STASI Agent Dehm und RAF-Terrorist Klar – Dubioses Duo im Bundestag

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Im Kapitel ,,Heil Diether”, seines 1996 erschienenen Buches ,,Volk und Wahn”, beschreibt der frühere ,,Konkret” und heutige ,,Spiegel” – Essayist Henryk M. Broder, die Lebensstationen des damaligen SPD-Mitgliedes und heutigen stellvertretenden Vorsitzenden der P,,DS”, Diether Dehm.

In Frankfurt ist er weltberühmt *g*: Diether Dehm. Ende April 1996 wurde bekannt, dass Diether Dehm von 1971 bis 1978 von der Stasi-Hauptabteilung XX/5 (zuständig für Organisationen in der BRD) unter den Decknamen ,,Willy” und ,,Dieter”, als inoffizieller Mitarbeiter geführt wurde. Seine Akte umfasst 400 Seiten – Informationen und Einschätzungen aus der Frankfurter Szene, der SPD und angrenzenden Millieus. Am 25. Juni 1971 machte die Hauptabteilung XX5/1 den ,,Vorschlag” den Dehm, Jörg-Diether, als Vorlauf-Persektiv-IM zu registrieren. Darin heißt es: ,,Mit Dehm sind feste Vereinbarungen mit nachrichtendienstlichem Charakter getroffen worden.”

Zur Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR im November lieferte IM Willy bereitwillig Informationen über Wolf Biermann, der zu dieser Zeit bei Günter Wallraff in Köln wohnte. Zitat Dehm: ,,Charakterlich hat Biermann sich in der letzten Zeit eher negativ als positiv entwickelt. Er ist äußerst labil und mitunter ausgesprochen hysterisch. Er benimmt sich wie ein politisches Kind. Beifall und Schmeichelei lassen ihn jegliche Vorsätze und Versprechen vergessen.” Der IM erhält eine Prämie vom MfS von 500,- DM, die Stasi schreibt: ,,Durch Dehms ,,hohe Kooperationsbereitschaft ist es gelungen, Biermann nach dessen Ausbürgerung gut unter Kontrolle zu halten.”

,,Wenn Dehm ein paar Gläser zu viel getrunken hatte, prahlte er mitunter gefährlich mit seine guten Beziehungen”, meinte der jetzige Referet beim SPD -Bundesvorstand Tilman Fichter. Karsten Voigt, über den IM Willy: ,,Das Material im Fall Dehm ist noch eindeutiger als im Fall des Brandt-Kanzler-Spiones Guillaume”.

Wolf Biermann berichtet im Spiegel: Der ,,halsbrecherische clevere Doktor Diether Dehm”, habe ihn im Mai 1988 besucht und ,,unter vier Augen und sechs Ohren” gebeichtet, dass er sich als Mitarbeiter des MfS jahrelang um die Frankfurter SPD gekümmert habe und außerdem ,,dass er mir seine Dienste als Konzertmanager im Auftrage der Stasi angetragen hatte.” (Dehm grinste dabei, wie mir Wolf Biermann selbst erzählte, als wir uns im selben Haus, über dieselbe Sache unterhielten – Anmerkung Tanja Krienen).

Dehm bestritt alles. Weder er noch seine Frau hätten ,,wissentlich für die Stasi gearbeitet”, zwar sei er seit 1966 regelmäßig zu ,,Antifa”-Schulungen und Treffen” in die DDR gefahren, doch habe er ,,über die Jusos nicht berichtet, allenfalls diskutiert”, dabei müsse er ,,sehr direkt abgeschöpft worden sein”. Was in den Stasi-Unterlagen steht ,,ist barer Unsinn”…

Gegenüber der BILD-Zeitung variierte der abgeschöpfte Antifa-Kämpfer seine Story ein wenig: ,,Indirekt, unwissentlich ja”, habe er Kontakt zur Stasi gehabt… Damals sei er ,,ein Wanderer zwischen den Welten” gewesen, ,,hier wie dort nicht zu Hause”.

Henry M. Broders Kommentar dazu: ,,Seit der Wende hat noch kein IM – weder Ibrahim Böhme noch Sascha Anderson, noch Wolfgang Schnur, zugegeben, wissentlich und willentlicht für die Stasi gearbeitet zu haben. Und wer in der BRD mit beiden Armen im Mustopf der Stasi erwischt wird, der schreit sofort: Verleumdung! und gibt eine eidestattliche Versicherung ab, daß ihn nichts so sehr anwidert wie heimliches Naschen. Da macht sich die solide Antifa-Schulung bezahlt, die der tüchtige Kulturarbeiter vor dreißig Jahren in der DDR absolviert hatte.

Heute ist Dieter Dehm der zweite Mann der “Linken” und Mitglied im Bundestag – im Duett mit seinem Mitarbeiter und Freund, dem Ex-RAF-Terroristen Christian Klar, der ebenfalls von der STASI profitierte.

