Es geht um einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. Die Wirtschaftswoche hatte Ende Januar vor den Aktivitäten gewarnt.
Die Staatsanwaltschaft geht von der Annahme aus, dass Schöneich ihre Zeitschrift zum Zwecke der persönlichen Bereicherung als Werbebroschüre von der S&K-Gruppe missbrauchen ließ. So habe sie sie für die Unterstützung der Hauptbeschuldigten Schäfer und Köller allein 6000 Euro monatlich als „Beraterhonorar“ erhalten.
Wenn der S&K durch ihre Tätigkeit Anlegergelder zuflossen, habe sie zudem ein Prozent der Umsätze vereinnahmt. Darüber hinaus habe Schöneich von Schäfer und Köller teure Geschenke wie Handtaschen und Schmuck angenommen. Schöneich reagierte bis zum Redaktionsschluss gestern nicht auf Anfragen des Handelsblatts.
Anlagetipps: Finger weg von Finanzprodukten, wenn…
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Tipp 1
… Renditen von über acht Prozent pro Jahr versprochen werden, gleichzeitig aber ein Drittel der eingeworbenen Summe für Kosten wie Werbung oder Vertrieb draufgeht
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Tipp 2
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Tipp 3
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Tipp 4
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Tipp 5
Die Finanzwelt ist nach eigenen Angaben mit 100 000 Lesern eine der führenden Publikationen für den erfolgsorientierten, qualifizierten Finanzberater im deutschsprachigen Raum. In der Selbstdarstellung heißt es: „Finanzwelt greift wichtige Themen der Finanzbranche auf, setzt Impulse und berichtet hierüber zum Wohle der Branche.“
Nach der bundesweiten Großrazzia gegen mutmaßliche Anlagebetrüger vom Dienstag waren eine Reihe von Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft genommen worden. Die Personen stehen im Verdacht, ein betrügerisches Schneeballsystem aufgebaut und Anleger um mehr als 100 Millionen Euro geprellt zu haben. Die Wirtschaftswoche hatte Ende Januar vor den Aktivitäten gewarnt.
- Seite 1: Staatsanwälte ermitteln gegen „Finanzwelt“-Chefin
- Seite 2: Zahl der Geschädigten noch völlig unklar
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- Seite 4: Verbraucherschützer warnen vor hektischen Aktivitäten
