KGB in Deutschland -Attentäter und Agenten

Die Toten dieses Spionage-Krieges hat niemand je gezählt. Es gab viele von ihnen, Sekretärinnen in Bonner Ministerien, die unter Vorspiegelung von Liebe zum Geheimnisverrat bewegt wurden, und am Ende Selbstmord begingen, Computerhacker in russischen Diensten, Exilpolitiker aus den Staaten der Sowjetunion, Agenten, die einen Kontakt zuviel aufbauten.
Fast 50 Jahre lang waren auf beiden Seiten der Mauer ganze Heerscharen von Spionen damit beschäftigt, gegeneinander Krieg zu führen. Ein KGB-General, jahrzehntelang Leiter der Länderabteilung “Deutschland”, schätzt, dass auf dem Höhepunkt der Spannungen “jeder fünfte Deutsche” in West- und Ostberlin wissentlich oder unwissentlich Kontakt mit einem Geheimdienst gehabt habe. In dieser Dokumentation berichten zum ersten Mal hochrangige KGB-Insider über ihre Fälle und Methoden.Zum ersten Mal berichten geworbene Spione und Opfer des KGB über ihre Erlebnisse: Vom erfolgreichen “Raketenklau”, erzählt von einem der Diebe im Dienste des KGB, bis zum Fall eines Bundeswehr-Überläufers, erzählt mit sichtbarer Freude an seinem Unglück von den Falloffizieren des KGB. Vom angenehmen Leben als KGB-Offizier im Nachkriegsdeutschland bis zum Preis der Urangewinnung im Erzgebirge durch den KGB-Vorgänger NKWD. Von der unsichtbaren Tätigkeit des KGB-Residenten bis zur totalen Unterwanderung der Bonner Republik.

Von den jugendlichen Opfern stalinistischen Terrors in den “Speziallagern” bis zur gegenseitigen Bespitzelung von Stasi und KGB in der DDR. Von den Killerkommandos des KGB bis zur Freizeitgestaltung des KGB in Deutschland. Von Ausschnitten aus Lehrfilmen der KGB-Auslandsaufklärung bis zur rätselhaften Tätigkeit des Vladimir Putin und seiner wirklichen Vorgesetzten in Dresden. Von den Gefahren der Ostpolitik bis zum wenig ruhmreichen Handeln des KGB in Zeiten der Perestroika.