesehen.

Angesichts der Tatsache, dass der Verdächtige in Russland keinen digitalen oder datenbezogenen Fußabdruck hat, eine unvollständige oder falsche Adresse und Beschäftigungsdaten aufführt, einen frisch ausgestellten Pass besitzt und mindestens seit 2013 nicht nach Europa gereist ist, ist es verwirrend, dass das französische Ministerium für Foreign Affairs, das letztendlich für die Entscheidung über Visumanträge zuständig war, beschloss, dem Antrag vollständig nachzukommen, und erteilte das Mehrfachvisum ohne detaillierte Prüfung und ohne Wartezeit. Bellingcat hat zuvor über das nominell drakonische, aber empirisch durchlässige Visumantragssystem für Westeuropa berichtet, das es russischen Spionen mit gefälschten Identitäten und ohne Datenabdruck ermöglicht, fast ein Jahrzehnt lang Visa für die mehrfache Einreise und uneingeschränkte europäische Reisen zu erhalten.

Ein ungewöhnlicher Verdächtiger
Der Bericht über den inhaftierten Verdächtigen beschreibt ihn laut deutschen Sicherheitsquellen, die von unserem gemeinsamen Team befragt wurden, als 176 cm groß und 86 kg schwer. In dem Bericht heißt es außerdem, dass der Verdächtige drei Tätowierungen auf seinem Körper hat: eine Krone und einen Panther auf seinem linken Oberarm und eine Schlange auf dem rechten Unterarm.

Das Vorhandensein von Tätowierungen auf dem Körper eines Attentäters ist im Zusammenhang mit einer russischen Sicherheitsdienstoperation ungewöhnlich. Russische Sicherheitsdienste erlauben ihren Stabsoffizieren nicht, sich so zu schmücken. Dies deutet darauf hin, dass der Verdächtige kein Stabsoffizier ist oder dass er Tätowierungen im Rahmen einer langfristigen eingebetteten Undercover-Operation erhalten durfte. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass der Verdächtige ein ehemaliger Verurteilter war, der von einem der Geheimdienste kooptiert wurde, da der Stil der beschriebenen Tätowierungen mit einer speziellen und streng „regulierten“ Körperdekorationsnomenklatur übereinstimmt, die als „Gefängnistattoos“ bekannt ist. Ohne weitere Informationen oder Bilder der Tätowierungen – beispielsweise ob sie monochrom oder farbig sind – wäre es jedoch unmöglich zu beurteilen, ob die Körperkunst des Verdächtigen von der Art „Gefängnistätowierung“ ist.

Es ist nicht beispiellos, dass die russischen Sicherheitsdienste auf Freiberufler oder sogar Ex-Sträflinge als Attentäter zurückgreifen, wie mindestens zwei aktuelle Beispiele für (versuchte) extraterritoriale Morde in der Ukraine zeigen. In einem Fall wurde ein ehemaliger FSB-Beamter, der wegen Korruption angeklagt worden war, in die Ukraine geschickt, um ein Attentat auf ein Mitglied des ukrainischen Militärgeheimdienstes zu organisieren. In einem anderen Fall wurde ein ukrainischer Gefängnisbeamter von der russischen GRU angeworben, um einen ehemaligen ukrainischen Artillerieoffizier zu ermorden, der die georgischen Streitkräfte während des russisch-georgischen Krieges 2008 beraten hatte. Es wäre jedoch ein Präzedenzfall für einen russischen Sicherheitsdienst, einen Freiberufler in Westeuropa einzusetzen.

Wer hat den Befehl gegeben?
Die komplexe Vergangenheit des Opfers führt zu der Möglichkeit, dass er bei einer Operation des FSB, der GRU oder sogar des eigenen Sicherheitsapparats von Ramzan Kadyrov ermordet wurde. Aufgrund seiner Beteiligung am russisch-tschetschenischen Krieg und der jüngeren Qualifikation als „islamische Bedrohung“ wäre er im Fadenkreuz der FSB-Eroberungs- oder Tötungsliste gestanden.

Andererseits hätte ihn seine Beteiligung am Krieg und seine Unterstützung für Georgier im russisch-georgischen Krieg zu einem Rachemordziel für die GRU gemacht, parallel zu anderen Attentaten auf ehemalige Gegner bewaffneter Konflikte aus der Nähe Russlands. im Ausland – was in den Augen des russischen Militärs gleichbedeutend mit Verrat ist. Unabhängig davon hätte sein tschetschenischer Hintergrund und die Tatsache, dass er während des Tschetschenienkrieges auf der Seite von Aslan Mashadov stand, Khangoshvili gegen Ramzan Kadyrovs Clique ausgespielt.

In der Tat wurden die meisten Attentate auf ethnische Tschetschenen in Übersee in den letzten 10 Jahren von tschetschenischen Abgesandten begangen, die manchmal im Namen von Kadyrow handelten – wie im Fall des Attentats auf die ukrainische Staatsbürgerin Amina Okueva (die nicht überlebte) im Juni 2017 ein nachfolgendes Attentat im selben Jahr) in Kiew – Reisen unter Deckung, nicht tschetschenische Identität.

