Ex-Capital Chefredakteur Brunowsky entlarvt die STASI-Stalker- und Erpresser-Spekulanten-Methoden der “GoMoPa” am Beispiel WGF

Nepper Schlepper Bauernfänger im Internet

Im Internet tummeln sich seit einiger Zeit Finanzportale, in denen anonyme Schreiber manipulative Texte verfassen. Sie richten sich in der Regel gegen kleine, marktenge Börsenwerte und kooperieren mit Anwälten, die vorgeblich Kapitalanleger schützen wollen und für die notwendigen Zitate gut sind.
Das ganze funktioniert so:  Ein kritischer Text in “www.börsennews.de” oder “www.gomopa.net“, anonym oder unter falschem Namen geschrieben, stellt Fragen, ob das Geld der Anleger sicher sei, ohne diese Frage zu beantworten. Der Schreiber sendet diesen Text anonym an Medien wie das Handelsblatt oder FTD. Ein kooperierender Anwalt spricht dann vielsagend von Gefahren für den Anleger. Die Anleger reagieren natürlich  verunsichert, der Kurs stürzt ab. Leerverkäufer – wahrscheinlich aus dem Umfeld des Trios Finanzportal, Finanjournalist und Anwalt – haben sich rechtzeitig eingedeckt und sahnen einen kräftigen Gewinn ab.

Die größeren Medien sehen angesichts der Kursverluste nun ebenfalls das Unternehmen in Gefahr, berichten darüber und verunsichern die Anleger zusätzlich. Vom Finanzportal “gomopa.net” ist bekannt, dass es anschließend den Betroffenen einen PR-Beratungsvertrag aufdrücken wollte, den diese dann als “Erpressung” ablehnten, wie die Süddeutsche Zeitung am 3.9.2010 berichtete. Auch das  Handelsblatt hat im April vor einiger Zeit über einen ähnlichen Fall berichtet.
Ich erlebe diese Methoden gerade bei einer ähnlichen Kampagne gegen meinen Mandanten WGF AG. Die WGF AG handelt mit Immobilien, entwickelt großartige Projekte und refinanziert sich mit Hypothekenanleihen. Am 15.11. wurde pünktlich die zweite mit 6,35% verzinste  Hypothekenanleihe im Volumen von 30 Millionen Euro entgegen diversen Unkenrufen pünktlich und vollständig zurückgezahlt.
Im Juli war ein Text unter falschem Namen im Finanzportal “Börsennews” mit Zitaten eines Anwalts erschienen, den der Autor weiteren Medien zuspielte. Unmittelbar darauf stürzten die Kurse mehrere Anleihen von 100 auf teilweise bis zu 60 Prozent. Die Kurse erholten sich dann zwar wieder um 10 bis 15 Prozentpunkte, aber nicht so, dass Raum für die Platzierung neuer Anleihen mit einem Ausgabekurs von 100 blieb. Die WGF war dennoch in der Lage, aus dem gut laufenden operativen Geschäft heraus die Rückzahlung der zweiten Anleihe sicher zu stellen. Anfang der Woche, am Tag nach der Rückzahlung erschien wieder ein anonymer Artikel in “gomopa.net”. So geht die Kampagne weiter.
Selbstverständlich müssen alle Geschäftsmodelle kritisch hinterfragt werden. Unternehmen machen Fehler und müssen diese Fehler auch beheben. Es kann aber nicht sein, dass gewissenlose Leute im Internet ihr Unwesen treiben und ganze Unternehmen attackieren, um damit Geld zu verdienen: Der Anwalt, der dazu beiträgt, Unternehmen zu gefährden, um anschließend Klienten für seinen sogenannten Kapitalanlegerschutz zu generieren, ist genauso hinterhältig wie der Journalist, der sich nicht zu seinen Texten bekennt und anonym oder unter falschem Namen schreibt, um an Kursspekulationen mitzuverdienen.

Eingestellt von Ralf-Dieter Brunowsky

http://brunowsky.blogspot.com/2011/11/nepper-schlepper-bauernfanger-im.html#links

 

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