KGB in Deutschland (2/2) Romeos und Residenten – Film

Fast 50 Jahre lang waren auf beiden Seiten der Mauer ganze Heerscharen von Spionen damit beschäftigt, gegeneinander Krieg zu führen. Ein KGB-General – jahrzehntelang Leiter der Länderabteilung “Deutschland” – schätzt, dass auf dem Höhepunkt der Spannungen “jeder Fünfte Deutsche” in West- und Ostberlin wissentlich oder unwissentlich Kontakt mit einem Geheimdienst gehabt habe. In dieser Dokumentation berichten zum ersten Mal hochrangige KGB-Insider über ihre Fälle und Methoden.
Die Toten dieses Spionage-Krieges hat niemand je gezählt. Es gab viele von ihnen, Sekretärinnen in Bonner Ministerien, die unter Vorspiegelung von Liebe zum Geheimnisverrat bewegt wurden, und am Ende Selbstmord begingen, Computerhacker in russischen Diensten, Exilpolitiker aus den Staaten der Sowjetunion, Agenten die einen Kontakt zuviel aufbauten.

Die vielen Facetten der KGB-Operationen in Deutschland werden anhand einzelner, dramatisch erzählter Fälle in bisher ungezeigtem Archivmaterial, seltenen Archivalien und lebendiger Inszenierung sichtbar. Autor und Regisseur Matthias Unterberg hat, zusammen mit seiner Crew, ungezählte Kilometer Film gesichtet, Tausende Seiten Akten eingesehen – und viele Gespräche mit Zeitzeugen geführt, in Moskau und anderswo. Gefunden hat er dabei, neben Amateurfilmen von KGB-Agenten und anderen ungehobenen Schätzen aus den Archiven, spannende und dramatische Geschichten.