Was auch immer die Antwort sein mag, der Zugang zu einem gültigen, von Moskau ausgestellten Pass und die sofortige und umfassende Löschung aller Daten, die mit der Deckungsidentität „Vadim Sokolov“ in Verbindung stehen, sind ein klarer Hinweis auf die staatliche Beteiligung an diesem extraterritorialen Attentat, ähnlich wie in Kühnheit und mangelnde plausible Verleugnung des Skripal-Falls.

Bellingcat und seine Ermittlungspartner werden diese Geschichte weiter untersuchen, um die tatsächliche Identität der Person zu ermitteln, die unter der Person „Sokolov“ reist.

AGAIN: A MURDER THREAT FOR THE PUBLICATION OF THE STASI LISTS WITH CLEAR NAMES

Hello Bernd Pulch,

You know very well about Toxdat.

Then, according to the theory, it is time for practical experience.

A loyal reader

Annotation:

Toxdat is the murder study of the GDR by GDR murder expert Ehrenfried Stelzer, bosom friend of RA Resch, business friend of Resch and co-founder of GoMoPa.

The study describes how people can be murdered without the murder being discovered.

WIEDER EINMAL: MORD-DROHUNG WG PUBLIKATION DER STASI-LISTEN MIT KLARNAMEN

Hallo Bernd Pulch,

Du weisst ja bestens über Toxdat Bescheid.

Na dann wird es nach der Theorie Zeit für die Erfahrung in der Praxis.

Ein treuer Leser

 

Anmerkung:

Toxdat ist die Mordstudie der DDR vom DDR-Mordexperten Ehrenfried Stelzer, Busenfreund von RA Resch, Geschäftsfreund von Resch und Mitgründer von GoMoPa.

Die Studie schildert, wie Personen ermordet werden können, ohne dass der Mord entdeckt wird.

Murder in Mexico: What’s the Danger to an Foreign Tourist?

Full Coverage: Murder in Mexico

Mexico broke its record for manslaughters a year ago, and the elements that are driving that savagery are probably not going to lessen sooner rather than later.

Simultaneously, record quantities of U.S. residents are either visiting Mexico as voyagers or dwelling in the nation, yet the quantity of Americans killed in Mexico remains strikingly low.

All things considered, vicious wrongdoing stays an issue in Mexico, and guests and inhabitants should take measures to moderate the hazard.

With spring break directly around the bend, our Threat Lens group is by and by popular, as customers — alongside a wide exhibit of loved ones — are for the most part pondering about the security of a Mexican escape for some spring sun. Obviously, the worry is justifiable. As our 2019 Mexico cartel conjecture detailed, kills in the nation hit their most noteworthy rate ever a year ago and, worryingly, there’s nothing to propose that this year will be any extraordinary.

The Big Picture

Topography, financial aspects and history have brought about the United States and Mexico getting firmly interlaced, with Mexico’s fabricated products profiting the U.S. market and U.S. visitors helping Mexico’s economy. Mexico’s nearness to the United States, nonetheless, has likewise brought forth incredible and fatal wrongdoing south of the Rio Grande — some of which can entrap Americans.

See The Importance of Mexico

Mexico’s climbing murder rate still can’t seem to deflect American sightseers from visiting their southern neighbor. A year ago’s U.S. traveler figures are not yet accessible, however it’s sheltered to accept that the count will come in higher than the 35 million that visited the nation in 2017. The U.S. Branch of State has given alerts encouraging against movement to five Mexican states: Colima, Michoacan, Sinaloa, Tamaulipas and Guerrero — the remainder of which is home to the hotel city of Acapulco. In spite of this, the hotels of Cancun, Cozumel and Cabo San Lucas are as of now brimming with American travelers in 2019, and I expect they will be close to limit over spring break.

Somebody as of late contacted me on Twitter, saying they had quit visiting Mexico subsequent to turning into a Stratfor endorser. Presently, that is surely not our purpose recorded as a hard copy on this theme; all things considered, we want to take a “go, however” way to deal with movement security instead of certainly advise anybody not to go. It’s a similar story for Mexico, which is an extraordinary nation to visit with amazing things to see and do. In any case, as anyplace else, there are dangers, a large number of which can be kept away from or relieved. For the occasion, however, how about we investigate the conjunction of Mexico’s developing homicide rate and the increasing number of American vacationers deciding to visit the nation. Since, at last, the danger may not be as incredible as dreaded.

A graph showing the cause of deaths for Americans in Mexico from June 2017 to June 2018.