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Im März 1990 bezeichnete die CDU-Abgeordnete Erika Steinbach Dehm als „Stasi-Informanten“. Dehm ließ die Aussage gerichtlich untersagen. 1996 tauchten Stasi-Unterlagen auf, nach denen er als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) „Dieter“ und IM „Willy“ von 1971 bis 1978 die Hauptabteilung XX/5 der Staatssicherheit informiert hatte. Außerdem legte Steinbach eine eidesstattliche Erklärung Wolf Biermanns vor, wonach Dehm als sein damaliger Manager ihm am 29. Mai 1988 in einem Vier-Augen-Gespräch seine Stasi-Kontakte gestanden hatte. Das Landgericht Frankfurt am Main hob 1996 daraufhin das Verbot auf.

Die Stasi stempelte zwar Dehm zum Staatsfeind und er benutzt dies heute als Beleg für seine Glaubwürdigkeit, aber nach Erkenntnissen des Historikers Hubertus Knabe wurde Dehm im Dezember 1971 vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) auf Basis politischer Überzeugung als IM Dieter (später umbenannt in IM Willy) geworben.

Dem MfS berichtete er laut seiner 400 Seiten starken Akte insbesondere über die Frankfurter Jungsozialisten und den SPD-Bezirk Hessen-Süd. Nach der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR lieferte er als dessen Konzertmanager auch über diesen zahlreiche Berichte. Laut Wolf Biermann wurde Dehm 1977 von der Staatssicherheit für seine Zuverlässigkeit gelobt.

Auf Biermanns Aussage zu seiner Überwachung im Westen stützen sich die Gerichtsurteile, nach denen Dehm als Informant des Staatssicherheitsdienstes bezeichnet werden darf. Dehm unterschrieb mehrfach Quittungen für Geldbeträge von mehreren hundert Mark, die einige Male von ihm mit seinem Klarnamen und in anderen Fällen als IM „Willy“ quittiert wurden.

Dehm selbst behauptet bis heute, wie seine Frau (alias IM Christa) unwissentlich durch die Stasi abgeschöpft worden zu sein. In ihrer Akte ist zu finden, dass der Vorlauf-IM „konkrete Kenntnis von der Auswertung seiner Informationen durch das Ministerium für Staatssicherheit“ hatte.

Alles Klar?

Christian Klar zählt zu den prominenten “Aussteigern” der zweiten Generation der RAF. Die Stasi-Verbindungen der RAF sind in der Bundesrepublik ein Tabuthema, das nur sehr begrenzt angefasst wird. Die Historikerin Regine Igel räumt mit den Mythen und Legenden auf: Die übrig gebliebene Terroristenelite mit Klar, Pohl, Viett und anderen traf sich Anfang der 80er Jahre alle zwei Wochen mit den Stasi-Agenten und Oberstleutnant Helmut Voigt und Oberst Günter Jäckel.

Im Zusammenhang mit dem Attentat auf Frederick J. Kroesen erhielt Christian Klar von Stasi-Leuten Waffen-Unterricht und übte das Schießen mit einer Panzerfaust. Acht Terroristen der Rote Armee Fraktion und zwei Personen aus deren Umfeld fanden in der DDR Unterschlupf, Schutz vor westlicher Strafverfolgung und erhielten eine neue Identität. Ein Planungspapier der Stasi von 1982 deutet nach Einschätzung von Wolfgang Kraushaar auf die Absicht der DDR hin, Terroristen der RAF gezielt für Tötungen, Geiselnahmen und Sprengstoffanschläge in der Bundesrepublik zu benutzen. Erich Mielke erwog, die in die DDR geflüchteten Terroristen der RAF in einem innerdeutschen Konflikt als Kämpfer “hinter den feindlichen Linien einzusetzen”

Querfront für Putin

Während die Putin-Propagandisten noch gelogen hatten bis sich die Balken bogen über den Zustand der russischen Wirtschaft, warnte ich davor dass der Absturz bereits im vollen Gange war und als Rettungsmaßnahmen früher oder später nur noch eine Schließung der Grenzen und eine Rückkehr zur Planwirtschaft in Frage kommen wird. Bereits im April 2015 veröffentlichte Pravda.ru eine schönfärberische Ankündigung, dass Russland die Planwirtschaft wieder einführen und dabei ganz bestimmt nicht die Fehler der Sowjetzeit wiederholen werde.

Der russsiche Präsident Putin schoss kürzlich den Vogel ab mit Statements, dass er kommunistische Ideen mag und diese ja eigentlich urchristliche seien:

„MIR GEFIELEN UND GEFALLEN KOMMUNISTISCHE UND SOZIALISTISCHE IDEEN NOCH IMMER. WENN WIR UNS DEN KODEX DES ERBAUERS DES KOMMUNISMUS, DER IN DER SOWJETUNION IN HOHER AUFLAGE ERSCHIENEN WAR, GENAUER ANSCHAUEN, WERDEN WIR SEHEN, DASS ER DER BIBEL SEHR ÄHNELT.”