American Deaths in Mexico

Between June 2017 and June 2018, 238 Americans passed on in Mexico, adding up to 29 percent of all U.S. residents who died abroad during the period, as indicated by the U.S. Branch of State. Be that as it may, as far as manslaughter, Mexico lingers a lot bigger in the figures: Of the 152 who were killed abroad during the a year being referred to, precisely half passed on in Mexico. Normally, be that as it may, the topic of scale is foremost in deciphering the figures. The 35 million U.S. vacationers who visit Mexico predominate the quantity of their countrymen (1.5 million) who go to close by goals, for example, Jamaica. And keeping in mind that only six Americans succumbed to crime in the last mentioned, the homicide rate for U.S. residents is, per capita, higher on the Caribbean island than it is in Mexico.

To put things further into viewpoint, Chicago has a populace of 2.7 million — about equivalent to the quantity of Americans that live in Mexico (to avoid anything related to the 35 million that visited a year ago). A year ago, in any case, 561 individuals passed on in manslaughters in the Windy City, in excess of multiple times the quantity of Americans who were killed in Mexico.

A diagram indicating the reason for passings for Americans in Mexico from June 2017 to June 2018.

At long last, the 76 American manslaughter casualties are a small detail within a bigger landscape as far as Mexico’s general aggregate: 33,341. In addition, a decent segment of those homicides happened in outskirt urban communities in which there are dynamic cartel wars, for example, Tijuana, Juarez and Reynosa. Interestingly, only four happened in visitor hotspots like Cancun, La Paz in Baja California Sur and Puerto Penasco in Sonora. Besides, a considerable lot of the Americans killed in places like Tijuana and Juarez were double residents or occupants of Mexico who were engaged with crime — that isn’t planned to limit their demises, however simply demonstrates that such killings make little difference to the American vacationers who visit Mexican retreats. What’s more, even in states with critical hotels in which the homicide rate has expanded, for example, Quintana Roo (which is home to Cancun), the quantity of American sightseers slaughtered there remains very little. Viciousness in Cancun, for instance, is very normal — an assault on a bar there on Feb. 16 murdered five individuals — however the majority of the brutality happens a long way from the vacationer zones along the sea shore. At last, Mexico’s homicide rate may have increased to around 27 for each 100,000, yet its crime rate is still just about a large portion of that of Honduras or El Salvador.

Evading the Danger

That in any case, Mexico obviously has a difficult issue with vicious wrongdoing, as confirm by the numerous cartels that are battling each other for control of the nation’s rewarding medication creation regions, dealing halls and household opiates deals. And afterward there are auxiliary, fierce crimes, for example, fuel burglary, payload robbery, capturing and human dealing. Cartel individuals additionally will in general use military-grade weapons, which they don’t spare a moment to use on rival groups or security powers, regularly bringing about inadvertent blow-back.

Savagery in Cancun is very normal — an assault on a bar there on Feb. 16 slaughtered five individuals — yet the majority of the brutality happens a long way from the vacationer zones along the sea shore.

Along these lines, the most ideal approach to abstain from falling prey to criminal brutality is to evade puts in which it is well on the way to happen, for example, strip bars and undesirable clubs in which medicate selling happens. In addition, numerous remote survivors of wrongdoing in Mexico were toasting abundance, utilizing drugs or remaining out late around evening time. We suggest that voyagers visiting Mexico remain at their inn or resort grounds after dull and abstain from toasting abundance or utilizing drugs. In a portion of the drinking-related occurrences, aggressors spiked refreshments with incapacitants, for example, GHB, Rohypnol or fentanyl, so we suggest you not acknowledge drinks from obscure individuals or leave your beverage unattended. In addition, it’s a smart thought to abstain from going onto the sea shore after dull.

What’s more, talking about the dim, abstain from driving around evening time, even on the expressways. That implies that in case you’re flying into Mexico, plan your trips to show up during the day and use pre-organized transportation to get to your lodging or resort, as Mexican taxicabs, especially the unlawful ones, can some of the time be utilized for express kidnappings and rapes.

Before you go, limit what you take with you on your outing, so you can diminish your misfortunes on the off chance that you are ransacked and decrease your compulsion to oppose a furnished crook. Furthermore, if, notwithstanding the entirety of your safety measures, furnished burglars do defy you, do as is commonly said, for they won’t stop for a second to utilize unwarranted savagery on the off chance that you neglect to agree. At long last, your watch or your wallet is essentially not worth your life.

As the familiar proverb goes, you’re bound to bite the dust or endure injury in a car crash (or fire or other mishap) than you are to endure hurt because of a lawbreaker. That is the reason it’s basic to pack a stop-the-drain unit and other emergency treatment gear, a decent quality electric lamp and smoke hoods, as these things can truly be lifelines. For the remainder of the time, practice legitimate situational mindfulness and good judgment security and you’re probably not going to experience numerous issues on your outing south.

The Shootdown of Korean Airlines Flight 007 – Top Secret Document

Target is Destroyed | Korean Air Lines Flight 007 - YouTube

The Shootdown ofKorean Airlines Flight 007 – 1983, Deputy KGB Chairman Viktor Chebrikov describes Soviet “evidence” that the flight looked like a “reconnaissance mission”: “If we would have known this was a passenger plane, we would not have shot it down.”

 

Note about the Talks of Comrade Minister [Erich Mielke]
with the Deputy Chairman of the KGB, Comrade V. A.
Kryuchkov, on 19 September 1983 in Berlin
Citation:
“Note about the Talks of Comrade Minister [Erich Mielke] with the Deputy Chairman of the KGB,
Comrade V. A. Kryuchkov, on 19 September 1983 in Berlin,” September 19, 1983, History and Public
Policy Program Digital Archive, Office of the Federal Commissioner for the Stasi Records (BStU),
MfS, ZAIG 5306, pp. 1-19. Translated by Bernd Schaefer.
https://digitalarchive.wilsoncenter.org/document/115718
Summary:
Meeting between KGB Deputy Chairman Kryuchkov and East German Minister for State Security
Mielke, including discussion of the shootdown of Korean Airlines (KAL) Flight 007.
Credits:
This document was made possible with support from the Blavatnik Family Foundation and the Leon
Levy Foundation.
Original Language:
German
Contents:
English Translation
N o t e
About the Talks of Comrade Minister [Erich Mielke] with the Deputy Chairman of the KGB,
Comrade V. A. Kryuchkov, on 19 September 1983 in Berlin
[Additional] Participants:
From the KGB:
Comrade Lieutenant General Shumilov
Comrade Captain Ryabinnikov (Interpreter)
From the MfS:
Comrade Major General Grossmann
Comrade Major General Damm
Comrade Lieutenant Colonel Salevsky (Interpreter)
Comrade Mielke:
Welcome.
It’s a great pleasure. I understand how the difficult situation makes it hard for you [Kryuchkov] to
leave the Soviet Union temporarily. We are happy that it worked out nonetheless.
I have to convey greetings from Comrade [Markus] Wolf [the Deputy Minister for State Security].
He will return from Hungary on 1 October 1983 and come [for a further bilateral MfS-KGB meeting]
to Tabarz [in the Thuringian Forest in the GDR where Kryuchkov will stay for vacation]. Then we
can already talk there about some issues and return to Berlin during the course of Sunday, 2
October 1983. We will have time on 3 and 4 October to discuss some more issues and requests for
mutual cooperation, possibly to be forwarded later to Comrade [CPSU General Secretary] Y. V.
Andropov. [Your] return to Moscow is scheduled for 5 October.
I have some requests to hear from you Moscow’s perspectives concerning assessments of the
following issues:
– What is the perspective on [Intermediate Nuclear Forces (INF) disarmament] talks in Geneva?
(West German newspaper “Die Welt” says there is no more optimism left, just hope!)
– What does this mean in terms of concrete assignments to the MfS, how should we proceed?
(Maybe you could also outline problems for us to forward Comrade E. Honecker.)
– Regarding the entire complex of heightened tensions after the plane incident (South Korea) and
ensuing boycott measures: What are the assessments? What does this mean for the future?
Which counter-measures are planned?
[1]
– [CSCE follow-up conference in] Madrid
Even elements from the FRG [West German] bourgeoisie are talking about the option to continue
disarmament negotiations after the buildup [of INF in Western Europe]. There have been several
statements in this regard (Vogel/SPD, Weizsäcker/CDU, even Strauss/CSU).
They all believe something is going to happen, and that even after missile deployment the
negotiations will continue. Even Strauss said in his first two election campaign speeches that we
must avoid a nuclear world war; otherwise the world will perish.
You can view him as you like, but in a certain regard he is a realist. He believes the balance of
forces to be such that there can be no winner. This does not yet make him our friend. You have to
analyze this thoroughly.
I also still want to talk to you later about other issues in private.
There are many who believe there will be a continuation of talks even after an INF deployment. In
addition, there are the full impacts of the boycott in effect.
We are interested in the actual [KGB] assessments of the situation, in addition to what is known at
the Politburo level.
Comrade Kryuchkov:
Many thanks for the welcome.
I am grateful for the invitation to spend parts of my vacation here in the GDR. My apologies that I
was not able to come on 10 September already. Yet there were a couple of issues preventing me
from doing do. The most important one was the plane incident. You do not shoot down such a type
of airplane once a month.
Thus I messed up all of our comrades’ schedules to a certain degree. This has created some
problems.
Comrade Mielke:
We have solved this in an effective fashion. Just come when you are able to come.
Comrade Kryuchkov:
I am tasked to convey cordial greetings from Y. V. Andropov and his best wishes. He again thanks
you for the joint work done for state security.
He rates meetings and talks with you very highly, in particular your cordial and focused
development of cooperation with the USSR.
It is his special pleasure to greet you again cordially. Now he is on vacation in the South. For
politicians like him, there is no actual vacation. Once in a while he has visitors.
For a half day he is reading information, including ours [KGB] and what we received from you. Also
I convey cordial greetings from [KGB Chairman] V. M. Chebrikov and his deputies. They all know
you very well. Almost all of them have worked with you in the past, and all of them have very fond
memories.
Now to the concrete questions you have raised.
These are questions discussed at the highest level. I myself am not placed so highly.
Hence I will do my best to respond to these questions based on my state of knowledge and
responsibilities.
Obviously I will not be able to answer them in full. Yet since we are all part of the process to
determine policy and concrete measures, issues of detail included, I can explain at least some
aspects and inform you accordingly.
On the Plane Incident
Some issues have been already explained at the [9 September 1983] press conference. Now one
can outline how the story happened and unfolded in its entirety.
During the first days we were reluctant to provide information. From the beginning, however, there
were no reasons to keep the incident secret. We wanted to wait to see what the West had to say.
Reagan’s initial reaction was very important to us. The full timeline about what happened to the
plane was meanwhile published in our press. Yet we have not yet published everything we have.
We did not know that the downed plane was a civilian airliner. Our pilots were not aware of that.
We were convinced that it was a military aircraft. When the regional ground command issued its
orders, it did not know it was a civilian airliner. We are not going to make this public, but this was
just how it was. We were convinced that this was a special aircraft on a specific reconnaissance
mission.
Our radar detected the plane prior to its violation of our airspace, about 600 to 800 kilometers
before Kamchatka. The dot on the radar approached Kamchatka, i.e. the area where we have
military bases. Some of them are nuclear bases.
Our services were to a certain extent shocked that the plane headed directly towards Kamchatka.
Such a brazen incident had never happened before. Thousands of planes fly through the air
corridors there. Previous violations were just about between 1 and 5 kilometers. Yet until 1
September 1983, there had been no single incident involving a direct flight over Kamchatka.
The plane was detected by ground radar and by our military aircraft. We decided to do nothing
against the plane. We were in doubt what kind of plane it was, and whether it really was an aircraft
flying over Kamchatka for intelligence monitoring.
The plane left Soviet airspace over the Sea of Okhotsk. A large part of this ocean consists of open,
international waters. There our radar lost the plane. Sometime later the plane showed up in
Sakhalin airspace. In Sakhalin they already knew that an airplane had violated airspace over
Kamchatka.
We again undertook measures to identify this plane. 4 aircraft went up (2 SU-15, 2 MIG-23). They
tried to establish connection; various signals were given. No response. More than 120 [warning]
shots were fired.
There were still a few kilometers left for the plane before its departure from our airspace. Our pilots
said this is not a passenger plane. It was especially relevant that this plane flew around our antiaircraft defenses. One SU-15 was especially close, just about 2 kilometers away. The speed of the
[KAL] Boeing was 800 kilometers [per hour]; the SU-15 had [a speed of] 2,400 kilometers [per
hour], the MIG-23 [had a speed of] 2,000 kilometers [per hour].
For reasons of speed they could not get closer to each other. At the plane, windows were not
illuminated and position lights not turned on. We fired special tracer bullets parallel to the plane’s
course of direction. Some of them were shot right in front of its nose. The plane’s pilots must have
noticed this. The plane maneuvered and changed its altitude to evade our aircraft. Then, on the
instructions of ground control, two missiles were fired. The shootdown occurred over the territory of
Sakhalin.
After the firing of the missiles the plane still flew for 11 minutes. It lost altitude, went down to 5,000
meters, and then it fell into the sea 9 to 11 nautical miles from the coast. In the morning we noticed
an oil spot on the ocean. Parts from the plane were found near Moneron Island (near Nevelsk).
Ocean currents carried other parts to the Japanese coast at Hokkaido. The spot of the crash has
been located quite exactly. Now Soviets, Americans, and Japanese are searching there for the
wreck. Everybody is attempting to find the flight recorder. Until my departure it had not been found.
The plane had deviated from the air corridor towards Sakhalin by about 600 kilometers, altogether
by an average of between 200 and 500 kilometers. There were four American and four Japanese
air control points along the regular corridor. None of them had issued a signal.
We were completely convinced that this plane was on a reconnaissance mission. If we would have
known that this was a passenger plane, we would not have shot it down. Yet everything pointed in
another direction. We have recordings of exchanges between ground control and our aircraft.
So far not everything has been published. Why should we make everything available right away?
We have posed and forwarded 11 questions to the Americans and Japanese. They have not
responded to any of them.
We have still more details about this [KAL] flight. Reagan declared that mankind will unfortunately
never know who entered the wrong programming [at the KAL plane]. You could say, this way he
conceded this mistake; since mankind wants to know who did that, and why.
Just among us: We have received very interesting information from an American source. He
informs how, and by whom, this airliner was prepared for its flight. In the coming days we will
provide this information to the Americans without making all of it public. In this way this American
will be “sacrificed” as a source. We have to wait for a couple of more days.
Obviously there are still a couple of other facts. There are people who have consciously sent this
plane to its demise. Sooner or later everything will come out.
Reactions in individual countries were very different; in some there were very tough, in others,
rather irrelevant. The saying goes that such events do not “live” for more than 2 weeks. The
Americans will exploit this further when the parts of the plane and the dead are recovered. Some
dead bodies have already been found at the Northern shore of Hokkaido. All this will be exploited
propagandistically. In the Western press you always find the question raised over and over
whether this is beneficial to Reagan.
We [KGB] want to contribute with our active measures towards the revelation of all causes and
links of this plane incident. We hope that our friends from the MfS will support us in this regard.
For the first time, [on 9 September 1983] a large press conference was held with the First Deputy
Foreign Minister and the Chief of the General Staff [Marshal Nikolai Orgarkov]. Everything had
been thoroughly prepared.
In a few days an article will follow by Air Force Marshal [Pyotr S.] Kirsanov, featuring new facts that
this [KAL] flight was not a normal one. It will be proven that simultaneously to this flight a US
satellite crossed the flight route three times. The Americans knew that we were preparing missiles
for launch on this territory at that time. The launch had to be postponed. Also telling is the following
episode: On the downed plane there was a well-known US Senator [sic] who initially did not want
to board this flight.
[2] He decided to book only at the last minut e.
Still some “white spots” remain. After the incident, US Senator [Henry “Scoop”] Jackson [D-WA]
delivered a very strong anti-Soviet speech demanding further tough sanctions against the Soviet
Union. When he left the podium, he fell and dropped dead. He was an extremely strong anti-Soviet
(a pathological case).
We express our deep regrets for the victims but do not accept responsibility. Our Foreign Minister,
Comrade Gromyko, did not travel to the U.N. General Assembly in New York. He stayed home
since the US did not give guarantees for the safety of his plane.
We will also not participate in the IPU [International Parliamentary Union] Meeting in Seoul (but not
because Kim Il Sung has asked us to do so).
It was also because of the plane incident that I was not able to come earlier [to the GDR].
Comrade Mielke:
I have the following questions.
I said from the beginning one has to be more on the offensive, based on the fact that this was an
organized provocation. You have to declare that the Americans use other nations to cover their own
provocations. They apply this method frequently.
You have to say immediately that this is a provocation in order to go on the offensive. You should
have done that right away. This is my only critical remark. I did not have any other alternative
thoughts.
This argumentation was lacking right from the onset. There are plenty of examples how they
operate here at our place. They exploit other nations, and simultaneously use the opportunity to
drag others in whom they actually want to get rid of. I said so immediately when this happened.
The issue is now evident. In [our central newspaper] Neues Deutschland we published the full
transcript of your press conference. We also broadcasted it on television.
You should have gone on the offensive somewhat faster. Sure, you should listen to what the
enemy has to say. Yet everything else you could have added later. You have to work out additional
arguments that this was a targeted provocation together with South Korea. It is not so much about
the issue of the shootdown. Yet that you could not identify the airliner as a passenger plane – I do
not think this is good.
This event had exceptional elements of surprise. I said so also to Comrade E. Honecker. What
could have come out of this? We have to be extraordinarily vigilant. Nobody can say in advance
what is going to happen; whether this plane incident could lead to a provocation transforming into a
war. I note the problem of surprise over and over again. This surprise can lead to a war.
It is quite uncomfortable to say that one did not recognize it. It can happen. Everyone is human.
Yet there lies a great risk also for other issues.
Everything you say is correct, but the Western press says you were not able to identify the type of
plane since your aircraft were flying below. They also say the flight recorder has already been
found. If you do not have it, you have to search for it further. They [in the West] sense the danger
coming from the flight recorder. We are in complete agreement with you and will continue our
measures.
A captain from [the West German airline] Lufthansa has written a wonderful article with sound
arguments:
1. This is how they [the US] operate
2. Why did they not guide the plane on a correct course if the US and Japan were aware of this?
Arguments are on the table. You just have to use them for the fight against Reagan. It is interesting
that Reagan can get into trouble when a part of the bourgeoisie disagrees. If [CNN Chairman Ted]
Turner is saying he will not “swear on a bible” that the [KAL] flight was not a spy mission, he
therefore argues against Reagan. They provide the arguments themselves. This is why some
countries will not join the boycott. We have to continue our work.
I have no further questions. Only if there are new arguments coming up; but then so we can
respond quickly. This is important to the entire world, to your good friends, to those who waver, but
also to the enemies who are smart and realists. More timely information would have been better:
This just privately since you asked.
There are also comrades who say: Did you really have to shoot down the civilian airliner?! Were
they not in a position to recognize this?
This is why the argument that you were not able to identify the type of plane is so dangerous.
Comrade Kryuchkov:
They were not able to recognize it.
Comrade Mielke:
Of course, those two plane types look similar. Honest specialists from the West are saying this, too.
They also say: Why were there so many RC planes flying at that time in this area?
Comrade Kryuchkov:
The entire incident occurred at 7:00 hours [A.M.] local time. In Moscow it was midnight. Already at
the evening of 1 September all issues were discussed, and a first brief news report issued on [state
TV newscast] “Vremya.” The same day we established a large commission and send them to the
East. On 3 September they provided a comprehensive report.
Comrade Mielke:
We already exchanged our opinions on 2 September. Please understand why I was so arrogant
and told V. T. Shumilov: Tell Moscow this was a specially prepared South Korean plane for spying;
the most important thing is missing in your public statement!
Comrade Kryuchkov:
I can only say: If we had released our second statement 24 hours earlier, the slander would not be
this harsh. We did not see through everything right after the incident.
Comrade Mielke:
Tomorrow the Central Committee secretaries in charge will meet in Moscow. There we will submit
our proposal accordingly.
The adversary immediately coordinated its measures aimed at you and us.
That is why it was necessary to strike immediately and not just release 5 lines. This may suffice at
the parochial level, but not for the global public.
Comrade Kryuchkov:
It is alright what you say. I completely agree with you. But there is one problem: As a Politburo
member you know that such issues first have to be discussed by party leaders. So – 10:0 for them.
Comrade Mielke:
No, 10:1 – since you shot down the plane.
I just want to say: There must not be any moments of being surprised. You have to go on the
offensive. This is important for future incidents.
Comrade Kryuchkov:
In his talks with you, Comrade Y. V. Andropov always agreed with you on issues of how to focus on
operative impacts of events.
Comrade Mielke:
We can now see how he reacts, how he has got Marxism-Leninism to move again, like for instance
concerning
– the national [ethnic] problem
– agriculture
– the class question
This is an enhancement of the [Marxist-Leninist] theory!
Comrade Kryuchkov:
On Geneva [Arms Negotiations]
Reagan has imposed sanctions against us that will not damage him as a president. He wants to
run again in the next election. You could say, these are “hollow sanctions.” He proposed areas that
do not play any major role in bilateral relations between both countries. We had expected sanctions
on grain exports or the pipeline deals. As far as Geneva is concerned, he immediately stated the
US will [continue to] negotiate.
Still, the question looms for us: Why do we have to continue to discuss these issues when the
missile deployment in Western Europe goes forward? Reagan would be delighted to abandon
negotiations and act even more impertinent. Yet this would not yield any benefits for him. So he will
not walk away from negotiations. Yet those negotiations conducted by the US are a deception of
the common people.
These are the facts. However, the USSR cannot abandon negotiation. Otherwise, the common
folks will say, the Soviet Union does not want peace.
The issue is very serious. There exist different opinions. Some comrades say: Does it really make
sense to continue negotiations?
Comrade Mielke:
One has to continue negotiations.
Comrade Kryuchkov:
Some are proposing to maybe do something to placate the public. This is a very important issue –
to undertake a step of this kind. Our leading comrades are currently discussing this. We attempt to
find paths leading to an agreement, like our recent proposal on the SS-20.
Yet in the West there is NATO, in the East there is China, and Japan is ascending. We are ready to
destroy SS-20 missiles. This is a very courageous step. It means really destroying them, not a
relocation to the East of the USSR. This is why government circles are contemplating that our side
will have to move somewhat further.
There are very important issues to consider. Our proposal has divided Western allies to a certain
extent. We must exploit this. We are discussing an idea to maybe merge negotiations over both
strategic arms and medium-range missile limitations. We have to do so thorough calculations. On
the one hand, you would gain allies, but on the other side, the problem gets more complicated.
France and England currently have 200 nuclear-capable missiles. Yet in a few years that will rise to
600. This is why we have to include them in our calculations.
Comrade Mielke:
A major number of politicians are already in favor of including them.
Comrade Kryuchkov:
The aggravation of the international situation is continuing. The military-industrial complex, of which
Reagan is a representative, believes in exploiting the latter for its purposes. In light of such a tense
situation, they hope to succeed in liquidating the liberation movement in Central America. Likewise
in Africa and Asia. They do everything to win in the Middle East. If the global economy does not
change, there is no expectation for any changes of US administration policy.
In this context, we in the KGB has undertaken multiple measures through the international press
and other channels; also we do a lot jointly [with the MfS] after respective coordination.
As far as the FRG is concerned – a very important topic – I will certainly have the chance to talk
with Comrade Wolf in detail. On Strauss our perspective is essentially shaped by your position.
Comrade Mielke:
I will have to say something on this issue.
I still remember your face, Vladimir Alexandrovich, when I talked with [KGB Chairman] V. M.
Chebrikov about Strauss. Comrade E. Honecker authorized me to become active in this matter. We
will talk about this separately later.
As a party, we are performing a gigantic work. V. T. Shumilov, with whom we have talked, has
seen the document. You have to talk with everybody and argue against the missile deployment.
Everybody, even the biggest enemy, has to be addressed in order to make it clear that a nuclear
inferno will leave nothing behind of him.
This is always linked to issues of “surprise” [attacks].
Comrade Kryuchkov:
Will we continue to negotiate if the West deploys INF? We do not view the struggle for peace as
over. Obviously this struggle is very difficult as a completely new situation will eventually arise. We
have to work out new positions. We conduct a very large propaganda campaign. It is a fact that
through INF deployment the Americans turn the Western European countries into “hostages.” In
any case, it will result in the end of Europe. This is fully clear. How can you make this
understandable to the Western Europeans (getting it into their heads) so that no politician can deny
it? This is the task. We must jointly contribute to that.
Concerning the question of war: We say that currently its foundations are laid. Whether there
actually will be a war, depends on both sides. But we can say that the weak will have no influence
here. Our strength is the most important factor, e.g. in Afghanistan. There the struggle is between
socialism and capitalism. If we are weak, we will be defeated there. We can say it already now:
Afghanistan remains a Soviet-friendly country. Basic changes have been made there.
[The CSCE follow-up conference in] Madrid was a major success. This is how you can propagate
it. The plane story has already receded somewhat to the background. Madrid will resume its place
in the global campaign. In January 1984 there will be the next round of negotiations on an entirely
different level. Then we will see. Madrid is an example for solving problems through negotiations.
We have used the neutrals very well. Malta’s position is quite strange. It results from opinions held
by Prime Minister [Dom] Mintoff. Basket III depends on our interpretation, and how we will fill it out
through practical steps by the party and security services. Basket III provides nobody with the
opportunity to interfere with the internal affairs of another state. It contains very many references to
domestic legislation.
Comrade Mielke:
On Madrid I hold a somewhat different opinion. Not regarding the overall assessment, or issues of
disarmament and peace – but on Basket III.
Moscow is 1,600 kilometers from Berlin. The situation looks quite different from just 1 kilometer of
distance (GDR vs. FRG; Germans vs. Germans). We are not Chinese in favor of [Western INF]
deployment. Yet FRG citizens are Germans and not Chinese.
We will talk about Madrid later again when Comrade V. A. Kryuchkov is rested.
Today I talked about this issue before the [internal MfS] party meeting with extraordinary stridency.
The issues of “peace” and methods in the struggle about “peace” have unmitigated impacts in the
GDR. Among us, almost every week we arrest about 150 people. There is no end in sight. Thus we
will have to talk about this.
At the party meeting I talked about the political relevance, and about what we will have to focus on
in our work. I talked about the Church, and about the “Greens.” Marx himself has commissioned us
communists to take care that the world gets preserved for our descendants once we are no longer
around. For that, we do not need any “Greens.”
Intentionally, we also published the Madrid Document in full. If they [in the West] publish it, it will be
wrongfully interpreted. Footnotes are also included. One thing we already did.
On 27 September our state legal bulletin will publish a decree about marriages and family meetings
[between GDR and FRG] coming into effect from 15 October 1983. Simultaneously there will be an
unpublished decree issued about its concrete handling.
Yet I am not as happy about Madrid as you from the Soviet Union.
Comrade Kryuchkov:
Our comrades cooperated in Madrid very well with your comrades. [GDR Foreign Minister]
Comrade [Oskar] Fischer has invited Comrade Kondrashov to the GDR for that reason.
Comrade Mielke:
Still, Comrade Fischer does not think differently than I do. Compromises had to be made. Yet the
GDR is hit hardest since we are a divided country. Germans vs. Germans.If you are a united
nation, then it is a different story.
Many thanks for your statements. I am glad I provided the correct line at our party meeting. Even
the term “hostages” for the Western Europeans was used in my speech.
Our problems are somewhat different from those of other countries. This is a consequence of our
special location.
I am proud we assessed the situation correctly, including the plane incident. I am pleased with your
assessment. Like [when talking] with Y. V. Andropov.
Many thanks.
Thank you for the wonderful greetings [from Andropov], and that he still remembers me this well.
We will continue to work in the same vein we collaborated with him over all those years; like a true
combat unit of the Cheka that puts its ideas into the joint struggle.
Many thanks for the greetings from V. M. Chebrikov. About the “Batashov” question we will talk
later.
Many thanks also for the greetings from all deputies of the KGB chairman. How is G. Karpovich
doing?
Comrade Kryuchkov:
Many thanks. He is doing according to his age. His health is not great.
Comrade Mielke:
Again heartfelt thanks. Some of your information has confirmed our assessments, including on
Afghanistan.
Your remarks about Geneva were important. Hence we will continue our talks with all [Western]
politicians. The CPSU leadership has to decide how to continue and make use of this.
Tomorrow we have the meeting of Central Committee secretaries in Moscow. Then these issues
will be discussed as well.
[1] Referring to the Soviet shoot down of Korean Airlines Lines Flight 007 on1 September 1983.
[2]
It was actually Congressman Lawrence P. McDonald (D-Georgia).